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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1035
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Zeitungen und Zeitschriften

Better sind ohne Zweifel einem Bedürfnisse entgegengekommen und haben nichtkünstlich ein Bedürfniß erweckt. Die Bedenklichkerten, welche die engherzige Par-tei des Altherkömmlichen in England gegen die Verbreitung von Kenntnissen un-ter dm geringem Volksclaffcn erregt hat, verdienen keine Beachtung, und wirkönnen auch nicht die dort und in Deutschland ausgesprochene Besorgniß theilen,daß diese Verbreitung dem literarischcn Verkehr nachtheilig sein werde. Es war dieweh! berechnete Absicht der erwähnten englischen Gesellschaft, Neigung zum Le-sen unter einem Publikum zu erwecken, das früher fast gar nichts laS und allmäligdas Bedürfniß einer reichern Nahrung fühlen wird. In Frankreich haben diesewohlfeilen Zeitschriften gleichfalls Anklang gefunden, und viele Nachahmungenhervorgerufen. Eine Nachbildung derI.ite-rar^ Karotte", die freilich in ihremkritischen Theile nie als Muster dienen konnte, so schätzbare Beiträge zur Kenntniß»er Geistesrichtungen unter den Engländern sie in mannichfaltigen literarischcn undartistischen Notizen noch immer liefert, ist seit de», Aug. 1814 alsI,a obrnniqne>Ie ?sr!s" hervorgetreten. Unter den neuern französischen Zeitschriften dieser Classeist die ,8evus <!e ?aris" durch Reichthum und sorgfältige Auswahl ausgezeichnet.Diebßanveli,; revne ttermnni>>»«" soll ein näheres Band zwischen der deutschenund französischen Literatur knüpfen, wie Italien in deui8cc>" seit 1838 einenähnlichen Vermittler mit dem Ausland besitzt. Eine eigenthümliche Zeitschrift er-hielt die französische Literatur in der neuesten Zeit in derRevue rötrvspective",welche interessante historische und litcrarische Reliquien mitzutheilen den Zweck hat.Sie ha« die Idee von dem frühemRetrnspective review" entlehnt, das aberhauptsächlich vergessene wichtige Schriften ins Andenken zu rufen und daran inter-essante Erörterungen zu knüpfen bestimmt war.' .-.

Auch an Zeitschriften für einzelne Wissenschaften möchtefdie'deutsch« Litera-tur reicher als jede andere sein, wiewol nicht Alle Schätze häufen. Einige Wis-senschaften, besonders die Rechtswissenschaft, in ihrer Gesammtheit, wie in ein-zelnen Zweigen, und die Heilkunde, haben einen Überfluß an Zeitschriften, die sicheinander den Markt verengen, während England und Frankreich erst in neuernZeiten diese beiden Fächer des Wissens auch in gehaltreichen Zeitschriften anzu-bauen begonnen haben. Während die deutschen Gelehrten in eignen und fremdenZeitschriften die Ergebnisse einzelner Forschungen niederlegen, benutzten seither diefranzösischen und besonders die englischen Gelehrten zu solchen Mittheilungen dieSchriften d,r wissenschaftlichen Vereine. Nur die Naturwissenschaften haben beider eifrigen Pflege, welche alle Theile derselben seit vielen Jahren in England undFrankreich fanden, in beiden Ländem, vorzüglich aber in Frankreich, Zeirschriftenerhallen, welche reiche Fundgruben bilden. Auch für Ackerbaukunde sind in derneuesten Zeit in England und Frankreich schätzbare Joumale entstanden. DieGesellschaft zur Verbreitung nützlicher Kenntnisse begann eine Zeitschrift für Volks-erziehung, das erste Unternehmen der Art in England. In der deutschen Literaturlind eine eigenthümliche Erscheinung die Kirchen zeitungen fs. d.).

Die kritischen Zeitschriften lind in der neuesten Zeit ihren alten Richtungentreu geblieben. Die englischen Revieev, behielten auch bei veränderten Redactio-nen ihre frühere Eigenheit. DasIVe.-tmin.-ter Revierv" ward «in immer glück-licherer Nebenbuhler der ältern, und dasRnreign Hllarterh Revie»" gab in sei-nen Erörterungen über ausländische Werke selbst wichtige Beiträge zur Zeitge-schichte. Während in Frankreich die wissenschaftliche Kritik in den ältern Zeitschrif-ten, vorzüglich imstnurnal lies 8avuns", ihre Gründlichkeit behauptete, kamein frischerer Geist in die ästhetische, als der Kampf zwischen dem Romankiciswusund dem Classicismus viele alte Vorurtheile erschütterte und alten Überlieferungen?"^hen raubte. Dazu wirkten mehre treffliche Köpfe, wie Jouffrov, Dubois,Eainte Beure, die ihre Ansichten imklvbe" und später in derRevue >ie Raris"