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kenclinicum« an der Universität zu München, ist am 3, März zu 1781 zu Bux-wiiler in Rheinbaiem geboren, wo sein Vater Justizamtmann war. Er erhieltdie Doctorwürde in Landthut. Später bildete er sich in Wien unter Frank, Jo->,,»!, Adam Schmidt und Beer, und besuchte dann auch Frankreich, wo er län-gere Zeit verweilte. Er wurde 1803 zum Medicinalrath bei der damaligen kurfürst-lichen Landesdirection in Bamderg und zum Oberwundarzte des dortigen allgcmci-,n> Krankenhauses, 1804 zum ordentlichen öffentlichen Lehrer an der medicinischenAmltät der Universität Landshut ernannt, und behielt diese Stelle bis 1819,wo er dem Ruf als Professor der Chirurgie und Director des chirurgischen Cli-mrums an der neu errichteten Universität in Bonn folgte. Er lebt; daselbstdli 1830, wo er zur Übemahme der erwähnten Ämter nach München berufenward. Er genießt eines in Deutschland und im Auslande verbreiteten Ruhm«als Arzt, Augenarzt und Wundarzt, und hat das große Verdienst, durch Wortund Schrift die deutsche Chirurgie und Augenheilkunde auf ihre jetzige Hohe mitentern berühmten deutschen Ärzten gebracht zu haben. Seine Schriften, unterwelchen wir die „Physiologie der Menschen" (2 Bde., Landshut 1814), das „Sy-stem der Chirurgie" (I. Bd., Berlin 1833) und die Monographien „Über Fett-bautgeschwülste" (Landshuk 1814), „Heilart des Kropfes w." (Sulzbach 1817)nennen, zeichnen ein guter Styl, physiologische Richtung, Deutlichkeit und Gründ-lichkeit vor denen aller andern deutschen Wundärzte aus, und e« haben dieselbeneinen sehr bestimmten Einfluß auf die Bildung deutscher Wundärzte gehabt. Wirerinnern hier auch an seine „Vortrüge, gehalten in Fonk's Criminalproceß" (Trier1822,4.). W. ist eine Zierde Deutschlands und der Glanzpunkt der medicinischenKaculkät d?r Münchner Universität. (2)
Wangenheim (K. Ä., Freiherr von), würtembergischcc Staatsminister,ward am 14. März 1773 in Gotha geboren. Durch den verstorbenen HofpredigerGrebstich, einen Freund seines sehr wackern VaterS, vorbereitet, wurde er in daSdortige Gymnasium, das schon in jener Zeit unter Döring blühte, aufgenommen,bezog nach beendigten Schulstudien die Universität Jena, und bald nachher Erlan-gen, wo er seinen juristischen Lehrcursus beendigte. In einem damals preußischenJustizamte im Beireuthlschcn bereitete er sich zum Geschäftsleben vor und begann>795 seine Laufbahn als Assessor in der sachsen - koburg - saalfeldschen Landes-regierung, wo seine Thätigkeit vorzugsweise auf Verwaltungsgegenstände gerichtet«ar. Er war bereits zum Rathe befördert, als (1801) der damalige preußischeKannnerdirector Kretschmann, nicht ohne seine Mitwirkung, in sachsen-koburg-stalfeldsche Dienste als dirigirender Minister eintrat. W. verließ 1803 das Mini-iimuni, in welchem er zuletzt ausschließend als geheimer Assistenzrath gearbeitetd-M, um mit dem Titel eine« Vicepräsidenten den Vorsitz in der Landesregierung!»übernehmen; in dieser neuen Stellung kam er in Collistonen mit dem Minister,«dem er durch ein herzogliche« Hausgesetz, welches der Landesregierung eine großeVerantwortlichkeit auflegte, genöthigt war, über die Etatsentwürfe des Ministers,Zustand der Kassen und anderes, sein amtliches Urtheil auszusprechcn. Er^uide dadurch der Gegenstand der heftigsten ministeriellen Verfolgungen und amMärz 1804 ohne Urtheil und Recht aus dem Dienste und mit einer Klage!Pn dieses Unrecht nach Wien getrieben. Der Reichshofrath erkannte, daß W. insMeAmter wieder einzusetzen, ihm die rückständige Besoldung zu bezahlen und recht-er Genugthuung zu verschaffen sei. Die Abdankung des deutschen Kaisers hin-cu> die Vollziehung dieses Urtheils, aber W.'s angegriffene Ehre war gerettet. NachH r Rückkehr von Wien lebte W. in Hildburghausen, dem Geburtsorte seinerWas ihm der Kampf mit Kretschmann, dem er einen großen Theil seinesabhängigen Charakters zu verdanken haben mag, an Zeit übrig ließ, verwendete!»r wissenschaftlichen Begründung und Berichtigung dessen, was er, in die Ge°