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Zoologie
diesem Lande mitzutheilen in seinen gehaltvollen „Beiträgen zur NattirgeschicbteBrasiliens" (bis jetzt vier Bände, Reptilien, Säugethiere ond Vogel umfassend,Weimar 1833) und in den „Abbildungen zur Naturgeschichte Brasiliens". Diegroße brasilische Fauna von Spix und Martins, von welcher früher die Säuge-chiere, Vogel, Reptilien, Muscheln erschienen, geht ihrer Vollendung entgegen,indem die Fische von Agassi, („?,sces LruiUiae", München 1829, Fol.) bearbeitetwurden, Perty aber nun auch angefangen hat die Gliederthiere (, ünimuiis arti-cuiut» örusilieu!", München 1830, Fol.) herauszugeben. Was das übrige süd-liche Amerika betrifft, so haben wir der Reisen Pöppig's schon oben gedacht, sowieRcngger'r, von welchem hier nur dessen Arbeit über die geograghische Vertheilungder Säugethiere in Südamerika, im Anhange zur Naturgeschichte der Säugethierevon Paraguay, zu erwähnen ist. Dagegen sind die Nordamerikaner theils selbstthätig in Bearbeitung ihrcr Fauna, theils sind es Auswärtige, welche sich mit der-selben beschäftigten. Zu den letztem gehören Richardsvn, Swainson und Kirbp,welche vereinigt die Ergebnisse der Reisen Franklin's als „kaun» l-oreuli umeri-caria" (London 1829) bearbeiten. Der Erstere harte schon früher allein eine FaunaAmerikas begonnen, von welcher indessen nur die Säugethiere erschienen. Für dieNaturgeschichte der nordamerikanischen Vogel hat Karl iturian Bonaparte dasMeiste gethan, indem er in die Fußtapfcn Wilson'S tretend, dessen Ornithologienicht nur fortsetzte, sondern auch ein vollständigeres Verzeichnis der Vogel diesesLandes lieferte. Die Originalausgabe ward durch einen von Jameson besorgtenAbdruck (Edinburg 183 >) zugänglicher gemacht. Dieses Werk betrifft jedoch mehrdie systematische Beschreibung, dagegen lieferte Audubon („Ornicholagical biu-gropb;.", London 1831) eine so vortreffliche Schilderung der Lebensweise, Sit-ten ic. dck nordamerikanischen Vogel, daß man wünschen muß, es fänden sich mehreund recht viele solche Biographen der Thicrwelt. Eine Aufzählung der nordame-rikanischcn Reptilien lieferte Harlan im sechsten Bande dcS „luuruul us tke Acer-liemz- c>s nsturul -cience os l'liilruloipki,-". Say hat angefangen, ein schönesWerk über die amerikanischen Conchylien („Amciicun Omckologs", New-Har-mvny 1830) herauszugeben und Conrad („^morio-m mariuo<7n,>ci>»i,.g>g", Phi-ladelphia 1831) hak nur die Seeconchylien zum Gegenstände seiner Forschungengemacht. Was die übrigen Welttheile betrifft, so habe» ww hinsichtlich Afrikaszuerst zu bemerken, daß das große französische Werk über Ägopten („Ile-criptroitso i'Kg^pte"), in Beziehung auf Zoologie, in den letzten Jahren endlich vollendetwurde, sodaß zu den längst vorhandenen Tafeln auch der Text erschienen ist, Rüp-yeil und Ehrenberg haben hier vorzüglich reiche Ausbeute gewonnen. Über Asten,namentlich Ostindien, haben wir noch Vieles zu erwarten, indem von den Beob-achtungen Kuhl's, Boie'S, Siebold'S noch wenig bekannt geworden ist. DieFische CeylonS hat Bennct („ki-bo- »f Oezlnn", London 1830) zu beschreibenangefangen, die Insekten Javas unternahm van der Linden („lusoctv- 6« luvn",^rüstet 1829, 4.) zu beschreiben, doch ist davon nur der erste Theil, der sich ledig-lich mit den Cicindelen beschäftigt, erschienen. AIS das ganze AuSland umfassendhaben wir noch Wiedemann'S „Außereuropäische Zweiflügler" (Hamm 1830)anzuführen.
In einer Geschichte der Fortschritte der Zoologie in den letzter» Jahren mußnothwendig auch der Thiere der Vorzeit Erwähnung geschehen, wiewol das Stu-dium derselben schon so weit gediehen ist, daß es ein eignes Gebiet für sich bildet,^s nnt der Geognostc und Geologie ausS engste verbunden ist; auf der andern"eile aber auch genaue Kenntniß der lebenden Thiere erheischt. Der Zoolog aber"uß die Bekanntschaft mit diesen Überresten machen, da sie ihm dazu dienen, dirrucken, welche sich in einer systematischen Aufzählung der gegenwärtigen Thierwcltotfinden, zu ergänzen, AuS beiden Gründen haben wir nur Folgendes zu mväha"'av,-bex, der neuesten Zeit und Litergtur. IV. 07