mstmoch einem jungen Offiziere übertragen, und hier verdiente sich der ange-i hende Ingenieur seine Sporen. Dieser ehrenvolle Auftrag war jedoch von höchst
i nachtheiligen Folgen für ihn. Denn als nach dem Vertrage von Ried die bairischo
s Armee sich plötzlich wendete und nach Hanau zog, ging dies so rasch, daß dabeiNiemand auf -k.'S Bitten achtete, der sich alle Mühe gab, zur Armee beordert zuwerden. Unter den Befehlen des Kronprinzen bildete sich eine Reservearmee, aufderen AuSmarsch man ihn vertröstete. Später, als es in Frankreich nicht so raschvorwärts ging, erhielt L. den Auftrag, eine neue Befestigung Augsburgs und der' Lechlinie zu entwerfen, worauf der Frieden von Paris jede Hoffnung, ins Feld zumarschiern, vereitelte. Auch das Jahr 181.5 war in dieser Beziehung für öc. nichtgünstiger, denn während sich das bairische Heer im Apr. und Mai zwischen demRhein und Main aufstellte, machte die Schlacht bei Waterloo dem Kriege ein Ende.L. kam 1816 in die neu erworbene Festung kandau. Er ward 1817 bei derGrenzbccichtigungscommisston gegen Frankreich verwendet. Als er im Frühjahr1818 wegen Kränklichkeit nach Augsburg zurückkehrte, benutzte er diese Mußezeitzur Herausgabe seines ersten Werkes: „Die Strategie und ihre Anwendung"(München 1818), das damals von dem militairischen Publikum mit ungetheil-tsm Beifall aufgenommen wurde. Durch die Verwendung des Obersten vonBraun ward ihm die Lehrstelle der Taktik an dem Eadetten.orps übertragen, die erbis 1831 mit Auszeichnung verwaltete. Dadurch ward der Grund zu seiner lite-rarischen Wirksamkeit gelegt. Die Nothwendigkeit, darzuthun, was er, als jun-ger Offizier, der wenig mitgemacht hatte, lehre, bestimmte ihn zur Heraus-gabe des „Lehrbuchs der Taktik" (4 Bde., München 1820—23), das zu denbesten Werken dieses Faches gezählt ward. L. rückte 1826 zum Hauptmannim Jngenieurrorps vor. Die Muße, welche theils die Ferien, theils besondereVerhältnisse 1x25 ihm gestatteten, benutzte er zu Reisen nach Östreich, Wüctem-ierg, dem Nicdccrhein, nach Norddeutschland, Dänemark, Schweden, Finnland,Rußland, Polen, Frankreich und der Schweiz, wo er die meisten militairischenKoryphäen sowie die Heere und -Einrichtungen der meisten europäischen Staatennäher kennen lernte, und ihren größer» Übungen beiwohnte. Seit 1831 ist Zk.Mitglied der Militaircommission des Bundestags zu Frankfurt am Main. Inseinen Schriften hat sich äk. durchaus als geistreicher, philosophisch gebildeter Mi-llion gezeigt, und insbesondere zeugen seine „Betrachtungen über die Infanterie"(München 1827), welche im In- und Auslande Aufsitzen erregten, von einempraktischen Verstände, den ihm engherzige Gegner häufig abzusprechen sich be-müht haben. Erklärt wird diese Richtung durch die Fähigkeit seines Geistes, dieihm Manches zu erfassen und in Hellem Lichte zu sehen gestattet, ohne grade dengewöhnlichen Weg zur Erkenntniß eingeschlagen zu haben. Auch sind seine„Untersuchungen über das Heerwesen unserer Zeit" (München 183!) zubeachten. (40)
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Ädung (Thomas), ein englischer Arzt, ausgezeichnet als Mathematiker,Naturforscher und Alterthumsforschcr. Besonders berühmt ward er durch seineUntersuchungen über die alte ägyptische Schrift. Er ward geboren am 13. Jun.4773 zu Milverton! in Somersetshire. Seine Ältern waren strenge Quaker,und die Überzeugung derselben, daß der göttlichen Erleuchtung über Recht undUnrecht unwe gerlich Folge geleistet werden müsse, pflanzte sich auf den Sohn fort.