««a.^»k!x>'^dj^h-i-,doch,,büKiz
«IM
W«
Äriü
chüui
«jag»
SÄLr.
ircho
.at«r
«ri-!
!«»
Ä-l»
Kdi!«
b--i>
M>
»'»
f,s
-Ä
Volksschulwescn 84 l
sammeln und in den Waffen zu üben, als er es für angemessen hielt. Die Con-siilution hat es jedem einzelnen Staate überlassen, die Zeit und den Umfang derUnterrichts der Milizen zu bestimmen; in mehren Staaten aber sind nur sehr we-nige Übungen angeordnet. In diesem Umstände und in der Natur einer Wehran-stall, deren Glieder Bürger und nicht Soldaten sind, liegt der Grund, daß manschon lange über die mangelhafte KriegSzuchk der Milizen geklagt hat. Seit 17U2wurden verschiedene Entwürfe zur Verbesserung der Anstalt besprochen, unter wel-chen sich besonders der Vorschlag empfahl, die Miliz nach dem Aller in Classenabzutheilen und die jüngern Milizen jährlich in einem Lager zu versammeln undwährend dieser ssbungSzeit Offizieren und Gemeinen Sold zugeben. Dieser Ent-wurf wurde 1823 wieder aufgenommen und vorgeschlagen, zwei Classen einzu-führen, deren ScheidungSiinie das 25. Jahr sein sollte, und es wurde zur Be-gründung dieses Antrags angeführt, daß die Altersklasse vom 18 . bis 25. Jahrenicht nur zum Dienste tauglicher sei, sondern auch bei einer drohenden Gefahr denBerufsbeschäftigungen ohne so große Nachtheile entzogen werde, als bei der be-stehenden Einrichtung hervortraten, wo ein bedeutendes Aufgebot der Milizen vom18. bis 45. Jahre immer große Lücken bildet, welche die Drangsale eines Krie-ges für die Gewerbsamkeit des Landes noch empfindlicher machen. AU dieseEntwürfe scheinen jedoch hauptsächlich durch die Besorgnis gestört worden zu sein,der Anstalt ihren bürgerlichen Charakter zu nehmen, den man für das Wesentlichehielt, und bei den günstigen Verhältnissen der Vereinigten Staaten, welche dieGefahreine-KriegS entfernen, konnte man sich bei dem Zeugnisse der Erfahrung beruhigen,daß die Milizen als leichte Truppen und Schützen im kleinen Kriege gute Dienst«leisten können, wie e« sich auch im letzten Kampfe gegen England erprobt hat.
Volksschulwesen Die Erziehung der Völker — sagt der geistreicheBerichterstatter über Cousins bekanntes Werk in den „Blättern für literarisch«Unterhaltung" — ist im frühesten Anfange ganz Eins mit dem Leben selbst, siewird erst später national, d. h. die spätern Zeiten nehmen aus den frühern die Ele-mente ihrer Bildung und leben in der Erziehung der jüngern Generation gleichsamdie Geschichte des Volker nach; bei einzelnen Völkern, aber nur ganz wenigen,ging sie noch weiter, und faßte, entweder vorwärts oder rückwärts schauend, dieganze Menschheit inS Auge und bildete sich an ihr und für sie weiter aus. Sohangen die meisten Staaten des jetzigen Europa an den Formen und den Unter-richtSgrgenständen, die ihre Vorzeit und namentlich das Mitkelalter sie gel-hrt;wenige nur schüttelten sie in etwas ab. Unter diesen wenigen nimmt unstreitigunser deutsches Vaterland, wenn auch nicht in all seinen Theilen, den erstenPlatz ein, waS namentlich die neueste Geschichte des Volksschulwesens unwider-leglich darthut und beweist. Fragen wir aber zuerst nach dem Begriffe, der mitdem Worte Volksschule bezeichnet wird, so umfaßt derselbe u) im wettern Sinneall diejenigen Veranstaltungen, welche von den Staatsbehörden oder von Privat-feinen und Personen getroffen werden, die religiös sittliche sowie die wissenschaft-liche Bildung eines Volkes, besonders in seinen heranwachsenden Geschlechtern soI» leiten, daß sie geeignet sei, zu Erreichung der hödern mcnschheitwürdigen Zweckedes StaatSlebenS mitzuwirken : k) im engern Sinne dagegen versteht man dar-unter die Gesammtheit aller Schulen, welche, den Gklehrtenschulen gegen-über sS. Gpmnasialwesen), die Erziehung und den Unterricht der großenMenge der künftigen Staatsbürger, auf dem platten Lande sowol als in den Städ-ten, nach Anordnung und unter Beaufsichtigung und Leitung öffentlicher Behör-en zu besorgen haben, um dem bürgerlichen Leben geistig-kräftige und religiös-ßttllch, Glieder der Gesellschaft der Erwachsenen zuführen zu können. Noch mehrschränkt man den Begriff des Volksschulwesens, wenn man darunter nur dieundschulen begreift, was eine nicht zu billigende Beschränkung des Begriffes