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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1097
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Griechenland

»jsse des Landes, mehr vereinfacht hätte. Denn allerdings erkennt man leicht,daß der ganze Pl >n der neuen Landesverwaltung in den bairischen KreiScintbeilun-gen »nd Landgerichten, mit ihrem schwerfälligen Formelwesen und ihren endlosenUmschweifen, mit Ideen Dienstinstructionen und ihrer Geschäftsordnung, ein nichtganz paffendes Vorbild gehabt hat; sowie denn auch die Organisation der Mini-sterien von der Eintheilung und Geschäftsführung bis herab auf die Dienstunifor-men der Secretai're und Räthe, >a, bis auf den officiellen Styl des Regierungs-blattes in Baiern wieder zu finden ist. Natürlich war es da leichter, die neue Ad-ministration mit jungen in Baiern gebildeten Männern, welche man da u absicht-lich herbeizog oder auch aus den angekommenen Truppen nahm, in Gang zuklingen, als mit Griechen, denen man Ungeschicklichkeit vorwarf, während dieMangel vielleicht mehr in der fehlerhaften Anlage der ganzen Einrichtung zu suchenwären. Dem sei aber wie ihm wolle, Thatsache ist, daß die neue Ordnung imAllgemeinen die besten Folgen hatte-, es kam wenigstens eini e Regelmäßigkeit inden früher ganz gestaltlosen Geschäftsgang, Ruhe und Sicherheit des Verkehrsward hergestellt, und vorzüglich in der Masse des Volkes nahm das Vertrauen unddie Zufriedenheit um so mehr zu, je bestimmter die in den bereits erlassenen Ver-ordnungen angedeuteten Plane der Regentschaft eine glückliche Zukunft zu verbür-gen schienen. So war z. B. die Einsetzung eines StaatSraths bei Gelegenheit derMinisterialeinrichtung bestimmt ausgesprochen worden; und aus den Verordnun-gen über die Nomarchen ging hervor, daß die Regierung gesonnen sei, eine allge-meine Landwehr einzurichten, die rechtlich n Verhältnisse der Gemeinde» durch ge-setzliche Bestimmungen über GeschlechtSnamcn und Standesregister zu regeln, umauf diese Weise eine brauchbare Landesstatistik zu begründen, ferner für eine zweck-mäßige und umfiffende Sanitäispolftei, die bisher ganz gefehlt hatte, Sorge zutragen, und überhaupt nichts zu versäumen, was zur Belebung der Industrie unddeS Ackerbaues b-»ragen könne. Bei der Ausführung wurde natürlich zuerst dasZunächstliegende bedacht, manches Unwesentliche mit Eifer betrieben, während diewesentlichsten Dinge liegen blieben, in den Hintergrund gedrängt wurden und ganzi» Vergessenheit zu kommen schienen. So mußte namentlich die Gegenwart desKönigs und der Regentschaft für Nauplia und die Umgegend, soweit eine beson-ders niedergesetzte LcrschönerungScommission Ihre Wirksamkeit erstreckte, von höchsterfreulichem Einflüsse sein. Die sonst schnuizige und unfreundliche Stadt brkamsehr bald «in reinliches »nd heiteres Ansehen, und die Lebhaftigkeit des Verkehrs,welche durch den Zusammenfluß von Eingeborenen und F-emden aus all.n Gegen-den bewirkt wurde, gab ihr selbst einen gewissen großauigen Charakter. Der Be-schränktheit der Räumlichkeiten ward durch neue Rauten abgeholfen, die anfangs»eimißren Bequemlichkeiten lind Genüsse des häuslichen Lebens fanden sich nachund nach ein, und selbst Lt xus und Laune suchten bald nicht mehr vergebens, wasein« gebildete europäische Stadt gewähren kann Auch wurde von hier aus bald>ine regelmäßige Verbindung mit den Hauptorten des Königreichs und dem Aus-lande hergestellt. Postboten sollten wöchentlich zwei Mal die Briefe nach allen be-deutender» Städten befördern, und ein Postschiff den regelmäßigen Verkehr zwi-schen Svra und N mplia unterh cklen. Für die fortdauernde Verbindung mitdem westlichen Europa faßte man natürlich Trieft als Hauptpunkt ins Auge,Und so wurde -»nächst das Dampfschiff Hermes zum regelmäßigen Dienste zwi-schen Trieft und Nauvlia bestimmt. Übrigens kon Ue auch das Oamvfschiff derLegierung z„ Korsu, welches regelmässig zwischen Anccna und Patiä fährt, zurVerbindung mit Italien benutzt werden. Kleine Unregelmäßigkeiten waren dabei"der um so weniger zu vermeiden, da die Regierung namentlich den Hermes, inErmangelung anderer Schiff-, auch noch sonst verwenden -nutzte Geschah alsoNauplia verhältnißmäßig viel, so wurde dagegen für andere Städke wenig oder