Druckschrift 
Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

tz!.v

D!>!:

Die mit » bezeichneten Artikel Kid bereit« in der fiebenien «usl. des Esnv.eder. enthalten, hier aber in Beziehung auf die neuesten Zeitverhältniffe bearbeitet

""^Verweisungen mit Bemerkung des Bandes beziehen sich auf die siebente Auflagede» Sonv -Lex., die übrigen auf die Artikel d>« vorliegenden Werks.

»«li«,

^ st Liih!kf«i>«,j-

I» Mst

^il Mt

1»«^

i,l«»

Saalselb (Jakob Christoph Friedrich), geboren am 20. Aug. 1785 zuHanover, ging nach Vollendung seiner Studien auf der Universität zu Göttingen1808 als Privatdocent nach Heidelberg, kehrte aber 1809 nach Göttingen zurück,wo er 18lt außerordentlicher und 1823 ordentlicher Professor der Philosophiewurde. Bei den im Jan. 1831 in Gelingen au«g-brochenen Unruhen (s. Göt -«ingen im Jahre 1831) begleitete er auf erhaltene Einladung die Deputa-tion, welche nach Hanover gesandt wurde, um der Regierung die wahre Lage derDinge und die Wünsche der Stadt vorzutragen. Die Stadt wählte ihn 1832 zumAbgeordneten in die zweite Kammer, deren Mitglied er bis zum März 1833 war.Während der Verhandlungen über das neueStaatSgrundgesetz trat er als Verfech-ter freisinniger Ansichten gegen die aristokratisch« Partei auf und von ikm gingder Antrag auf das System Einer Kammer aus, der aber im Aug. 1832 von derMehrheit verworfen wurde. (S. Hanover.) S.'s politische Wirksamkeit scheintdie Veranlassung gegeben zu haben, daß er im Mai 1833 seine Professur nieder-legte. Er erhielt seine Entlassung mit dem Fortgenusse seines Gehalts und lebt,seitdem er Göttingen verlassen hat, in Hechingen. Während seiner akademischenWirksamkeit, welche Vorlesungen über Völkerrecht, neueste Geschichte, StaatS-recht und Diplomatie umfaßte, ist er in einigen jener Fächer auch als Schriftstellerthätig gewesen. Auf die von ihm veranstaltete Sammlung:liccnei! iiistneionolies lois constitutionneltos et rößfleinens ßönertmx ti'uriminisrntion zrubliss ei,Lrnnce etc." (2 Bde., Göttingcn 1809), folgte seineGeschichte deS porlugie-' fischen Eoloaialwesens in Ostindien" (Göttingen 1810), als Abtheilung einer vonihm entworfenen allgemeinen Eolonialgeschichte, der später dieGeschichte des hollän-dischen Eolonialwesens in Ostindien" (2 Bde., Göttingen 1812) sich anschloß.Als die Hansestädte ihre Unabhängigkeit bedroht sahen, ward er der Wortführerderselben in seinemLssai sur I'nnpnrtnnc« cowmercinle et zinlitigue rlos trnisviiles lidres et bansestigue» llo Imbec, kremen «t Uombnnrg" (1810). Nach-dem er einHandbuch des westfälischen StaatSrechts" (Göttingen 1812) heraus-gegeben hatte, bearbeitete er das"Staatsrecht von Frankreich" (1. und 2. Bd.,Göttingen 181314). Nach dem Sturze des französischen Reiches, der dieVollendung dieses Werkes unterbrach, erschien seineGeschichte Napoleon Buo-naparte's"(Altenburg und Leipzig 1815), die auch in der zweite» Ausgabe (2 Bde.,181817) den Einfluß der leidenschaftlich bewegten Zeit zu wenig verleugnete,als daß sie, zumal nach den seitdem eröffneten reicher» und geläuteter» Quelle»,jetzt noch befriedigen könnte. Gleichzeitig begann er seineGeschichte der neuestenZeit" (4 Bde., Altenburg und Leipzig 1815 23). Au dem von Mariens an-Tonv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur IV. 1