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Virtuosen
di- das Verdienst schätzbarer Virtuosität besitzen, einlassen, weil wir sonst aus,,«er Kapelle einige Virtuosen anzuführen hätten. Wir nennen daher nur zuvör-dost die b-ioen berühmtesten Vertreter des Instruments in Frankreich und inDeutschland, nämlich Drouet und Fürstcnau. Louis Drouet ist der erste Fli-cht an der königlichen Kapelle in Paris. Seine Fertigkeit ist erstaunenswürdig,zumal besitzt er eine ungemcine Geläufigkeit im sogenannten Zungenstoß. SeinenTon mochte man mehr angenehm als schön nennen, sein Vortrug hat eine vollen-de» Grazie. Eine von Andern noch nicht nachgeahmte Kunst bestellt dann, diehöchsten Töne pianssstmo wie einen Hauch anzusetzen, sie anschwellen und leise ver-lüngen zu lassen. Drouet bat einige große Reisen durch Europa gemacht, wo erüberall rauschenden Beifall erwarb. Seine Kompositionen sind sehr geschlitzt.Anton Bernhard Fürstenau, geboren 1792 zu Münster und gegenwärtig Kam-mermusikus in OreSden, ist der berühmteste deutsche Virtuose und Componist fürdieses Instrument. Große Fertigkeit, brillante Eleganz in Passagen, schöner Tonund Vortrug zeichnen ihn au». Er machte 1826 eine Reise nach London, wo er dietraurig« Pflicht erfüllte, seinen Freund Karl Maria von Weber zu bestatten. AlsKomponist für sein Instrument hat Fürstenau ebenfalls einen großen Ruf. Vonfernern Virtuosen wollen wir nur diejenigen kurz namhaft machen, welche sich auchals Componisten Ruf erworben llaben Dies sind Bcrbiguie r, Tulon, Ga-briel ski in Berlin, Horsitzki, G u i l l o u und Andere mehr. Einsehrwacke-rer Virtuose auf dem Instrument ist Herrmann Schmidtin Berlin, doch hat ernoch wenig Ruf, wird aber wahrscheinlich als Komponist für das ganze Orchesterberühmter werden als in der Virtuosität — Der Flöte zunächst stellt die Oboe.Wir kennen manchen sehr guten Spieler auf diesem schwierigen Instrumente, alsj. B.von älterer Zeit her Messend olz, femer Wilhelm Braun in Ludwig«last, Gliede! in Berlin, doch sind wir überzeugt, daß fast jede große Kapelleähnliche Talente auszuweisen hat. Ein Virtuose, der sich einen europäischen Rufgemacht hätte, ist uns für dieses Instrument nicht bekannt, welches jedoch in derNanu desselben liegen mag. — Günstiger ist die Klarinette In dieser Beziehung.Auf ihr gibt e« wahrhaft ausgezeichnete Virtuosen Wir nennen zuerst HeinrichVarmann in München, der namentlich wegen der außerordentlichen Ruancs-rung des Tones vom stärksten forto bis zum fast verschwindenden piano berühmtlfl. Femer Johann Simon Hermstedt, geboren 1779 zu kangensalza, Ka-pellmeister de« Fürsten von Sondershausen, welcher gleichfalls durch schöne Füll«und Zartheit des Tons wie durch außerordentliche Fertigkeit berühmt geworden ist,und besonders in frühern Jahren als der erste Bläser bekannt, große Kunstrelser»"Mernahm. Für beide genannte Virtuosen haben berühmte Komponisten ihrerZeit gearbeitet, Maria von Weder vorzüglich für den erstem, Spohr für den letz!üm. Nächst ihnen möchte Tausch der Sohn (der Vater, ist gewissermaßen alsGründer der Virtuosität auf der Klarinette, die man vor ikm nur für Regimenrs--muflk brauchbar hielt, zu betrachten) einer der ausgezeichnetsten Spieler sein. Ganz" neuerer Zeit ist uns noch ein Virtuos, Sämann aus Hanover, bekanntge-worden, den wir zwar nur einmal gehört haben, der aber an rapider Fertigkeit derPassagen alle vorgenannten weit übertrifft und ihnen an Athemstärke und Tonwenigstens nicht» nachgibt. Ob er indessen so berühmt werden wird als Bärmann"hd Hermstedt. bleibt dahin gestellt, da die Virtuosität jetzt ungleich verbreiteter
als vormals. Was das der Klarinette nahe verwandte Instrument, dasaßeihom, anlangt, so ist darüber nur zu bemerken, daß jeder Klarinettist dasselbe'«"falls zu behandeln versteht. — Für das Horn gibt es gegenwärtig vielleicht"t deshalb keinen allgemein berühmten Virtuosen, da es in der letztem Zeit VieleVirtuosität auf diesem Instrumente gebracht haben, mit welcher man vor
Jahren das höchste Erstaunen erregt haben würde. Übrigens ist das Hom noch