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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1245
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treten wurde, was von Milton prophezeit, was Washington und Franklin ge-lehrt, Canning aufs Neue verkündigt zu dieser Zeit ging, wol geweckt aber nichterzeugt, auch der alte Geist der Eidgenossenschaft, lang» genug in Ketten geschla-gen und mehr als ein Mal von innen verrathen und von außen erdrückt, frisch undthatkräftig wieder auf." Das Volk in allen Cantonen foderte die durch die Re-stauration verlorenen Rechte wieder zurück; ein Mann wie T. konnte diesen politi-schen Bewegungen nicht fremd bleiben. Zuerst arbeitete er auf die Verwirklichungder repräsentativen Demokratie im Cankon kuzern hin; er ließEin Blatt ausder Geschichte LuzernS", verfaßt von dem ehemaligen Schultheiß Krauer, drucken,in welchem der Umsturz der VolkSregierung von 1814 treu erzählt ist, und foderteseine Mitbürger durch Wort und Schrift zur Reform ihrer Verfassung auf. Vor-züglich ihm und dem prakticirenden Arzte Köpfst in Surfte, der ein neuesSchwcizerland in Amerika gegründet hat, verdankt der Canton Luzem die schnelleund unblutige Verfassungsänderung. Dann nahm T. an den Bewegungen imCanton Aargau lebhaften Antheil und leistete auch hier der Freiheit Dienste.AIS nun im Canton Basel zwischen dem Landvolke und der Stadtbürgerschaftüber die Verfassungsänderung ein harter Kampf sich entspann, wurde T., Weilerals freisinnig bekannt war und in dem Bürgerzwiste nur höchste Unparteilichkeit,Nichteinmischung der Universität und studirenden Jugend in das Parteitreibenwollte, von der Faction, die in der Stadt herrschte, befeindet. Wochen langwurde T- in einem Jnquisitionsproceß, der in absoluten Monarchien nicht sei-nes Gleichen hat, mit Verhöhnung aller Gesetze und Rechte, aller Humanität,herumgezogen und zuletzt, da alle rechtlichen Gründe zur Anklage ermangelten,freigesprochen. Die merkwürdigen Aktenstücke dieses Processes, der das lebendigsteBild von der in Basel in jener Zeit herrschenden blinden Kactionswuth gibt unddie vornehmsten handelnden Personen charakterisiert, sind von T. inBasels Jn-quisitionSproceß während seiner politischen Wehen 1831 auf ein die Volksbewe-gungen der Schweiz leitendes Comite" zusammengestellt. Als T. Basel am Vor-abend des Überfalls von Liestall, auf die bestimmtesten Anzeigen, daß seinLeben durch den Pöbel gefährdet sei, verließ und sich über Rheinfelden und Aaraunach Münster begab, wurde er ohne Weiteres von der baSler Regierung seiner Stelleentsetzt. Seit T. Basel verlassen, lebt er wieder auf seinem Gute, der Aarmatte, beiAarau; trotz der großen erlittenen Verluste, trotz der giftigen Verfolgungen und Krän-kungen hat er doch weder den Glauben an die Menschheit, noch den Muth, für diegute Sache zu kämpfen, verloren. Er steht gegenwärtig an derSpitze der Radikalen,die nach einer größer» Einheit des Bundesstaats und einer Bundesverfassung durcheinen aus dem Volke gewählten allgemein schweizerischen Verfassungsrath streben.In zahlreichen Flugschriften, die alle hier aufzuzählen zu weitläufig wäre, und inebenso zahlreichen Zeitungsartikeln, versucht er fortwährend, häufig unter demNamen Pertinax und Novalis, seine Idee geltend zu machen und das Volküber Dasjenige, was nach seiner Überzeugung noth thut, zu belehren. Erwirbvon seinen Gegnern, zu denen viele seiner ehemaligen Freunde gehören, die zumTheil in den neuen Regierungen den Ruhepunkt ihrer freisinnigen Bestrebungengefunden haben, des Ehrgeizes und der Leidenschaftlichkeit beschuldigt. Die erstereAnklage ist durchaus nichtig; sein ganzer Ehrgeiz besteht darin, zum Wohle seinesVaterlandes zu wirken, und zwar in seinem eigentlichsten Berufe als Lehrer; derBund der Aristokraten und Römlinge vertrieb ihn von Luzern, die Geldaristokra-tie verfolgte ihn in Aarau, der Bürgerkrieg verdrängt- ihn von Basel, die engher-zigen Mäcenaten der züricher Hochschule ließen diesen Eckstein unbeachtet, die rege-nerirte Regierung Luzerns hatte weder Hochsinn noch Achtung für die Wissen-schaft genug, um das an ihrem Mitbürger begangene Unrecht wieder gut zumachen und ihn seiner Heimat, seinem alten Wirkungskreise wiederzugeben. Man