Zoologie I0L1
Müsse gab, Gruilhuisen („Horn Actn snc. Ocopolciinae", Bd. 14) gab Auf-klärungen über die Cirkulation in Hais tlisplinnn und deren innern Bau, Trevl-ranus lieferte („Zeitschrift für organische Physik", Bd. 3) eine Anatomie derApIirc»llt-> scuient», und endlich ist, als eine ausgezeichnete Arbeit, Mocrcn's„Monographie des Regenwurms" (Brüssel 1829, 4.) zu nennen. Theils überEingeweidewürmer, theils über Infusorien hat Bär („scta soc. I.copnltlin»«",Bd. 13) ausgezeichnete Beobachtungen geliefert, und eine sehr brauchbare Zusam-menstellung bildlicher Darstellung ihres innern Baues gab Schmalz („Hula«ouatomiuni Lntoronrum illustrnntes", Dresden 1831). Die Infusorien sind aberin der neuern und neuesten Zeit von Ehrenberg („Organisation der InfusionS-thierchen", 2 Bde., Berlin 1832) in einer Weise untersucht worden, deren Re-sultat keinen Zweifel mehr darüber läßt, daß sie bei weitem mehr und vollständigerausgebildet sind, als man bis jetzt glaubte, daß daher die Classe, welche man nurfür ste im Thierrcich aufgestellt hatte, aufgelöst ist und in mehre wenigstens zerfälltwerden müsse, wenn man nicht etwa bei näherer Prüfung sich veranlaßt sehendürste, ste mit andern bis jetzt von ihnen entfernten Thieren zu verbinden, worüberdemnächst die Untersuchungen Audouin'S und Edwards' Auskunft geben werden.Diese nicht unansehnliche Menge anatomischer und physiologischer Beobachtungensind nun auch in mehren Werken vereinigt worden, welchen man überall Elasticitätnicht absprechen kann, cS sind dies Mcckel's „Vergleichende Anatomie", CaruS'„ErlnurerungStafeln zur vergleichenden Anatomie" und Treviranus' geistreiche Zu-sammenstellung: „Die Erscheinungen und Gesetze deS organischen Lebens", wennauch letztere nicht blos auf die Zoologie allein sich bezieht, sondern die Botanikmit begreift.
Die Mäste der im Gebiete der Zoologie gemachten, von uns summarisch aus-geführten Entdeckungen ist mehr oder weniger verschiedentlich zusammengefaßt undals ein Ganzes behandelt worden. Wir haben daher die Werke aufzuzählen, worindies versucht worden ist, und beginnen zuerst mit solchen, welche einzelne Ent-deckungen, eigne sowol als fremde, gesammelt und ohne systematische Ordnungmitgetheilt haben. Hierher gehören Lesson's „Oeuturie rnolugigue" (Paris1829) und dessen „Illustrutions äe rnniogie" tParis 1831), auch müssen wirwol der neuen Ausgabe von Seba'S „Tkesnurn," gedenken, indem die ausgezeich-netsten Naturforscher sich vereinigten, dieses reiche, immer noch brauchbare Werk,mit einem der meist guten Abbildungen würdigen Texte auszustatten, sodaß eS indieser Hinsicht der gegenwärtigen Zeit angehört. Der Engländer Wiison lieferteebenfalls „lllnstrniiuns nf/.«»lajg)-" (London 1831, Fol.); Swainson, der schonfrüher ein schönes Werk eigenhändig lithographirt hatte, setzte seine Arbeit als„biev vonlngicni illustrations" (London 1829) fort, Gray gab „8piciieginrvologicu" (London 1828, 4.)heraus. Endlich ist auch das „/.volnj-icnlllournitl"(London seit 1824) hierher zu rechnen, sowie, der Zoologie nicht ausschließend ge-widmeter Zeitschriften, der bereits oben erwähnten Geiellschaflsschriften nicht zugedenken — die „Annales >ies Sciences naturelles" und die „Isis" von Oken,welche besonders auch um deswillen wichtig ist, weil sie die Ergebnisse der Versamm-lungen der deutschen Naturforscher und Ärzte mittheilt. Von andern, nicht syste-matischen allgemein sammelnden Werken haben wir nur noch zu erwähnen das inParis erschienene „I)icln>, inaire <ies Sciences naturelles", welches in 60 Bändenviele wichtige zoologische Arbeiten z. B. von Leach und DeSmarest über die Erusta-ceen, von Blainvilie über Mollusken und Würmer, von Lamouroux über Poly-pen u. s. w. umfaßt und das zu Paris hcrausgekvmmene „victmnnsire cl-issigue»l'bntvire naturelle" in 17 Bänden. Von dem letztem erscheint in Weimar einedeutsche Bearbeitung unter dem Titel: „Wörterbuch der Naturgeschichte". Die„Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste" von Ersch und Gruber