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Vierter Band (1834) S bis Z
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Würtemberg in der neuesten Zeit

Verhältnisse zum deutschen Bunde und über die Wahlfreiheit. Von ihrer Lösunghing es ab, ob sich das constitutionnelle Leben volksthümlicher Bewegung fürdcrerfreuen sollte. Aus den Vereinen zu Besprechung vaterländischer Angelegenhei-tm die während der Wahlen von 1831 in den Blättern freien Spielraum fanden,war, was die Kammer in ihrer jetzigen Zusammensetzung Freisinniges hatte, vor-nrhmlich hervorgegangen. Diese Vereine hatte die Regierung verboten und diesiwsur war inzwischen immer strenger geworden. Hatte doch die Censur, um nureiu Beispiel anzuführen, als ob die'Repräsentanten vergessen sollten, daß sie demWolke angehörten, in einem Zeitblatte aus dem Wort:Volks abgeordneter" dieerste Hälfte gestrichen. Wenn dem Volke jeder Weg der Mittheilung verschlossenwurde, wie sollte es sich über tüchtige Candidaten verständigen, unpassende, dieihm aufgedrungen werden wollten, zurückweisen, dem einseitigen Einfluß der Be-amten entgegenwirken? Was wäre die Repräsentation ohne lebendigen Zusammen-hang mit ihren Vollmachtgebern und eine Ständcversammlung mit einem unnah-baren Willen im Hintergrund und über ihr, welcher der Dolmetscher anderer Prin-cipien ist? Schott's Antrag, ein gedrängter, schön gerundeter, den Gegenstand inunverletzender Darstellung klar und ruhig behandelnder Vortrag, wurde in der Kam-mer selbst mit rauschendem Beifall aufgenommen und vvm Publicum durch einLebehoch nebst Nachtmusik und später durch einen Ehrenbecher gewürdigt. Psizer'SAntrag über die Bundesbcschlüffe vom 28. Jun. 1832 erregte in einem Theil derKammer sehr gemischte Empfindungen, denn er wagte sich an Etwas, dessen manin provinzieller Enthaltsamkeit früher auf einem würtembergischen Landtage kaumerwähnen hörte, er wagte sich an die Beleuchtung des Bundes. Keiner derGewohnheitsmänner, die seit mehr als einem Jahrzehend im Ausschuß undin der Kammer saßen, hatte den Muth, eine geheime Sitzung zu verlangen,des war der Opposition gelungen, sie hatte der Kammer eine heilsame Scheu«er geheimen Sitzungen eingeflößt. Was Römer's Bemühungen anlangt, sosollten die nächsten Wahlen zeigen, wie praktisch sie waren und welches unge-heure Mittel der Wahlbeherrfchung die Regierung durch das Verbot jederöffentlichen Verbindung der patriotischen Volksmeinung mit Wählern undCandidaten sich angeeignet hatte. Über all diese Proceduren hatte die Regie-rung schon aus verschiedenen Anlässe», zuletzt als die Opposition den Versuchmachte, statt der bisherigenprovisorischen" Geschäftsordnung das in Baden undanderswo wohlthätig erprobte Seclionsspstem einzuführen, welches zuerst von demMinisterium bekämpft, und dann nach dem von der Majorität durchgesetzten Be-schluß, daß es der Regierung zur Genehmigung vorzulegen wäre, aus Rücksichtauf die Selbständigkeit der Kammer von dieser wieder verlassen wurde, ihre Unzu-friedenheit zu erkennen gegeben; das Gerücht von Auflösung der Ständeversamm-lung erhielt sich fortwährend, doch schien es mehr als Schreckmittel verbreitet. DieUmstände änderten sich durch das Resultat der Commissionswahlen. Da alle Ge-genstände vor der Berathung durch Commissionen begutachtet werden müssen, undderen Anträge es zunächst sind, woran die Verhandlung sich zu halten hat, so istdie Zusammensetzung dieser Commissionen für die ganze Behandlung der Geschäftevon der größten Wichtigkeit. Diese Commissionen waren aber dermaßen für dieOpposition günstig ausgefallen, daß sie in den drei bedeutendsten, der staatsrecht-lichen, der Feudal- und der Finanzkommission, in den beiden erstem eine unzmei-Üihafte, in dieser eine wahrscheinliche Majorität, in allen übrigen aber, wie in derfür innere Verwaltung, für Gewerbe, für Handel und Zölle, für Justizgcsetzge-bung, ^ Schul- und Unterrichtswcscn, für Forst- und Landwirthschaft, für Mi-litairwesen, für Pensionen rc. mehr oder weniger Repräsentanten zählte. In der«inanzcommission saßen der General von Palm, zwar nicht eigentlich Liberaler,"der erklärter Gegner der Pcnsionsmisbräuch« im Militair und Verfasser eines aus-