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Vierter Band (1834) S bis Z
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1240
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1240 Troxler

mr Vorschläge, erregten einen sehr lebhaften literarischen Kampf über dle PreSb«.terial- und Synodalverfassung, in welchem eS zwar nicht auch an einigen ehren-werthen Gegnern derselben fehlte, wo sich aber doch die gebildet- öffentliche Mei.nung der Geistlichen und Laien entschieden und siegreich, die Autonomie derKirche, aber auch eben deswegen für die Unzulänglichkeit der Vorschläge de« Cul-tusministeriums auSsprach. Unter den Gegnern sind hauptsächlich zu nennen.' Bret-schneider (Votum über eine neuerlich gefod-rtc repräsentative Verfassung der evan-gelischen Kirche", Leipzig 1832); Krehl (Über Presbpterien und Ephoralsyno-deu", Dresden 1832); Rudelbach (Vierzehn These« über die vorgeschlagene E>-richtung von Presbpterien und Synoden !m Königreich Sachsen", Leipzig 1832);JaSpls (Das rege Leben auf dem Gebiete der Religionswissenschaft im prote-stantischen Deutschland, nebst einem Schlußworte über Consistorial-, Syno-dal- und Presbyterialverfassung", Leipzig 1832). Als Vorkämpfer für dieSache der Freiheit der Kirche in Sachsen ist vor allen andern der muthig» und ge-lehrte Großmann auszuzeichnen, der schon bei der erwähnten Petition der Geistli-chen an der Spitze stand, später al« Mitglied der ersten Kammer für die Selbstän-digkeit der Kirche unerschrocken kämpfte, und sich auch In Druckschriften wiederholtmit ebenso viel Kraft als Einsicht darüber ausgesprochen hat (Über eine repräsen-tative Verfassung der Kirche", in demVaterland", 1831, Nr. 1S und 16;Über «ine Reformation der protestantischen Kirchenverfassung im KönigreicheSachsen", Leipzig 1833). Mit ihm vereinigt streiten für freie KirchenverfassungTitlmann (Beitrag zur Ansicht von Presbpterien und Synoden", in demVa-terland", 1832, Nr. 67), ein anonymer sächsischer Rechtsgelehrter (OffenerBrief an die Geistlichen Sachsens", Leipzig 1831); Bräunig (über constilu-tionnelles Leben in der Kirche", 1832); Rühle (Über Presbpterien und Ephoral-spnoden; Beleuchtung der Schrift von Dr. Krehl", Meißen 1832); Girardet(Ein Wort zur Ehrenrettung der Presbpterien rc.", Leipzig 1832) ; Welcher«(Das Bedenken ohne Bedenken; eine Kritik des Krehl'schen Bedenkens ic.",Dresden 1832); Hildebrand (Die Reform des evangelischen Kirchenwesen»im Königreich Sachsen", Zwickau 1832); Kelle (Die Kirchensache als Land-tagssache", Leipzig 1833); Weber (Über die bevorstehende Umgestaltung derKirchenverfassung im Königreich Sachsen", Leipzig 1833); Bauer (Bedenkenüber verschiedene In der evangelischen Landeskirche de« Königreichs Sachsen sich re-gend- Wünsche", Leipzig 1833); Wagner (Gedanken und Nachrichten über diefür nothwendig erkannte Reform der protestantischen Kirche in Sachsen", Leipzig1834) u. A. Noch ist jedoch die Sache nicht zu ihrer letzten Entscheidung gedie-hen. Bei der 1834 geschlossenen LandtagSsitzung konnte die Sache der Kirchen-verfassung noch keine Erledigung finden, und man sieht daher bei dem nächstenLandtage einer den gerechten Erwartungen der protestantischen Kirche Sachsen»entsprechenden Entscheidung dieser wichtigen Angelegenheit entgegen. (21)

* Troxler (Jgnaz Paul Vital), einer der edelsten und autzgezeichnelstenMänner der Schweiz, wurde den 17. Aug. 1780 zu Münster im Conto« Luzemvon wohlhabenden und angesehenen Ältern geboren. Er erhielt seine erste wissen-schaftlich« Bildung auf der Sliftschule seines Geburtsortes, welche, wie alle katho-lischen Klvsterschulen der Schweiz, sich einzig auf einen ärmliche« Unterricht in derlateinischen Sprache beschränkte und dem talentvollen Knaben nur wenig bietenkonnt«. Die Chorherren, in ihre weltlichen Genüsse versunken, bekümmertensich damals, wie heute noch, wenig um ihre Schule, an der zur Zeit der Reforma-tion der ehrwürdige Mpconius gewirkt, und theilten unter sich die zum SchulfondSgehörigen A-Hnten, indem sie die Arbeit gewöhnlich einem unwissenden Kaplanüberließen. Darauf besuchte T. einige Jahre die Gymnasien zu Solothurn undLuzem, beide in dm Händen von Exjesuiten und mehr geschickt bloße Messenleser

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