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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
1004
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4004 Würtemberg in der neuesten Zeit

gedehnten Entwurfs zu Ersparnissen in diesem VerwaltungSzweige, der rückffcht,lose Römer, Pfleiderer, ein schlichter Bürger, aber ein wahres Finanztalent, undAndere; in der staatsrechtlichen Commission die ersten unter den Vertheidigern dergeistigen Interessen, Ludwig Uhland, Schott, Pfizer, Römer, Karl Mayer, Uhland^Freund und selbst Dichter, aber gleich jenem geschäftskundiger Jurist, Hufnagel,der, obgleich einer weniger entschiedenen Meinung angehörend, durch seinen gedie-genen Bericht über Schott'S Antrag auf dem folgenden Landtage der Sache derFreiheit diente, Männer, von denen nicht zu erwarten stand, daß sie die der Re-gierung unangenehmen Berfaffungsfragen ruhen oder ihre Auslegung sich gefallenlassen würden; in der Feudalcommisston neben drei oder vier Aristokraten, dieübrigen sieben, wenigstens in dieser Frage, von gut plebejischem Schrot und Korn,darunter beredte freisinnige Stimmen, wie der unermüdliche Wiest, ein genauerKenner der Feudalverhältnisse von Oberschwaben, der Historiker Prälat Pahl, derEinzige von der Prälatendank, der, wenn auch mit aller Mäßigung auftretend,doch in den Hauptfragen mit der Opposition stimmte sehr verschieden von sei-nem College», dem Geschichtschreiber von Schwaben, Prälat Psister, der bei denüber Wildschaden eingelaufenen Beschwerden die Rechte der Jagdbesitzer als Jagd-pflicht dcduciren wollte Refften, ein Landwirkh, aber ein echter Repräsentantschwäbischen WitzeS und Humors.

Gegenüber so zusammengesetzten Commissionen war die Aussicht gegeben,daß die Minister nicht im Stande sein würden, das bestehende System ohne vieleund durchgreifende Verbesserungen zu behaupten; allein behaupten wollten sie esund zwar ohne andere Neuerungen als solche, welche der Regierung selbst beliebten.Gelang es nicht, die Kammer zu einem Schritt zu bewegen, der als eine entschie-dene Niederlage der Opposition und durch welchen diese als gesprengt betrachtetwerden konnte, so mußte die Ständeversammlung aufgelöst werden. Zu dem Endefoderte die Regierung als Pfand der Ergebenheit und Unterwerfung durch das Ge»h-imrathsresiript vom 2728. Febr., daß die Kammer Psizer's Antrag, da der-selbe von unwürdigen Voraussetzungen gegen die Regierung und den Bund aus-gehe, ja, um die Unverträglichkeit der neuesten Bundesgesetzgebung mit der würkem-bergischen Verfassung darzuthun die Vermessenheit bis zu der Annahme treibe, alskönnte der Monarch Würtembcrgs auf dem Wege vermeintlicher Fortschritte undVerbesserung der Landesverfassung in den Fall kommen, sich der gesetzgebenden Ge-walt zu Gunsten der Stände zu entäußern, mitverdientem Unwillen" verwerfensollte. Pfizer vertheidigte in der Sitzung vom t. März sich und die in seinerPerson bedrohte Unabhängigkeit der Kammer in einer männlich gehaltenen Im-provisation.Glauben die Herren Minister", sagte er unter Anderm,daß ichsie oder irgend Jemand sonst beleidigt habe, so ist ihnen ja bekannt, bei welcherBehörde ich deshalb zu belangen bin. Aber die Eröffnung und den Fortgangeiner öffentlichen Berathung über meinen Antrag der Kammer zu verbieten undzu hintertreiben, dazu hat die Regierung doch gewiß kein Recht. Die Regie-rung hat gegen die Kammer und deren einzelne Mitglieder keine Art von Dis-cixlinargewalt und Strafbefugniß, und wenn durch diesen Erlaß mir wegen mei-nes Antrags ein Verweis ertheilt, mir der Unwille der Regierung zu erkennengegeben weiden soll, so erwidere ich darauf, daß in dem Umkreise dieserMauern Niemand Verweise zu ertheilen hat als die hohe Kammer selbst und derenPräsident. Von Allem, was ich in Betreff der Bundesbeschlüsse hier gesprochenhabe, bereue ich nichts und nehme nichts zurück. Ich protestire gegen den Versuchder Regierung, einen so wichtigen Gegenstand aus unserer Tagesordnung zu strei-chen und stelle übrigens das Weitere der Ehre, dem Pflichtgefühl und dem Gewis-sen der Kammer anheim".") Das GeheimrathSrescript ging der Natur der Sache-> S.AllL Leitung", t8ZI, Sir. kL