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gen, die den Grundzug eines großen Theils seiner spätern Gedichte bildet, zunächstsie herbeigeführt worden sein, so sprach er doch in der ersten Zeit meist nur Gefühleleichterer Art in kleinen lyrischen Dichtungen (er nennt sie seine »Frühlingsrosen")aus, die seit 18 t6 theils in Zeitschriften, theils in dem Taschenduche „Aglaja"anS Licht traten. Bald aber regte sich in ihm das Bedürfniß, auch dem, was inBezug aus die Hähern Interessen des Lebens sein Gemüth bewegte, Worte zu ge-ben, und er versuchte sich nun auch in ander» Weisen, zunächst auff dem Gebieteder dramatischen Poesie. Hier, wie in seinen später erschienenen „Todtenkränzen",entfaltete er jenen edeln, hochgebildeten Geist und jenes ebenso dichterische als fürdas Heilige im Menschenleben empfängliche Gemüth, durch die er sich dem ge-bildeten Theile der deutschen Lesewelt so werth gemacht hak. Es entstanden nunnach einanderi „Tucturcl", Trauerspiel; »Zwei Nächte zu Valladolid", Trauer-spiel (Wien 1825); das Trauerspiel: „Herr und Sklave"; »Liede findetihre Wege", Lustspiel (Wien 1827); »Der Stern von Sevilla", Trauerspiel»ach Lope de Vega (Stuttgart 1880) und „Kerker und Krone", Schauspiel(Stuttgart 1834). »Der Königin Ehre", Drama (Stuttgart 1834). Diemeisten dieser Stücke gingen zu Wien und an andern Orten mit Beifall über dieBühne. In mehren offenbart sich das Bestreben, die Eigenthümlichkeiten desältern spanischen Theaters auf die deutsche Bühne zu verpflanzen, und wie derDichter in »Liede findet ihre Wege" einen nicht mislungenen Versuch machte, dasspanische Zntriguenstück bei un« einzubürgern, so ward im „Stern von Sevilla'der Geist des Calderon'schen und Lope'schen Trauerspiels heraufbeschworen. DaSletztere Stück, das sich durch glückliche Behandlung eines schönen Stoffes unddurch eine dichterische Sprache voll Wohllauts vorzugsweise die Gunst deS Pudli-cumS erworben hat, ist weder — wofür es gehalten worden ist — eine bloße Über-tragung von Lope's „kstrell» >ie Sevilla", die in ihrer ursprünglichen Gestaltkaum in deutschen Bibliotheken zu finden sein möchte, noch folgt eS, wie die vonMaltsburg'sche Übersetzung, der vom Original vielfach abweichenden Bearbeitungdes TrigueroS, sondern ist, wiewol auf die Scencnangabe des Lords Holland ge-baut, dennoch in Ausführung und Sprache ganz das Eigenthum unsers Dichters.DaS in der obigen Reihe zuletzt genannt« neueste Stück hat das Ende Tasso's zumGegenstände. Zu dem Interesse, das bei dessen erstem Erscheinen auf der BühneGegenstand und Verfasser einflößen mußten, kam noch ein anderes, da gleichzei-tig auch Raupach mit seinem „Tode Tasso's" hervortrat und es hier einen Welt-kampf zwischen zwei literarischen Celebritäten zu gelten schien; indessen stellte sichsogleich ein Unterschied heraus, der eine weitere Vergleichung abschnitt, indemRaupach'S Stück sich in Anlage, Ton und Motiven streng an Göthe'S Meister-dichtung anschloß und sich somit wirklich als Schluß und Vollendung eines nochunvollendeten Werkes gab, während das andere, vielleicht mit größrer Anspruch-losigkeit, von demselben nur die Veranlassung nahm, den letzten allerdings durcheinzelne hochtragische Momente ausgezeichneten Theil eines anziehenden Dichter-lebens als selbständiges Ganzes zu behandeln. Bewährte sich in dem erstem die anRaupach oft gerühmte Kenntniß aller Bühnenmittel und deren umsichtige Anwen-dung, so verdankt Z.'S Stück der edeln Gesinnung deS Verfassers und der Innig-keit seines Gefühls mehre höchst gelungene Scenen. Dennoch scheinen sich beideDichter in der Wahl ihre« Helden, der am Schlüsse seines Lebens ohne äußere undinnere That krankhaft und undramatisch in sich zusammensinkt, vergriffen zu ha-ben. Eine um so höhere Stelle nimmt Z. als lprisch-reflectirender Lichter ein,wenn wir nach einigen seiner gelungensten Dichtungen Das, was er in dieser Gat-tung zu leisten vermag, beurtheilen dürfen. Diejenigen von ihnen, die er der Auf-bewahrung für werth gehalten hat, liegen jetzt in einer von ihm veranstaltetenSammlung („Lyrische Gedichte", Stmtgart 1833) vor, unter ihnen auch die