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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1086
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1088 Griechenland

»es Anhanges; der Andere war durch die'.Überlegenheit seiner Kenntnisse in Be-zug auf den Zustand und die Bedürfnisse des Landes von seiner llneatbehrlichkeitum so sicherer überzeugt, je allgemeiner und offener die Mangel der Regentschaftin dieser Beziehung anerkannt waren; und alle glaubten, daß jetzt die Zeit gekom-men set, wo die Bedürfniss- des griechischen Volkes zu allgemeiner Zufriedenheiterledigt werden würden. Diese Stimmung des Volkes war der Regentschaft al-lerdings insofern günstig, als sie ihr im Allgemeinen eine willkommene Aufnahmesicherte, während auf der andern Seile ihr erstes Auftreten durch die Menge klein-licher Ansprüche, die leidenschaftliche Art, womit man diese von einigen Sei-ten geltend machen zu wollen schien, und überhaupt die Nichtigkeit aller Ver-hältnisse ungcmein erschwert wurde. Wir haben bereits darauf aufmerksam ge-macht, daß die Regenschast, an sich schon durch den Schutz der drei vermittelndenMächte gesichert, über äußere Mittel gebieten konnte, wie sie keiner der früher»Regierungen zu Gebote gestanden hatten. Gestützt auf das Ansehen des königli-chen Namens, die Garantie der Anleihe von 60 Millionen Francs und die Machteines hinreichenden Truppencorp«, konnte sie sogleich bei ihrem Erscheinen eineEnergie entwickeln, welche dem besseren Theile des Volkes nur Vertrauen, denGegnern der neuen Ordnung Achtung und selbst Furcht einflößen mußte. Eswäre ihr vielleicht gelungen, diese letzteren gleich anfangs gänzlich zu entwaffnen,wenn sie neben jener Energie genug Umsicht besessen hätte, um das innere Getreideder bisherigen Parteiung ganz zu durchschauen, und bei ihren ersten Anordnungengewisse MiSgriffe zu vermeiden, welche, obgleich an sich natürlich und verzeihlich,dennoch von der Böswilligkeit der Anhänger des alten Systems als ebenso vieleBlößen betrachtet und benutzt wurden. Die Entschiedenheit, womit die neue Re-gierung ihre Wirksamkeit begann und gleichsam die Grundsätze ihres Handelnsfür die Zukunft offenbarte, war allerdings geeignet, den Enthusiasmus zu recht-fertigen, womit sie von dem ihr völlig fremden Volke empfangen wurde. Allein»S war keine leichte Aufgabe, eben so vorsichtig als entschieden zu sein, und nichtszu übereilen, so lange man noch nicht genug mit den Verhältnissen und Persön-lichkeiten vertraut war, durch welche die Organisation der griechische» Monarchiebedingt wurde.

Die ersten Schritte der Regentschaft, wovon wir bereits kurze Rechensckastgaben, scheinen zu beweisen, daß sie in dieser Beziehung ihre Stellung wol richtigzu würdigen wußte. Es kam vor Allem darauf an, die aufgeregten Gemüther zuberuhigen, die öffentliche Ruhe und Ordnung herzustellen, und der RegierungAnerkennung und Achtung zu verschaffen. Die bei ihrer Landung erlassenen, Ver-trauen und Mäßigung aussprechenden Proklamationen an das Volk der Hellem»,sowie die kurz darauf bekannt gemachten Decrcte über eine allgemeine Amnestiefür politische Vergehen, über die Ermittelung und baldige Erledigung gegründeterAnsprüche, ferner die gesetzliche Beschränkung des Gebrauchs der Schießgewehre,und die Ermahnungen zu Ruhe und Frieden, entsprachen ihrem Zwecke nicht we-niger, als die mit großer Schnelligkeit und Energie ausgeführte militairische Be-setzung des Landes durch das bairische HülsscorpS. Nirgend zeigte sich bedeuten-der oder dauernder Widerstand; und um diesen auch da, wo er vielleicht am mei-sten zu befürchten war und sich am leichtesten hätte ccncentriren können, nämlichin drn noch von Türken besetzten Gebietstheilen, für alle Zukunft zu vereiteln, er-ließ die Regentschaft schon am 21. Febr. ein förmliches Patent über die eventuelleBesitzergreifung von Atlika, Euböa, dem District von Zcituni und allen zwischenden Golfen von Arta und Volo gelegenen Landschaften, welche, zufolge des am21. Just 1832 zu Konstantinopel abgeschlossenen und durch das Protokoll derEonferenz zu London vom 30. Aug. bestätigten Vertrags, dem neugriechische«Staate einverleibt werden und eigentlich bis zum 1. Der. 1832 vollständig ge-

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