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neu. Vor allen müssen wir an einzelne vortreffliche Abhandlungen von Goldfußund Bojanus in den Leopoldinischen Verhandlungen erinnern, und bemerken, daßder Erstere die bisher noch immer räthselhaftcn Trilodiken hinsichtlich ihrer Stelleim Systeme ganz aufklärte, welche Versteinerungen übrigens an Eichwald unoDalmann vortreffliche Monograpkcn fanden. Des ausgezeichneten Werkes vonGoltfuß über die Pekrefactcn hatten wir Gelegenheit schon oben zu erwähnen.Ebenso wenig dürfen wir die neue Ausgabe des Werkes von Schlothe > m (s. d.)ühcrsehen. Mit den fossilen Knochen eines merkwürdigen Distrikts Frankreichs(„o-scmens lussilcs <!u clePart. >iu stu/ <Ie Dome") beschäftigten sich Ervizet undFoberl; Euvier aber zeigte nach den luden Lavalagern von Jsle de france gefun-denen Knochen des räihselhasten, fast fabelhaften, unter dem Namen Dronteoder Didu bekannten Vogels, daß derselbe erst in den neuern Jahrhunderten ausder Reihe der lebenden Wesen verschwunden sei Eatello, dem wir manche Auf-klärung über die Fossilien Italiens verdanken, sammelte seine bis dahin zerstreutenAbhandlungen und gab sie mit Vermehrungen heraus („^aAgin <ii Aoolugia fos-sile", Padua 1827, Aol). Das bcdeutendste wegen der vollständigen kritischenAufzählung allts bisher Entdeckten jedem Zoologen unentbehrliche Werk ist Meier's„kniaeoloFien" (Frankfurt am Main 1832).
Da die Zoologie in der neuern Zeit immer mehr auf Anatomie und Physio-logie sich stützt, so dürfen wir auch die wichtigern Entdeckungen, welche in den letz-tem Jahren in diesen Fächern gemacht worden sind, nicht übergehen. Namentlichist es aber die Naturphilosophie und die ihr durch Oken gegebene Richtung in Be-ziehung auf Deutung der Organe, welche zu den wichtigsten Aufklärungen Veran-lassung gegeben hat Sie hat nicht blos in unserm Vaterlande, (pudern auch imAuslande Anerkennung gefunden, wenn auch die Ansichten nicht immerchiesclbenwaren. Vor Allem müssen wir des von zwei Koryphäen der Wissenschaft, Geos-froy St.-Hilaire und Euvier, scharfsinnig geführten Streites über Analogien, be-sonders auch um deswillen gedenken, weil dieser Streit so schön von Göthe (^Jahr-bücher für wissenschaftliche Kritik", 1831) erläutert und beleuchtet worden ist.Jemehr Geoffroy St. Hilairr sich Naturphilosophischen Ansichten und Deutun-gen geneigt zeigte, um so mehr und beharrlicher verwarf sie Euvier (s. Gcofsroy's„LriucPos eis zibiiosopiiie rnokoAigue", Paris 1830). Jene Ansichten ge-wannen dagegen in Deutschland immer mehr Ausbildung und ^Festigkeit. Be-sonders sind hier die Arbeiten von Bär („Entwickelungsgeschichte der Thiere",1828, 4.) als allgemein zu nennen. Über specielle anatomische und physiologi-sche Gegenstände führen wir als ein Meisterwerk an: Carus, „Von den Ur-Theilen des Knochen- und Schalengerüstes" (Leipzig 1824, Fol.). Rathke lieferteschöne „Untersuchungen über die Bildungs- und Entwickelungsgeschichte der Men-schen und Thiere" (Leipzig 1832, 4.), besonders über die Geschlechtswerkzeuge,sowie „Über den Kiemenapparat und das Zungenbein der Wirbelthiere" (Riga1832, 4.). Interessante Beobachtungen stellte Eicon de Buzareigues über dieHausthiere, in Bezug auf den Einfluß der männlichen und weiblichen Thiere, nachihrem Alter u s. w. auf d e Zeugung (in „Anuulcs <>es Sciences naturelles") an,auch ward cS in England versucht, Seefische an den Aufenthalt in süßem Wasserzu gewöhnen. Was die Säugethiere insbesondere betrifft, so theilte Berthold(„Isis", 1830) merkwürdige Beobachtungen über die Veränderungen des Fisch-otterschädels mit; Nengger vertheidigte das oft bestrittene Leuchten der Augen imDunkeln, beionoers ward aber die noch immer räthselhafte Wanderung der Em-bryonen der Beutelrhiere in den Beulel der Gegenstand vielfacher Beobachtungen;Geoffroy Sc.-Hilaire entdeckte bei den weiblichen Bcutclthicren eigne Kanäle, denenähnlich, welche bei den Vögeln unter den Namen der bursn iidabricii bekannt sind,und Eoise, der eine Geburt beobachten konnte, gibt an, daß die Beutelrhiei-
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