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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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866
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Wahlgesetze der neuesten Zeit

unabhängigen Grundbesitzer so außerordentlich angewachsen ist Dann aber istdie erbliche Pairswürde, das angeborene Recht, in den Staatsangelegenheitenmitzusprechen, für die bei weitem größere Zahl keineswegs ein Sporn, sich auf«ine diesem wichtigen Beruf angemessene Stufe von Einsicht und Bürgrrstnnzuerheben, sondern vielmehr eine Versuchung, in Unwissenheit und SlandeSint,ris-sen befangen zu bleiben. DaS ist nun durch die . Aufhebung der Erblichkeit ganzanders geworden; der König ernennt nur Pairs auf Lebenszeit, und zwar ohn,daß er in der Zahl beschränkt, oder daß irgend ein Anspruch auf die Pairswürdemöglich wäre, aber aus den gesetzlich bestimmten Notabilitäten, durch weiche be-wirkt wird, daß die Ernennung zum Pair immer als die Belohnung des Verdien-stes oder als die Anerkennung eines auch ohne sie begründeten Ansehens (wie beireichen Grundeigenthümcrn, Fabrik- und Handelsherren) betrachtet werden kann.Durch diese Veränderung hat diePairSkammer aufgehört, eine corporative Frack»»der Nation zu sein, ein Stand mir beharrlichen erblichen Interessen, in welchenschon die jungem Mitglieder im Schooße der Familien erzogen werden, und isteine Versammlung von Männem geworden, welche wenigstens in der Mehrheitsich zu ansehnlichen Staatsämtem emporgeschwungen haben mußten, ehe der.nig sie zu Senatoren (denn der Name PairS wird wol nicht lange mehr paffend ge-funden werden können) erheben kann. Es ist also keine äußere, ererbte Autoritätmehr, sondern eine rein persönliche, und in dieser Beziehung innere, worauf diePairskammer gegründet ist; das Princip des individuellen persönlichen Verdien-stes, aber anerkannt und auSerwählt durch das Oberhaupt der Regierung. Diesegroße Veränderung (welche in dem neuen königlich spanischen Statut vom 10. Apr.1834 theilweise und insofern mit aufgenommen worden ist, daß die ProcereS desReichs außer den erblichen Grandes vom Könige für ihre Lebenszeit ernannt wer-den und zwar nach seinem Ermessen aus dem castilischen titulirten Adel, au« denhöher» Beamten, Grundeigcnthümern. Fabrik- und Handelsherren, Gelehrtenund Professoren) ist auch nicht ohne große Rückwirkung auf die Deputictenkam-mer. Denn wenn sich jene persönliche Autorität der Pairskammer weiter aus-bildet, so muß sie für die öffentliche Meinung eine ganz andere Kraft erhalten, alsjetzt in ihr liegt, und dies wird die Stellung der Deputirtenkammer natürlich sehrverändern, aber doch auch nur dazu dienen, das jetzige Princip derselben noch schär-fer und wirksamer auszuprägen, von der einen Seite aber vielleicht auch ebenfallseine nicht geringe weitere Umänderung herbeizuführen. Man muß nämlich in demSystem der französischen Wahlrepräsentation zwei verschiedene leitende Principienwohl voneinander unterscheiden. Das eine, welches das eigentliche herrschende,constitutive, die bewegende Kraft ist, besteht in der gänzlichen Aufhebung aller Ver-tretung der besondern Interessen und Stände. Dies ist von 1789 an, d. h. vonda an, wo die drei Stände in eine Kammer zusammentraten, bis jetzt der Fallgewesen, obgleich es keine nothwendige Folge der Abschaffung der erblichen Stan-dcsunterschiede war, weil man doch noch, wie später in Italien (Verfassung deritalienischen Republik vom 28. Jan. 1802 Artikel 10, Verfassung des König-reichs Italien vom 27. März 1805 Artikel 11), eine besondere Repräsentationder Grundeigenthümer, des Handels und deS gelehrten Standes einführen könnte.Aber in Frankreich ist man niemals auf diese Svnderung gerathen; die Repräsen-tation ist eine blos numerische, und zwar selbst ohne Rücksicht auf den größer»oder geringern Reichthum der Departements, ungefähr, jedoch nicht strenge, nochher allgemeinen Einwohnerzahl, nicht nach der Zahl der Wahlberechtigten, ver-bheilt. Auf etwa 70,000 Einwohner ist ein Deputirler gerechnet; danachsind die Departements in Wahlbezirke eingetheilt, welche theils kleiner, theils gro-ßer sind, al« die Eommunalbezirke oder Unterpräfccturen. So hat da» Departe-ment der Unteralpen (Hauptstadt Digue) mit einer Bevölkerung von 155,89 >

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