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er in seinem reinen classischen Styl, der zugleich die tiefe Romantik Beethoven«vollkommen umfaßt, die Werke aller Meister in ihrer Eigenthümlichkeit aufzufas-sen weiß, wählend Paganini auch in den Kompositionen Anderer stet« nur sein au.ßerordentliches, aber seltsames und schroffes Selbst wiedergebiert.
Hiermit wäre die Übersicht über das heutige Violinspiel geschloffen, und wirdürfen nun zu andern Instrumenten übergehn, die ungleich weniger verbreitet, auchnur einzelne bedeutende Namen auszuweisen haben. Als der Violine am ver-wandtesten nehmen wir zuerst das Violoncell. Was Duport und ältere Meisterfür das Instrument geleistet, müssen wir übergehen. Der Begründer des heutigenBioloncellspicls ist ohne allen Zweifel Bernhard Romberg, welcher jetzt indessenalS Spieler vom Schauplatze abgetreten ist, jedoch noch immer eines europäischenRufes genießt. Ein eigentlich großer, allgemein gekannter Virtuose auf diesemInstrument lebt gegenwärtig nicht. Sehr geschätzt war das Brüderpaar Map undAnton B ohrer, von welchem Anton ein vorzüglicher Cellist, Max ein angeneb-mer Violinist war. Wir hätten eS hier nur mit dem Erstem zu thun, doch ist er vondem Bruder fast nicht zu trennen, da beide stets zusammen aufgetreten sind undvorzüglich durch ihre Duette Beifall beim Publikum erwarben. Bohrer war da-her auch mehr ein Spieler per I» eemer» als für das Concert und besaß mehr jene»kleine aber graziöse Spiel, als den großem Bogen und die rapide Fertigkeit derConcerispieler Die Brüder haben lange Zeit Europa durchreist, warm nachher inBerlin bei der Kapelle angestellt, gingen jedoch, unzufrieden mit Spontini, nachPari», wo sie noch leben. Sie sind mit zwei Schwestern, Töchtern des berühm-ten Instrumentmacher Dülkcr au» München, verheirathet, deren eine eine treff-liche Klavierspielerin ist. So geben sie Soireen für Kammermusik, welche da» glän-zendste Publicum von Paris anlocken. Ein ganz ähnliches Brüderpaar sind Moritzund Leopold Ganz, von denen der ältere ein sehr ausgezeichneter Cellist, der junge««in guter Violinist ist. Auch sie tragen meist selbst componirtc Duette vor, wor-auf sie außerordentlich eingespielt sind. Doch ist Moritz auch höchst ausgezeichnetals Concerrspieler und besitzt namentlich eine ungemeine Fertigkeit und leichte Ge-läufigkeit, besonders in der schwierigen Applicakur mit dem Daumeneinsatz Wasseinem Spiel fehlt, ist eine gewisse pikante oder leicht melancholische, oder graziös«Anregung; er bleibt bei aller Zierlichkeit doch meist kalt. Beide Brüder sind inFrankfurt am Main geboren, und jetzt bei der Kapelle in Berlin angestellt. Reisenhaben sie nur in Deutschland gemacht. Ein vortrefflicher Cellist ist femer JosepbMerk in Wien, der einen höchst geistreichen, pikanten, in den kleinsten Nuancenvollendeten Vortrug besitzt und die Passagen sehr rund ausführt. Er ist vorzugs-weise Concerispieler, und hat auch viel für sein Instrument geschrieben. SeineMitbürger stellen ihn neben Romberg, doch möcht» die« wol zu viel gesagt sein.Dotzauer, Vater und Sohn in DreSden, sind als gute Spieler und sehr beliebteKomponisten für das Instrument nicht zu übergehn. Hiermit wär« die Zahl derberühmter gewordenen Spieler auf diesem Instrumente erschöpft, wenigstens so-weit unsere Kenntniß reicht. Als sehr tief auffassender Spieler, der einen wahr-haft romantischen Vortrug besitzt, muß noch ein junger Mann Namens G roß ge-nannt werden, der ledoch muthmaßlich als Komponist dereinst einen ungleich be-deutender» Ruf erlangen wird. Er ist gegenwärtig nach Dorpat gegangen, wo «inreicher Gutsbesitzer ihn für sein Hausquartett gewonnen hat. Als Quartetkspielerist der jüngste der medrgcnannten vier Brüder Müller der ausgezeichnetste Virtuos»,den wir je gehört haben Concertspielcr scheint er jedoch nicht zu sein. Von einzel-nen seltenen Virtuositäten aus andern Saiteninstrumenten, wie z. B. D'alOcca auf dem Conkrebaß usw. kann hier nicht die Rede fein.
Zu den BlaSinstrumenten übergehend, machen wir mit der Flöte den Anfang.Die ungemeine Zahl guter Flötenspieler läßt es durchaus nicht zu, daß wir un« auf
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