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kejverfassu'ig und den Entwurf zu deren Erneuerung" seine Überzeugungen niederund übergab sie dem Drucke. Diese Schrift hatte bei dem Könige, den altgläu-bigen Ständen und dem ebenso gestimmten Publikum großes Misfallen erregt;bm «den von einer R ase ins Ausland zurückgekehrten Verfasser, der zur Verant-wortung gezogen zu werden erwartete, überraschte aber im Oct. 1815 seine Er»»tnnung zum Mitglied« einer zur Berathung der Verfassungsangelegenheiten»übergesetzten Commission, und er wurde nach Stuttgart berufen, wo die Milglie-buder LandcSverfammlung wieder zusammengetreten waren. Es wurde darauf inb,n, am 13. Nov. ihnen mitgetheilten, durch W. im geheimen Rathe aufge-ßtlltkn und durchgefochtencn 14 Fundamentalartikeln einer zu erncuemden Ver-fassung eine gemeinschaftliche Grundlage zu neuen Verhandlungen gewonnen,welche, zwischen beiderseitigen Commissaricn begonnen, nach Jahresfrist durch denTod dcS KönigS Friedrich (30. Ort. 1816) und die Vertagung der Stände-»«sammlung unterbrochen wurden. In der Begrälniißnacht des königlichenLiters wurde W. von dem jetzt regierenden König das EultuSministerium an»getragen und ihm (8. Nov. 1816) Sitz und Stimme im geheimen Ratheverliehen. Leider erfreute sich das Vaterland nur kurz« Zeit dieses Minister«, derdurch seine Begeisterung für alles Wahre, Schöne und Gute, seine langjährigeThätigkeit in verschiedenen Gebieten der Wissenschaft und seinen energischen Willenzu jener hohen Stellung vor allen Andern berufen war. Die Ständeversammlungwurde (3. März 1817) wieder einberufen und die Verhandlung mit den ständischenComnnssarie» unter W.'S Leitung wieder aufgenommen. Er nahm an denselbenbin thätigsten, häufiger gemisbilligten als gebilligten Antheil; jedoch blieb ihmsvwol die Berathung als der Beschluß de« Ultimatum«, an welchem die Verhand-lungen scheiterten und in Folge dessen die Ständcversammlung am -. Jun. 1817ausgelost wurde, gänzlich fremd, denn er glaubte, daß nur der Weg der Überzeu-gung zum Ziele führen dürfe und könne. Der König erklärte nach seinem denStänden angebotenen BerfaffungSentwurfe regieren zu wollen, und nun ging dasBestreben des Ministers von W. vorzüglich dahin, die in jenem Entwürfe ent-haltene» Grundlinien zu der Verfassung der Gemeinden und AmtSkörperschaftenweiter auszuführen und inS Leben zu rufen, und er hat sich besonders in dieser Be-ziehung ein bleibendes Verdienst um Würtemberg erworben. In den Finanzenstellten sich dem Könige selbst die nämlichen Hemmnisse entgegen, wie einst dem Prä»sterilen von W., und der westfälische Finanzminister von MalchuS, der dem Kö»«ige dringend vom Auslande empfohlen war, wurde zu Probearbeiten berufen.Dieser ausgezeichnete Finanzmann legte Plane zur Organisation des Finanzdepar-ttments vor, die der König auch an W. mittheilen ließ, welcher den formellen Theilderselben alS trefflich anerkannte. Inzwischen hatte Herr von Malchu« eine völlig«eue Organisation der ganzen Staatsverwaltung entworfen, welche W. ebenfalls!»begutachten hatte und von der er in manchen Punkten völlig abweichende An-schien aufstellte. Der Versuch, die streikenden Meinungen der beiden Männer»st in schriftlichen Unterhandlungen und dann im mündlichen Gespräche auszu-pichen, mislang. Die Ansicht des Herrn von MalchuS gewann die Oberhand.Dessenungeachtet sollte W. nebm dem EultuSministerium, dem er mit ganzer Seele"nd glücklichem Erfolge gelebt hatte, nun auch das Ministerium des Innern, mitder demselben jetzt gegebenen Real- und Personalorganisatton, übernehmen. Nach'»ugen vergeblichen Vorschlägen von seiner Seite bat er am 4 . Nov. 1817dm Entlassung, mit Beifügung der Erklärung, daß ihm jede Präsidintenstelle,ft>ne allen Vorbehalt, auch ohne den des Rangs willkommen sein würde, deromg aber ernannte ihn am 11. Nov. mit dem Vorbehalte seiner Geheimraths-ie! öA'E^^Ugsgesandten. W. ging nicht unvorbereitet zu dem neuen Ortesez Bestimmung ab, da er im geheimen Rathe über Bundessachen bereits reserirl««»».-krx. d,r neuesten Seit und Literatur,
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