1082 Zoologie
liefert in den zoologischen Artikeln immer das bis zur jedesmaligen Bearbeitung der-selben Entdeckte und Vorhandene, wahrend die nun auch beendigte „kluc^clope-ckie motkvckiiguo" jeden einzelnen Zweig für sich alphabetisch behandelt. Von die-sem letztem Werke gehören indessen nur wenige die zoologische Abtheilung betreffendeBände der neuesten Zeit an. Wir lassen nun die einzelnen systematischen Werkesowol über die gesummte Zoologie als über einzelne Thicrclassen folgen. An derSpitze steht Cuvier's classisches Werk: „s.e rogno animsck" (2. Aufl., PariS1829). Es ist dem Inhalte nach das reichste und enthält sogar wenigstens dasNamenSverzeichniß einer Menge Arten. Ihm schließt sich als bildlicher Commen-tar, zur Erläuterung der Gattungen in analog vortrefflicher Ausführung anGuerins „Icimnxruphie >Iu regn« niümrck" (PariS, bis jetzt 27 Lieferungen),sowie Achiile Eomte „ l.o regne ommul ein baren (luvier ckesposä en tubleaux"(PariS 1832, Fol.), von welchem letztern Werke auch eine deutsche Ausgabe inWeimar erscheint. Cuvier's Werk selbst ward von Voigt ins Deutsche übersetzt(Leipzig 1839 fz.), und besonders durch Charakteristik der Arten und Hinzufügungneuer erweitert. Der Engländer Grifsith hatte eine ähnliche, aber viel mehr erwei-terte, umfangreiche, aber wegen reichen Inhalts und zugefügten Kupfern sehrschätzenswerthe Bearbeitung („ lstie ruümsl Iringckom") der ersten Ausgabe begonnen,welche noch immer fortgesetzt wird. Als Lehrbücher der Zoologie nennen wir die vonWilbrand (Gießen 1829), Perleb (Freiburg 1881) und van derHoeben („kb»x>-b«>ch <Ier Dierlruncke", Rotterdam >886) gelieferten Werke. Zur Verbreitungzoologischer Kenntnisse im größer» Publikum haben aber besonders die in neuererZeit aufgekommenen kleinen ,Manuel," der Franzosen beigetragen, und die eng-lische Gesellschaft zur Verbreitung nützlicher Kenntnisse befördert durch die kleinenWerke, welche sie auf ihre Kosten herausgibt, auch das Studium' der Zoologie.Der einzelnen Theile dieser Sammlungen wollen wir nach den betreffenden Classengedenken. Die Säugethiere behandelten Meyroux und Lesson, Letzterer und Dra-piez die Vögel, de Grandsagne die Fische, Rang die Mollusken, Audouin undEdwards die Erustaceen,Arachniden und Anneliden. Von den englischen ähnlichenWerken zeichnen wir Rennie's „Lrcbitec'ur«- ns bleck," (London >881, deutschLeipzig 1882) aus. Was die streng wissenschaftlichen Werke anlangt, so sind de-ren auch nicht wenige geliefert worden. Über die Säugethiere erschien Fischer'ssehr vollständige „8zno>>sis mammallum". Lesson lieferte eine Naturgeschichte derseit 1788 entdeckten Säugethiere und Vögel (Paris 1829), Friedrich Cuvier undGeoffroy setzten das durch die nach lebenden Thieren gemachten Abbildungen aus-gezeichnete Werk über die Säugethiere („ttlstniro naturelle lies mainnü'ere»")nicht allein fort, sondern veranstalteten auch eine wohlfeile Ausgabe in systematischerReihenfolge. Das schon früher nach Verdienst anerkannte „Oriütln.lngicalDictlnnarx" von Montag!!, gewann bedeutend in der zweiten von Rennie be-sorgten Ausgabe (London 1881). Wagler's „8),t<-ma »rüun", obgleich nichteigentlich System, doch-sehr viel versprechend, wird nach des Verfassers Tode nunwol unvollendet bleiben. Lesson lieferte in seinem „Drsite ck'Oriütbolngio"eine freilich sehr unkritische Aufzählung der Vögel. Die herrlichen Vögelabbildun-gsn in Temminck's und Laugiec's „Bauches oolnries" werden nun bald ein ab-oeschlosseneS Werk bilden, indem die festgesetzte Zahl der Hefte fast erreicht ist.Brebm und Thienemann liefern ein Werk über die Eier der Vögel, welches über-haupt die ganze Fortpflanzungsweisc begreift und dieselbe mit der Clafsifiration inVerbindung bringt. Als eines Meisterstückes hinsichtlich der Abbildungen müssenwir der Monographie Lcsson's über die ColidriS („lilstnlre naturelle ckes oiseauxm»ucbe°>") gedenken, indem dieselben auch eine neue Art der Farbengebung, mehrnach den Grundsätzen der Malerkunst, begründen. Was die Reptilien betrifft,so gedachten wir bereits der Gravenhorst'schen „veliciue", welche indessen auch hier