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Zeller (Karl August)
ten Lehrmittel und deren Vertheilung an die Cantonsgeistlichen. beschlossen. Baldtrat eine zweite und eine dritte Abtheilung ein, welche die Leiche des Stifters zu ih-rer Ruhestätte geleitete, Zum Lirerror des RormalinstilutS ernannt, unterrichteteZ. 180? einen katholischen Geistlichen, den die Regierung von Luzern schickte.Ihm folgten drei Chorherren aus Kreuzungen, die von Wessenderg geschickt, ausden Lchcerunterrichr im Canron Lyurgau fortwirkten. Mittlerweile waren die Be-richte der Geistlichen über den Erfolg der drei erste» Cursc eingegangen und Z. da-durch veranlaßt, eine Schrift in- Briefen an die Kürstin Pauline herauszugeben,die seine spatem Schicksale entschieden hat. Drei Lehrgänge folgten nun, deren Ei-ner in Gegenwart der Tagsatzung geprüft wurde und so die Aufmerksamkeit derEidgenossenschaft auf diese Sache hinlenkte. Den Winter 180s brachte Z. beiPcstalozzi zu, lehrend und lernend, glücklich immitten einer glücklichen Gemuthr-und Kinderwelt. Die Rückreise führte ihn über Hofwpl, wo ein junger Bernerihm Ü0 KarolinS mit der Bitte zustellte, er mochte noch eine Schulmeisicrschuleunternehmen für seine LandSleule. Von dem Kirch-nrathe, der 80 KarolinS zu-legte, eingeladen, kamen 42 Lehrer und blieben k> Woche». Auch ein psepdonpnierLt.tnzose, dessen Bericht im „Nornteur" mir 1.« «leueral *** unterzeichnetist, machte diesen CursuS mit. Von der berner Regierung durch öffentliche Aner-kennung feiner Bemühungen gegen MiSkenner geschützt und kurz zuvor nach So-lingen berufen, hoffte Z. sein Leben alS Schweizecbucger zu beschließen, alS dieReise deS Königs von Würtemberg nach Hofwpl seinem Lesen eine andere Rich-tung gab. Der König hatte seinem Unterrichte fünf Stunden lang beigewohntund, ergriffen voNDem, was er sah und horte, erklärt, daß er >ene Anstellungnicht genehmigen könne. Zn der That erfolgte auch bald nachher der Ruf zurS chulinspeciion nach Heilbronn, und zwei Monate spater ein Ruf deS preußischenSraatSminifkerS von Schrötter, dem der Äriegsracy Lcheffnec jene Briefe an dieLurstin Pauline mitgetheilt hatte, nach Königsberg. Roch unbeschäftigt ,n Heil-oronn, bat Z. ihn annehmen zu dürfen. Eine Auffoderung aber an die Schulleh-rlc deS Landes, sich dahin zu begeben und an ihn selbst, als Schulmeister einereignen Volksschule zu zeigen, was er wisse und könne, war bie-.Antworr. ES ka-men auch 42 Lehrer nebst einigen Geistlichen und verweilten auf eigne Kosten sechsWochen lang. Dieselbe frohe Thätigkeit, dieselbe Gemüthlichkeit, dersetoe Erfolg,wie in der Schweiz. Zm April 1800 folgte ein zweiter Ruf. Z. sollte alS Rathin der ostpreußischen Regierung das konigsbecger Waisenhaus als Musterecziehau-stalt einrichten, worin gewählte Geistuche und Lehrer in Lehrgängen unterrichtetwürden, er aber sollte nach und nach in allen Provinzen mit der Einrichtung solcherAnstalten fortfahren. Unter der Bedingung, noch «inen Lehrgang mit Geistlichenaller drei Confessionen zu halten, erhielt er enolich die königlich! Erlaubniß. Es kamen02 ausgezeichnete Geistliche und sechs Lehrer und blieben vier Wochen. Eine Com-mission oeS evangelischen OberconsistoriumS und des katholischen geistlichen RatheSpruste den Erfolg und nun erst reisteZ., von eine,» pestalozzischen Zöglinge begleitet,der Ostsee zu. ^ ,
Das neueingerichtete Waisenhaus zu Königsberg gewann in Kurzem sogroße Theilnahme, daß eine ansehnliche Versammlung von Lfsicieren, durch jenenBericht im „Äouireur" veranlaßt. Vortrage über Z.« Zwicke und Einrichtungenwünschte. Mehren ebenso edeln als geistreichen Männern, die mir Scharnhorsta» oer Wiedergeburt deS preußischen Kriegsruhms arbeiteten, wurde dadurch derZusammenhang einer guten Voltsschulzucht mit der MilitairdiSciplin anschaulich.Am 7. Ort. »ahmen der Kdnig, die Konigin, das königliche Ministerium n. dasHaus in Augenschein. Die eigenhändigen Schreiben des Königs und seiner Ge-mahlin und die Ertheilung des OderschulrathScharakter» bekundeten ihre Zufrie-denheit. 2m Mai 1810 war die Anstalt so weit vorgerückt, daß der erst« Lehr-
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