und einer Dedikation in italienischen Terzinen an Göthe, der ihm dafür zum Ge-schenk einen silbernen Becher zusendete und persönlich bekannt wurde. In deinpsena-o continuut»" gehört ihm nur die Ausgabe des bisher fast verloren gegan-genen „Orion,lu iusinorotu" des Boiardo mit Einleitung, n-unta critica undGlossar. Diese Arbeit gibt eigentlich das Mark der bisherigen Bearbeitungen jenerbr,i ersten classischen Dichter der Italiener und gründliche kritische Beurkheüun-zm, die bis dahin den Italienern doch fremd, auch wol nicht durchaus genehmwaren. Er gab 1832 Giordano Bruno'S äußerst selten geworbene italienischeSchriften mit italienisch geschriebener Einleitung heraus (2 Bde., Leipzig). Über-haupt gehört W. zu den gründlichsten Kennern der neuern Sprachen, besondersder italienischen, englischen und französischen, und die Fertigkeit seine« umfassen-den Sprachtalents hat sich unter andern in den genannten Terzinen an Göthe undIn der Übersetzung der „Schweizerfamilie" in« Italienische glänzend bemerkbar ge-macht. Höher als all die« erfreut noch an W. das redliche und unablässige Stre-ben, sich auS dem Ganzen zu entwickeln. Er selbst hält das schriftstellerische fürein einzelnes nicht eben bedeutendes Moment seines Selbst und gehört zu den Men-schen, welche mit ihrem ganzen Sein und Wesen zahlen, wiewol er gegen seineFreunde offen und selbstverleugnerisch über gar viel Verpfuschtes darin, wie er sichausdrückt, um so mehr klagt, je mehr er das auS und zu dem Ganzen Leben deSMenschen hochhält. (88)
Magier (Johann Georg), geboren am 28. März 1800 zu Nürnberg,wendete schon als Knabe seine Neigung der Naturbeobachtung und Naturforschungzu, welcher «sich auf der Universität zu Erlangen neben dem Studium der Arz-neiwiffenschaft mit Eifer widmete. Er wurde bereits 1819 als Gehülfe an demzoologischen Generalconservatorium der Akademie der Wissenschaften zu Münchenangestellt, und unternahm 1825 im Auftrag des Königs Maximilian eine Reisenach Frankreich, England und den Niederlanden, von welcher er eine reiche Aus-beute naturwissenschaftlicher Beobachtungen mitbrachte.' AIS die Universität vonkandshut nach München verlegt ward, erhielt W. die Stelle eines außerordentli-chen Professors der Zoologie und wirkte auch als Lehrer mit rastlosem Eifer für dieFörderung der Naturwissenschaften, welchen er mehre tüchtige Jünger bildete.Ein allseitig erfahrener, praktischer Naturforscher, verband er zum Gedeihen derWissenschaft Selbstansichk mit Theorie. Vorzüglich erfolgreich wirkten seine Vor-trage über die Amphibiologie, die er nach einem neuen System ordnete, wie erdenn auch für die Säugethiere und Vögel eine auf natürliche Principien gebauteAnordnung aufstellte. Lcsson nannte einen Eolibri, der Prinz von Neuwicd eineMotacilla nach W.'S Namen. Im Aug. 1832 besuchte er mit seiner Familie daSFasanerichauS bei Moosach unweit München, wo er seit mehren Jahren auf sei-nen Jagdpartien einzukehren pflegte. Er mischte sich hier in den Streit zweierMänner, die sich in der Wuth der Leidenschaft erschießen wollten, und entriß ihnendie Gewehre, welche er in einem Strauche unweit deS HauscS verbarg. Später->ng er mit dem Fasanenmeister an dieselbe Stelle zurück, und als eben zwei Wild-enten in günstiger Schußweite vorüberflogen, griff er schnell nach einem der beiden"it Hühnerschrot geladenen Gewehre, faßte cS an der Mündung deS Laufes,oder bei dem Herausziehen der Flinte auS d,m Strauche spannte sich der Hahn dersiercussionSvorrichtung und der Schuß ging durch W.'S rechten Arm. Erst nachnmgen Stunden kam ärztliche Hülfe. Die Amputation de« ArmS wurde vernach-Wgt und der hinzugetretene Brand machte W.'S Leben nach mehrtägigen Leidensirn 23. Aug. ein Ende. Er bearbeitete mit I. von Spip „8orpentnm brasiiien-«mm op-cio, nnvae" (München 1824) und erwarb sich außerdem durch sein,, 7 «tmm svium" (1, Bd., Stuttgart. 1827), sein „Natürliches System derAmphibien" (München 1830), seine „üoscriptioiiea et rodnss awpinbivru»»".