596
Taddei
stak! abgesondert einen thätigen Parteigängerkri'eg zu führen. Die Nachtheile die-ses Entwurfs zeigten sich bald. Graf ZaluSki, zum Oberbefehlshaber der ingany versammelten Lithauer ernannt, erlitt bei dem ersten Zusammentreffen Mden Russen bedeutende Verluste, ehe die erwarteten Abtheilungen vereinigt wein,Auch die Samogitier wollten sich mit der Hauptmacht vereinigen, und S. w.ndentsendet, ihre Mitwirkung anzubieten; bei seiner Ankunft aber hatten jene Unfall,die Lage der Dinge so ungünstig verändert, daß man sich entschloß, nur einen Par-leigängerkrieg zu führen. Nach seiner Rückkehr setzte S. mit Herubowicz d,iKamps tapfer fort, ohne jedoch der Übermacht widerstehen zu können. Aus b„Städten vertrieben, verschanzten sie sich in den Wäldern und benutzten jedegenheit, die Feinde zu beunruhigen. Endlich rückte der General Malinowski mitbeträchtlicher Macht heran, um die Insurgenten aufzureiben, und S., der mit806 Scnscnträgern und zwei Abtheilungen neuer Reiterei zwischen Szawle undRossienic stand, einzuschließen; aber ebenso klug als unerschrocken, vereitelte dies,,die Absichten der Feinde und entkam ihnen durch einen kühnen Marsch. Um dies,Zeit rückte Gielgud in Lithauen ein. AIS SzymanowSti nach Samogiiien ent-sendet wurde, hatten S. und Herubowicz, ungeachtet der erlittenen Verluste, nochimmer beträchtliche Streitkräste, mit welchen sie das polnische CorpS verstärkten.Sie zogen unter SzymanowSti voran, um Szawle anzugreifen, und S. bnrÄin diesen blutigen Gefechten so große Tapferkeit, daß Gielgud ihn zum Major be-förderte. AIS Gielgud'S Heer bei Kurzanp sich «rennte, trat S. in die Abtheiln»;unter dem General Rvhland und nahm Theil an dem Gefechte bei Powendenle.Er folgte Gielgud'S CorpS aus der Flucht nach Preußen, aber er konnte den Te-danken nicht ertragen, unthätig zu bleiben, während der Kampf in Polen nochfortdauerte, und machte mit einem seiner Verwandten den Versuch, heimlich nachWarschau zu entkommen. Beide wurden in Tilsit verhaftet und mehre Wochengefangen gehalten, bis sie auf Verwendung dcS Generals Rohkand freigelas-sen wurden. Sie reisten darauf durch Deutschland nach Frankreich. S. dien»bei der Belagerung von Antwerpen al« Freiwilliger im Stäbe d<S General»Gcrard. Später ging er mit Dembinski nach Ägypten.
ö^addei (Rosa), die gefeierteste unter den jetzt lebenden Zmprovisatricen Ita-liens, ist in Rom geboren, und erregte schon sehr srüh Aufmerksamkeit und Be-wunderung durch das Talent des JmprovisirenS, und die Weihe der Muse, dieüber sie in den Augenblicken des dichterischen Sprechens kam. Schon als siebzehn-jähriges Mädchen gab sie zu Rom im lösten üella Vallo eine öffentliche Akademie(1818), wo der Schwung der Begeisterung, der das anfangs kränklich und la-dend aussehende Mädchen fortriß, bei Einheimischen wie bei Fremden das lebhaf-teste Staunen erregte. Nach W. Müller, der zu den Zuhörenden gehörte, D'"der Anhauch eines Gottes, sie zu ergreifen, der Schöpferhauch der Poesie sie »ntLcbenSglut zu durchdringen. Gleich anerkennend äußert sich über sie Waibling»,der anS ihren zu Fuligno nachgeschriebenen und zu Spoleto gedruckten „k-temp"-mnei" in seinem „Taschenbuch aus Italien und Griechenland auf das«810" (Berlin), Proben mittheilt, die freilich noch der lebendigen Erschein»"»bedürften, um ganz das Entzücken hervorzubringen, welches die Zuhörerempfanden. Ihre Begeisterung nämlich äußert sich in rccitativartigem Gesang >mher Waiblinger seinem Berichte die Noten beigegeden hat. Zn der Arcaina Y
,-r»
K
IN«
ßüB
t-M
W,
-I!»
htzs»
tt,»
>4«
j»>!
«ii
ab,»
tiiln
!S,b
Nl