Zeitungen und Zeitschriften
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früher schon einzeln in wiederholten Abdrücken und Auflagen (zuerst 1828, zuletztWen 1831) erschienenen „Todtenkränze", die ihm vor allem die Liebe und Ach-tung zahlreicher Leser gewannen und die, „ein Mausoleum großer Todten", in,mein Cyklus lcbenvoller Bilder in begeisterter Dichrersprache die Idee der Unsterb-lichkeit „d-S Ideals in unsrer Brust", der Wanoelbarkeit des irdischen Glücke«gegenüber, veranschaulichen. Ein schöner Gedanke, von so glücklicher Form —im wohllautenden italienischen Canzone — getragen und in einer Dichtung zurAnschauung gebracht, in der die innigste Empfindung mit einer würdige» Ansichtb.-z Lebens sich paart, mußte wol ansprechen in einer Zeit, die unter dem Namender Poesie des Werth - und Wesenlosen soviel auf den literarischcn Markt ein-schwarzt. Das Gedicht fand auch im AuSlande die verdiente Anerkennung. GrafBolza ließ 1833 zu Mailand eine italienische Übersetzung — unbegreiflicherweise,mit Verzichtleistung auf die Canzonenform, in reimlosen Jamben — drucken, undeine französische wird, wie wir hören, zu Genf vorbereitet. Auch manches Anderein dieser Sammlung erfreut durch Gedanken und Ausdruck, und allgemein bekanntiß die auch ins Französische und fünfmal (am besten im „üluruing cirromcle" vonWO) inS Englische übersetzte Ballade „Die nächtliche Heerschau", die an Neu-komm einen geistreichen uno originellen Tonsetzer gefunden hat. Vor Allem abermimen wir, als bezeichnend für oen Charakter des Dichters, „Das Kreuz in Hel-las", das, obwol nur Fragment und ursprünglich zur Einleitung eines größer»Gedichts bestimmt, dennoch oaS ehrenvollste Zeugniß für die Gesinnung und dieüber Zeit- und StandeSvorurtheile erhabene Levensansicht seines Verfassers ablegt,der, einem verständigen LiveraiismuS rückhaltlos zugethan, in der ruhigen undwNieisuenten Kortenlwickelung der socialen Verhältnisse die Aufgabe und ein un-abwcis.icheS Bedürfniß der Zeit sieht, dagegen aber auch sich von >eher ebenso offenund cn-.schieden gegen alle vorzeitige und ungesetzliche Beschleunigung wie gegenim iSrundsatz, daß irgend ein guter Zweck schlechte Mittel rechtfertige, erklärt hat.jmilch mußte er, indem er so Sie Mitte zwischen zwei entgegengesetzten Parteiensuchte, oen Vorwürfen deioer anheimfallen, die ihn gleichzeitig des Servilismu»»no drr Demagogie anklagten, soweit er auch von beiden entfernt war, wie in derThat sein „Stern von Sevilla" von den Einen, welche die im Stoffe gegebenen«aiiunal.n Bedingungen vergaßen oder vergessen wollten, als eine Frucht finsterereosolutistischer Gesrnnt-mg geschmäht wurde, wahrend die wiener Censur da» Werkmir ganz andern Augen ansah und die Darstellung desselben auf der Bühne unter-sagte. Er wird sich durch solche Erfahrungen, wie bitter sie sein mögen, weder anIch noch an der Welt irre machen lasse», und wenn wir vernehmen, daß er seitmehre» Jahren mit einer Übersetzung des „OüUcke Uarolci" von Lord Byron be-lästigt sei, so leben wir der Udcrzeugung— wir schöpfen sie auS seinen eignenWerken und au« Dem, was er in den köstlichen dem britischen Dichter gewidmetenStrophen seiner „Tobtenkranze" schön und treffend über ihn äußert — daß dieüiorliede für dieses Gedicht und den Verfasser und Helden desselben nicht in einergleichen Verstimmung des Gemüths ihren Grund habe. übrigens bemerken wir"«ch, daß Z. von 1835 an die Herausgabe des zu Wien seit 1831 erscheinenden»uschmduchS „Vesta" besorgen wird, sowie, daß die wiener „Jahrbücher derLiteratur" einige kritische Aufsätze, deren Verfasser er ist (Recensionen der Spind-" schen Romane und der Grillporzer'schcn Tragödien), enthalten. (9)
Zeitungen unv Zeitschriften. Werfen wir einen Rückblick aufse Gesa-ichte der Entstehung jenes mächtigen Hebels des gesellschaftlichen undurgerachrn Lebens der neuern Völker, wie sie der Artikel Zeitungen (Bd. 12)"uujen Zügen gibt, so können manche Erscheinungen der Gegenwart anziehendengleichungopunkle darbieten. Wie die argwöhnische Regierung zu Venedig ihre.christlich, „Oarettrr" als eine Slaatszeitung ausgab und lange die Drucker-iä°no..kex. dr, ärmsten Zeit und Literatur. IV. 65