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Goblet 1083
«sehen Laufbahn zugewendet hatte, und brachte 1826 sein auf tieferen historischenStudien gegründetes Drama „Die Malteser" auf die Bühne. Später betrat erein neues Gebiet, indem er, nach fleißigen geschichtlichen Vorarbeiten, zuerst ineinigen Zeitschriften Erzählungen lieferte, die unter dem Titel „Historische Gemäldeund Novellen" (2 Bde., Leipzig 1831 — 32) gesammelt wurden. Schon 1830zum großherzoglich hessischen Hofrath ernannt, ward er 1832 Censor für die nichtin die Facultätswiffenschast einschlagenden Schriften.
Goblet (Albert), geboren zu Tumay am 26. Mai 1790, verließ Belgienin seinem 12. Jahre, um in das Militair Pcitaneum von St.-Cyr einzutreten.Dort beschäftigte er sich eifrig bis 1807 mit den Kriegswissenschaften und erhieltden Preis für Mathematik, der ihm vom Minister des Innern öffentlich über-reicht wurde. Aufgemuntert durch diese erste Anerkennung, trat er in die polytech-nische Schule ein und verließ dieses Institut 1811 als Jngenieurofflzier. Kurzdarauf machte er die Feldzüge in Spanien mit, und theilte alte Gefahren der Be-satzung, bei der von den Engländem und Portugiesen unternommenen BelagerungvonSanSebaffian 1813 Als der einzige noch übrig gebliebeneJngenieurofflzier hatteer sich ganz besonders in der letzten Zeit der Vertheidigung ausgezeichnet, und wurdenach der Capitulation der Festung auserkoren, den Bericht über die Belagerungnach Frankreich zu bringen, während der Überrest der Besatzung als Kriegsgefan-gene nach England eingeschifft wurde. So traurig auch die Nachricht war, die erzu überbringen hatte, um so ruhmvoller trat seine Tapferkeit und letzte AnstrengunganS Licht, und der Kaiser ernannte ihn zum Hauptmann und zum Ritter der Eh-renlegion. Er kam 1815 nach Belgien zurück, nahm Dienste in seinem Va-terlande, und focht kükm und unerschrocken bei Quatre-bras und Waterloo. Alsman kurz darauf den Entschluß gefaßt hatte, in Belgien Festungen als Schuh-mauer gegen Frankreich zu erbauen, erhielt G., seiner ausgezeichneten Kenntnisse»eg-n, obgleich der Jüngste im Jngenicurcorps, den Auftrag, den Plan für dieFestung Nieuport zu entwerfen; ein Auftrag. der sonst nur Offizieren hohemRang« anvertraut wird. Er widmete diesem Baue siebenjährige Anstrengungen.Die militairischen Einrichtungen in Rußland zu studiren, begleitete er darauf1824 — 25 den Prinzen von Oranien nach Petersburg und wurde vom KaiserAlexander zum Ritter des St.-Annenordens zweiter Classe ernannt. Als Aner-kennung großer Zufriedenheit für die Anlegung der Festung Nieuport wurdeG. bei seiner Rückkehr mit der theilweisen Abänderung der Festung Menin beauf-tragt, wo ihn die Revolution noch vorfand. Er schloß sich an den allgemei-nen Aufstand an, und wurde am 15. Nov. 1830 Oberst und Generaldirektor desIngenieurcorps und noch am 30. desselben Monats Gensralkriegscommissair.Seine frühem Verdienste, verbunden mit außerordentlichem Eifer und der selten-sten Thätigkeit, durch die er die Vaterlandssache zu unterstützen suchte, erhobenihn zu neuen Ehren und am 31. Jan. 1831 winde er zum Brigadegeneral er-nannt. Als unter Surlet de Chokier das erste Ministerium gebildet wurde, trat« als Kriegsminister ein, und verwaltete dieses Amt bis zum 26. März 1831.Im Aug. desselben Jahres wählte ihn seine Geburtsstadt zum Repräsentanten undam 26. desselben Monats ernannte ihn der König Leopold zum Generalinspectorh« Festungswerke und des Ingenieurcorps. Bald nachher erhielt er den Auftragals Bevollmächtigter nach London zu gehen, um über das Schleifen einiger Festun-gen in Belgien zu unterhandeln, und unterzeichnete am 14. Dec. 1831 zu Londonmit den Bevollmächtigten Östreichs, Großbritanniens, Preußens und Rußlandseinen Traktat, kraft dessen die Festungen Menin, Ath, Mons, Philippevilleund Mariemburg geschleift werden sollen. Im S«pt 1831 ernannte ihn KönigLeopold zu seinem Adjutanten. Er stimmte für die Annahme der 24 Artikel vomNov. 1831 und entwickelte feine Gründe im geheimen Comite am 21.