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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1036
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Zeller (Christian Heinrich)

und derKerne ties eienx monckes" mittheilten. In der deutschen Kritik ist deräußere Zustand im letzten Jahrzehend wenig verändert worden. Aus dem Kreiseder Lileraturzeitung.en schied 1831 die leipziger, und die hallestiicAllgemeine Li-teraturzeitung" begann 1834, im Vorjahre ihr,r 50jährigen Jubelfeier, literar-historische Übersichten einzelner wissenschaftlichen Fächer, um auf diese Weise dieAnsprüche zu befriedigen, die an eine allgemeine Literaturzeitung gemachtwerden können. Die VierteljahrschriftHermes", so viele gediegene Gaben siebrachte, hat ihr Dasein nur bis 1831 gefristet, und selbst die durch manche treff-liche Mittheilungen ausgezeichneten wienerJahrbücher der Literatur" scheinender von der Regierung ihnen ertheilten Unterstützung zur Erhaltung ihres Daseinszu bedürfen, wie auch dieJahrbücher für wissenschaftliche Kritik ^ noch kein gro-ßes Pudlicum gefunden haben mögen. Zu diesem Sinken der großen kritischenPapiere haben wol auch die kleinen Noten beigetragen, die fast jedes Unterbal-tungsblatt ausgibt, so gering i.,r Credit auf dem literarischen Markte ist. DieAuswahl des Stoffes iii meist ebenso verfehlt, ebenso wenig auf das Bedürfnißdes Leserkreises dieser Zeitschriften berechnet, als die Ausführung dürftig. Nureinige Blätter, wie das zumMorgenblatt" gehörendeLiteraturblatt" und seit1833 auch dieZeitung für die elegante Welt" suchten höhere Foderungen ^u be-friedigen. Nach dem Aufbören des von Ehr. D. Beck gegründetenRepertoriumSder Literatur" begann 1834 das von Gcrsdoif geleiteteRepertorium der gesumm-ten deutschen Literatur", das eine Übersicht sämmtlicher in den Ländern deutscherZunge jährlich erscheinenden Bücher geben soll.

Zeller (Christian Heinrich), badifcher Schulinspector und Director derfreiwilligen Armenlehr-und Erziehungsanstalt zu Beugqen, geboren in Würlem-berg 1777, studirte, vorbereitet auf der Schule seiner Vaterstadt Ludwigsburg, inTübingen die Rechte mit einem Fleiß und Erfolg, der ihn zu denselben hohenStaatsämtern befähigte, die seine Zeit-'und Studiengenosscn jetzt bekleiden. Durchdie Briefe seines, damals in Brünn lebenden Bruders aber wurde sein Wunschsich gleichfalls zum Erzieher auszubilden, zum Entschluß, und er nahm ein« Hof-meisterstelle in einem Patrizierhaus- zu Augsburg an, wo er, glücklich bei dem ge-wählten Berufe, zwei Jahre lang lebte. Von hier aus wurde er von einem Fami-lienvcreine reicher Kaufleute nach St.-Gailen besufen, wo er sechs Jahre lang, ge-schätzt von diesen und innigst geliebt von seinen 12 Zöglingen, einer Privaterzic-hungsanstalt vorstand. Von da nach Zosingen gerufen an ein Lehramt, das seinemBruder zugedacht war, der es aber wegen seiner Berufung nach Heilbronn nichtannehmen durfte, blieb er zwölf Jahre lang erster Lehrer und Dirertor der dortigenhöhern Bürgerschule, Katechet einer nahen Landgemeinde und Jnspector desSchulbezirks Zosingen mit 58 Landschulen, wurde Schweizerbürger und Gatteeiner trefflichen Frau, die zugleich Lehrerin der dortigen Mädchenschule war. Auchhier geschätzt und geliebt von Behörden und Ältern, mußte es seine fernen Freundeaufs Äußerste überraschen, als sie vernahmen, er habe Zosingen verlassen, um(1820) die Einrichtung und Leitung einer Anstalt zu übernehmen, die durch frei-willige Beiträge gegründet wurde und bis jetzt unterhalten wird. Beuggen ist einedadische Domaine, vormals Deurschordenscomthurei, am Nheinc gelegen zwi-schen Seckingen und Rbeinfelden, drei Stunden von Basel. Das Schloß, dasdie Zöglinge, Kinder des Elends und des Jammers, aufnebme» sollte, mußte erstvon dem Unrath, das ein Milirairspital im Feldzuge von 1814 zurückgelassen, ge-reinigt und zu einer Anstalt hergerichtet werden, die 1828 von 73 verwaiseten, ver-wahrloseten, auch Bettel-und Verbrecherkindern, und von 22 jungen Männern,die sich zu Armenlchrern bildeten, auch Knechten und Mägden, zusammen von116 Seelen bewohnt wurde. Hier, versicherter, lebe er, zwar mit einer kleinenBesoldung, und als Vater von 10 Kindern arm unter Armen, aber glückliche

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