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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1244
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»244 Troxler

hervorging, obgleich die Regierung selbst Kläger und Richter in eigner Sache warAuch Gügler's öffentlichem Schreiben begegnete er mit einerOffenen Antwort alsBeitrag zur Kenntniß der religiösen Mystificirung de» Zeitalters", worin Man-che«, was B-Herzigunz verdient, über die Umtriebe der Geistlichkeit und ihre rück-wärts gerichteten Tendenzen ausgesprochen ist. T. begab sich wieder nach Aarauwo er schon zweimal unter den Verfolgungen seines Heimatscanton« Schutz undfreundliche Aufnahm- gefunden hatte. Sein Wirkungskreis war hier dreifacherArt; er prakticirle al« Arzt, wirkte als Lehrer und Vorsteher des von ihm, ZschokkeHagnauer und Andern gebildeten LchrervereinS, dem viele tüchtige junge Männer'welche in der neuesten Geschichte der Schweiz einen Namen erlangt haben, wieGutzwiller, Diethelm,Helbling u. A. einen Theil ihrer Bildung verdanken, und be-schäftigte sich mit Schriftstellern, vorzüglich mit der Ausarbeitung seines eigen-thümlichen philosophischen System«, dessen Hauptrichtung dahin geht, die Einig-keit der menschlichen Natur und ihrer Entwickelung im Geist und Körper darzu-stellen und da- Gemüth als den Mittelpunkt aller Vermögen und Kräfte nachzu-weisen. Seine zwei wichtigsten Schriften, voll Scharfsinn und Tiefe und Zeugenseine« spekulativen Geiste«, wie seiner Vertrautheit mit der Geschichte der Philoso-phie, sind:Erkenntnißlehre des menschlichen Geiste«" (Aarau 1828) undHand-buch der Logik" (Stuttgart 1829).

Die Volksbildung und die Volksfreihcit hat in der Schweiz keinen eifrigern,keinen uneigennützigem Vorkämpfer und Vertheidiger als T.; wenn einst längstdie Namen Derer vergessen sein werden, die im Egoismus erstarrt und von einerEngherzigkeit befangen, welche nach ihrer Natur alles Große in ihren niedrigenDunstkreis herabzieht, T.'s Bestrebungen verdächtigten und ihn mit ihrem Haffeverfolgten, wird ihn eine dankbare Nachwelt, neben den Edelsten des Landes, alsgeistigen Erreger der Nation verehren. In Aarau kämpfte T. für die Preßfreiheit,gegen das unheilvolle römische Concocdat, für die Verbesserung des Schulwesens.Letzteres verwickelte ihn in Streitigkeiten mit den Lehrern der Cantonsschule, die,seit fie ihren Vorsteher Evers verloren, und wegen ihrer Demagogie verfolgteDeutsche, die mit wenigen Ausnahmen schlechte Schulmänner waren, unter ihreLehrer aufgenommen, sowol in der allgemeinen Achtung gesunkm war, als auchvon ihrer Leistungsfähigkeit verloren hatte. Schon 1829 kämpfte T. für eine Ver-fassungsänderung im Canton Luzem, wo in Folge des berüchtigten Gaunerhan-dels eine Trennung der bisher vereinigten gesetzgebenden, richterlichen und vollzie-henden Gewalten angeregt worden; in seinemSendschreiben an SchultheißRüttimann" dringt er zunächst auf eine bessere Repräsentation des Volkes und ver-focht diese Idee auch in öffentlichen Blättern; aber man begnügte sich noch miteiner halben Maßregel. Im Ansänge des Jahres 1830 erhielt er den Ruf alsProfessor der Philosophie an der Hochschule zu Basel, welchen er annahm undseine Hoffnungen und Wünsche hinsichtlich dieser Anstalt in einer Schrift:DieGesammthochschule der Schweiz und die Universität Basel", aussprach, nachdrm erschon vorher in der Vorrede zum zweiten Theile seinerLogik" Rügen und Wünschefür das höhere Schulwesen der Schweiz hatte laut werden lassen. So wurde T. einemWirkungskreise wiedergegeben, in welchem er seinen eigentlichsten Beruf gefundenund mit neuer Kraft und Begeisterung wurde er der Lehrer und Leiter der Jugend,die ihn, wie einst in Luzem, so jetzt in Basel, verstand und mit Liebe ihm zuge-than war. Aber das schöne Verhältniß war von keiner Dauer.AIS die großeJuliuswoche von PariS um mit T.'s Worten zu sprechen dieser weltge-schichtlich« Stundenschlag, die« Völkersignal nur dem Stumpfsinnigen unerwar-tet hereinbrach, um endlich in Europa ins Leben zu rufen, was einst in der Schweizund in England Volkserhebung gewonnen, was in Nordamerika verwirklicht ist,was in Frankreich glänzend aufging, durch Napoleon und die heilige Allianz zer-

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