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Vierter Band (1834) S bis Z
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Zollverein, preußisch-deutscher

Emulation ermangeln und der einem siechen Dahinwelken preisgegeben istWie sehr der ehemals so blühende Handel Holland« gesunken, wie sehr dieseQuelle seiner Freiheit und seine« Nationalreichthums versiegt ist, seitdem die nie-derländische SkaalSregierung da« früher, am Ende de« 17. und noch in der erstenHälfte des 18. Jahrhundert« von ihr befolgte System der Handelsfreiheit miteinem verderblichen ProhibitivsystrMe vertauschte, liegt ebenso klar am Tage, alsdas neue Emporblühen der Hansestädte, die, bei ihrer Lage an den Quellen desWelthandel», dem Natursysteme getreu bleiben konnte».

Nun gab e« zwar einzelne Staatsmänner, welche die Natur des HandelSver-kehr«, die wunderbare Eonst,activ» und da« Beiriebe diese« greßenHebcwerkS mensch-licher Cultur erkannten; aber sie hatten entwederm'cht den Muth oder nicht die Zeit,oft auch nicht die Kraft, das chaotische Fl-chtmcrk der Zvllverkettung zu zerreißen,ohne Englands, diese« mächtigen Regulator« de« Welthandels, Vorgang hielt«» esdie meisten Regierungen nicht einmal für klug, da« Riesenwerk der Befteiung d«SHandel« auch nur anzugreifen/ Dazu kam noch, dastdic Ausdehnung und Steige-rung de« Systems der indirekte» Steuern, da« die Calamikät der Zeit fast zut Noth-wendigkeit gemacht hatte, der Handelsfreiheit hrMmend entgegentrat, sodaß'selbstder von richtigen nationalökdnomischen Principien geleitete Staatsmann, tftaus fiskalischen Gründen, seiner bestem Überzeugung nicht folgen konnte. So-wie nnn aufber einen Seite dir immer Häher getriebene FiSealität durch den Druckder Zölle endlich auf den Weg der Natur und der Wahrheit zurückführen wußte,ebenso bahnte auf der andern Seite die Wissenschaft durch die Evidenz ihrerGründe den Weg um zu der Handelsfreiheit zu gelangen. Denn wa« an sich ver-nünftig ist, da« muß, das kann auch wirklich werden.

In demselben Lande, in welchem die Handelsbeschränkung zuerst durch hoheZölle, Prämien und Verbote systematisch ausgebildet worden war, trat auch dererste Verkündig« de« Evangeliums der Handelsfreiheit auf, aber sei» Werk mußt«erst innerhalb LV Jahren 1k> Auflagen erleben, die neue Idee mußte den Kampsmit Unwissenheit und Vorurtheil, mit herkömmlicher Praxis und starrer Zahlen-macht bestehen, kurz, das englische Prohibiiivsystcm mußte während dieser Zeitdie größte Höhe ersteigen, ehe das englische Ministerium unter HuSkisson diealte Bahn verließ und die ersten Schritte zur Annäherung an die Handelsfreiheitthat. Die Aufhebung der NavizationSacte, die Erleichterung de« Transithan-dels, die Herabsetzung vieler Eingangszölle (vergl. die Parlamentsacre vom24. Jun. 1822, die Stapelacce vom 12. Mai 1821, die Parlamenksacten vom12. Apr. und vom 3. Jun. 1824, sowie die treffliche Rede HuSkiston'S im Par-lament vorn 18. März 1830) zeigen, daß es der englischen StaatSregicruag Ernstsei, auf diesem Wege fortzuschreiten. Die Stimmen, welche sich gegen die eng-lische Korndill erheben, werden immer lauter, und es ist zu erwarten, daß da«neue reformirte Parlammt diese Bill, welche als eine Hauplfeindin der Handels-freiheit zu betrachten ist, aufhebe» werde. Da« ErsparungSprincip de« Grcy'schenMinisteriums macht hohe Zölle weniger nothwendig und so ist zu hoffen, daßEngland allmälig zur Handelsfreiheit gelangen werde.

Dieses Beispiel ist nicht ohn« Wirkung geblieben, denn auch die franzö-sische StaatSregierung hat, nachdem ihr prohibitivr« Douanengesetz von 1825die öffentliche Stimme gegen sich und für die Handelsfreiheit erweckt hatte, an-gefangen, die Getreidchandel-gesetze zu ermäßigen, den Transithandel durch dasEntrepotsystcm zu erleichtern und überhaupt mildere Grundsätze des Zollwelensauszustellen. In dem Berichte br« Minister» d'Argout an den König (vom Nov.1833) wurde auf eine bedeutende Herabsetzung des Eingangszolls tust Schlacht-vieh angetragen und die Nothwendigkeit der allmäligm Herstellung eines freienHandelsverkehr« gliSgesprorben. Noch mehr ist von dem fetzigen französischen Harr»

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