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Vanadin
ser sind zwei Kammern bestimmt; die erste besteht aus neun Senatoren, die zweiteaus 29 Abgeordneten; Religions- und Preßfreiheit wurde garantirt, als Gesetzbuchder Hauptsache nach der Oaclewspaiso» und Geschwornengeriibte eingeführt. Dasstehende Heer ist abgeschafft und Bürgerbewaffnung eingeführt; der Schulunter-richt steht unter der besondern Obsorge des StaatS und jeder Fremde, der sich imLande niederläßt, erlangt das StaatSbürgcrrccht. Uruguay, dessen Verkehr undWohlstand seit der Revolution durch die langen Bedrückungen Artigas' und derBrastlier so sehr gelitten, wird sich im Frieden schnell wieder erholen; schon 18Z0besuchten wieder 586 fremde Schiffe den Hafen von Montevideo und die Einfuhrbetrug in demselben Jahre 2,626,514 Piaster, die Ausfuhr 2,586,647 Piaster.DaS ganze Land ist in neun Departements eingetheilt: Montevideo, mit dergleichnamigen regelmäßig erbauten Hauptstadt deS Freistaats, welche etwa 12,000Einwohner zählt; Maldonado, Colonia, Sän Jose, Santa Lucia, Cerro Largo,Soriano, Canelones und Sän Carlos. (Vergl. „kkemoirs »l gencrsi Wilcr intiro Service ok tke Republic »1 keru etc." Maw's „l'rsvds in tke illterior osLrarii, inciixling » vnzsge to tke 8io <>e >» Ulster etc.", Jgnacio Nunez's„Usguisses rle Uuenos Azires".) (29)
Aü anad > n, ein neucnldecktes Metall, welches seinen Namen von VanadiS, ei-ner standinavischen Gottheit (Beiname der Freia) erhalten hat und bis jetzt in fol-genden Mineralien aufgefunden worden ist: von Sefström in einem Eisenerze vonTabcrg in Smälaud; von del Rio und Wöhler in einem braunen Bleierze vonZimapan, von Johnston in zwei Varietäten Bleierzes von Wanlockhead. DieEhre der Entdeckung des Vanadins scheint Sefström zn gebühren, wiewol aller-dings dasselbe schon vor ihm (1801) von del Rio beobachtet, aber seiner Ei-genthümlichkeit nach so wenig genau bestimmt wurde, daß er selbst später, nach-dem Descvtils Einwendungen dagegen gemacht, nicht mehr an dessen Eigen-thümlichkeit glaubte und nicht weiter die Rede davon war, bis Sefström dasselbeaufs Neue (1830) zuerst in Eckersholmer Stangeneisen, welches aus Erzenvvn Taberg in Smäland dargestellt worden, nachher reichlicher in den Schlacken,die bei Bereitung dieses Erzes fallen, auffand und seine Eigenthümlichkeit außerZweifel setzte. Derselbe hat auch die DarsteilungSweise der Vanadinsäure, auswelcher sich daS Vanadin zunächst erhalten läßt, genau beschrieben; die ausführ-liche Untersuchung der Eigenschaften und Verbindungen des Vanadins aber Berze-liuS überlassen, dem wir die vollständige Kenntniß des Vanadins und seiner Ver-bindungen verdanken. Das Vanadin ist im Äußern dem Molybdän ähnlich, sil-berweiß, glänzend, vollkommen unhämmcrbar; das specifische Gewicht ist nichtbestimmt worden; sein Atomgewicht ist — 855,84, gegen Sauerstoff — 100.E« oxydirt sich weder an der Luft noch im Wasser, verliert aber beim Liegen allmä-lig an Glanz. In kochender Schwefelsäure, Flußsäure und Salzsäure ist eS un-löslich, lost sich aber mit schön dunkelblauer Farbe in Salpetersäure und in KönigS-scheidewasser. Von Ätzkalilauge wird eS auch beim Kochen nicht gelöst. Es gehtdrei Verbindungen mit Sauerstoff (1 At. Metall resp. mit 1 At., 2 At., 3 At.Sauerstoff) ein, die durch die Namen Suboxyd, Oxyd und Säure unterschiedenwerden, es bildet ferner zwei Verbindungen mit Chlor, ein Chlorür und Chlorid,und kann sich auch mit andern einfachen Stoffen verbinden. Seine Salzverbin-
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