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nachher eingetretenen veränderten Gestaltung und Ausbildung des PostwesenS inDeutschland erreichte er durch umfassende Geschäftskunde, durch Erkenntniß undBeachtung der Zeitverhälmiffe den Höhepunkt seiner amtlichen Wirksamkeit dieer besonders auch durch seine einsichtsvolle Verwendung zum Besten des ToxischenPostwesenS bei den Congreßvcrhandlungen in Wien bethätigt hat.
W.
ÄaSaagen (Gustav Friedrich), zu Hamburg am 11. Febr. 1794 geboren,seit Eröffnung des neuen Museums Director der königlichen Gemäldegalerie zuBerlin, ist ein.r der eifrigsten Forscher in der Geschichte der neuem Malerei. AlsFreiwilliger trat er 1813 in das preußische Heer ein, widmete sich indessen nachVollendung der Feldzüge wieder den Studien, die seine Neigung vor,ugsweisc inAnspruch nahmen, und nachdem er in Berlin promovirt hatte, schrieb er zum An-denken seines Aufenthalts in München eine Abhandlung: „Über die in der königlichdänischen Sammlung der Akademie der Wissenschaften befindlichen Mumien undandere ägyptische Alterthümer" (München 1820), worauf die Akademie zu Mün-chen ihn zum correspondüenden Mitgliede ernannte. Während er bei dem preu-ßischen Heere in den Niederlanden stand, hatte er Gelegenheit gehabt, Werke deralten Meister kennen zu lernen, die für die Entwickelung der Malerei in den Nie-derlanden von so unberechenbarem Einflüsse gewesen wakn, und dies veranlaßteihn bei seinem Aufenthalt in München, den Werken der Brüder Hubert undJohann va» Eyk die sorgfältigste Untersuchung zu widmen. AuS ihnen ging seinetreffliche Schrift: „Über Hubert und Johann van Eyk" (BrcSlau 1822), hervor,die durch die Erörterung aller hier vorkommenden Fragen in den Niederlanden selbstweitere Forschungen bewirkt hat. Die Zusammenstellung seiner in der Folge ge-wonnenen Ansichten gab ern'm „Kunstblatt" 1824. Später wandte sich W., vonSteffens empfohlen, nach Berlin, wo er durch Hirt mit der Commission in Ver-bindung kam, welche für die Anordnung und Ausstattung des neuen Museumsniedergesetzt war. MiShelligkeiten aller Art brachen dabei zwischen Hirt und denübrigen Mitgliedern aus, die 1832 zu einer unerfreulichen Fehde Anlaß gegebenhaben, wo W. ziemlich unsanft in der Schrift: „Herr Hofrath Hirt als Forscherüber die Geschichte der neuern Malerei" (Berlin 1832) hervort at. Lieder geden-ken wir W.'S gelehrter Erörterungen über einzelne Punkte der Kunstgeschichte,z B. über Memling, seines trefflichen Aufsatzes über Rubens (in Raumes«„Historischem Taschenbuchs", 4. Jahrgang), denen seine unterdessen nach den ver-schiedensten Gegenden Europas unternommenen Reisen die gewinnvollsten Nach-träge versprechen. (14)
Wach (Wilhelm), Professor an der Akademie der Künste, einer der aus-gezeichnetsten Maler und Mitbegründer der neuern Malerschule zu Berlin, wurdedaselbst um 1799 geboren und genoß in der gebildeten Familie seines Vaters einerausgezeichneten Erstellung. S, in erster Lehrer war der achtbare Maler Kcelschmar,und schon in seiner ersten Periode lieferte er Gemälde, welche gegen die der dama-ligen Akademiker (scherzhaft nannte man die damalige Akademie einen „Kunstmä-ßigkeirsverein") schon als Meisterwerke gelten konnten. Der Krieg unterbrach in-deß 1813 seine Studien, indem W. als Landwehrofsizier den preußischen Fahnenfolgte. Auch hier im Felde ruhte seine Kunst nicht ganz; er portraitirte seine Ka-meraden, waS ihn, so wenig als sein schwächlicher Körper, jedoch nicht ven den
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