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3. leitete die Arbeiten der mit den Abbildungen beschäftigten Künstler selbst, rich-tete die Steindruckereien ein, gab den ungeübten Steinzeichnern Anweisung undließ die Kupferstecher unter seiner Aufsicht arbeiten. In diesem Werke ist der far-bige Steindruck zum ersten Mal mit technischer Vollendung ausgeführt, da frü-here Versuche kein bedeutendes Ergebniß gehabt haben. Früher schon hatte Z.„Neu entdeckte Wandgemälde in Pompeji" (Stuttgart 1820) mit Abbildungenin kleinerem Maßstabe herausgegeben. Er wurde 1828 als Professor in Berlinangestellt, ging 1830 wieder nach Neapel und wohnte meist in Pompeji undHerculanum, wo während seines Aufenthalts im folgenden Jahre mehre trefflicheKunstwerke, vorzüglich aber ausgezeichnet« Mosaikgemälde, aufgefunden wurden.Seine reichen Stadien lieferten ihm den Stoff zu einem neuen Werke: „Orria-m.nte aller classischen Kunstepochcn, nach den Originalen in ihren eigenthümlichenFarben dargestellt", wovon 1832 — 34 drei Hefte zu Berlin erschienen. DieBlätter sind von Asrrms auf Stein gezeichnet und von Hildebrandt in Farbendruckausgeführt.
Zan (Thomas), geboren 1791 in der Woiwodschaft Nowogrodcck, aus ei-ner edlen lithauischen Familie stammend, gehört zu denjenigen Polen, welchedurch ErweckUng und Belebung des NarionalgeisteS die Ereignisse des Jahres1830 vorbereiten halfen. Als er 1813 aus dem Gymnasium zu MinSk, wo erden ersten Unterricht erhalten hatte, in die Districtsschulc zu Molodeczno kam, stif-tete er schon dort einen Verein von gleichgesinnt«» Jünglingen, um nationale Aus-bildung zu befördern. Auf der Universität zu Wilna, die er 1815 bezog, und wo ey,wenig begüterte zum Theil durch EktheilUng von Unterricht sich erhalten mußte, fander für seine patriotischen Entwürfe einen weitem Spielraum. Er verband sichmit den fähigsten und tüchtigsten Jünglingen unter den zahlreichen StudireNdcnaus den altpolnischen Provinzen'Lithauen, Samogitien, Weißrußland, Volhy-nien, Podolikn und der Ukraine, in welchen das Andenken an das gemeinsameVaterland noch nicht erloschen war; um seine Wirksamkeit zu sichern, verlängerteer seinen Aufenthalt auf der Hochschule, wo er auch als Lehrer auftrat, und stif-tete einen Verein, dessen Zweck war, Liebe zu den Wissenschaften und vaterlän-dische Gesinnung zu belebe«. Seinen anfänglichen Plan, sich mit den deutschenStudenten zu vereinigen, gab er später auf, um bei der argwöhnischen Regierungkeinen Verdacht zu erwecken. So enlstanb 1820 die Gesellschaft der Sonnenbrü-der oder der Strahlenden, deren Gesetze Z. selber entwarf, und die von dem Rec-tor der Universität, Simon MalewSki und dem Bischof von Wilna genehmigtwurden. Der Verein war immer zahlreicher und erregte die Eifersucht einer andernVerbindung, welche Z. und seine Freunde beschuldigte, in ihren Gesängen undSchriften dir Religion verhöhnt zu haben. Die Sache kam vor den Bischof undals auch der russische Generalgouvcrneur Kunde davon erhalten hatle, trug er demRector der Universität die Untersuchung auf. Die Gesellschaft ward aufgelöst.Z. bildete nun aus den vorzüglichste» und kräftigsten Mitgliedern die geheime Ver-bindung der Tugendfreunde oder Philaretcn, die einen aus 20 Mitgliedern beste-henden Ausschluß, die Philomaten, hatte, welcher einen geheimen Einfluß aufdie übrigen ausübte. Die Gesellschaft h^tte bald nach ihrer Stiftung viele Ver-zweigungen. Durch freiwillige Beiträge ward eine Bibliothek gegründet und einegemeinschaftliche Lasse gestiftet, welche die Mittel gewährte, zwei junge Leute indas Ausland zu senden, um sich dem Studium des Naturrechts und der National-ökonomie zu widmen. Jung- Lehrer auf der Hochschule wurden von der Gesell-schaft unterstützt. Ein besonderer Ausschuß des Vereins hatte den Auftrag, guteAusgaben der polnischen Clussiker zu besorgen und sie durch wohlfeile Preise demVolke zugänglich zu machen. Zwei Jahre hatte der Derer» seine wohlthätigeWirksamkeit erprobt, als der Lehrer der Mathematik, Anton Wyrwicz, sie anklagte.