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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
819
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Virtuosen 819

Kriegsminister den Fortschritt der constitutionnellen Waffen. Um diese Zeit crbieltjedoch das Heer Donna Maria's Verstärkungen aus Belgien; Algarbien wurdeaufs neue besetzt und Admiral Napier, der erst am 17. März von Lissabon absegelnkonnte,nahm amEnde desselben Monats diePlätze Viana undCaminho im nördlichenPortugal, Don Miguel aber verlor, in Folge seiner Verbindung mit dem spanischenKronprätendenten Don Carlos, seinen Stützpunkt in Spanien, wo endlich die Aner-kennung Donna Maria's als Königin von Portugal Cnde März 1884 erfolgte. Aufdiese Erfolge hat der Herzog von Terceira keinen Einfluß gebabt, außer inwiefern«durch das Vertrauen, welches ihm Don Pedro fortwährend schenkte, diesen hef-tigen und launenvollen Fürsten durch feinen Rath von manchen unüberlegtenSchritten abhielt. Er wurde um die Mille des März zum Oberbefehlshaber inPorto und über das Corps ernannt, welches den nördlichen Theil des Königreichsvon den miguelistischcn Truppen unter dem General Almer reinigen sollte. Gleich-zeitig erhielt Bernardo von Sa den Befehl, von Algarbien durch Alemkejo gegenElvas und Santarem vorzudringen, um den von Saldanha beschlossenen Haupt-angriff auf Santarem ebenso vorn Süden wie vorn Norden her zu unterstütze».Das Einrücken eines spanischen Corps in Portugal im April wirkte entscheidendauf die Kriegsereignisse. Nach einem kurzen Stillstand in d>n Operationen erzwängB. den Übergang über die Tameja, warf die miguelistischen Truppen zurück, drangin daS Innere der Provinz Tras oS Montes, die sich für die Sache der Königin er-klärte, und besetzte am 11. Apr. Murga. Er ließ darauf jene Provinz unter den Be-fehlen der Generale Pizacro und Avelle; und zog gegen Ende des Apr. nach Viseu.Am 8. Mai vereinigte er sich mit dem spanischen General Rodil und besetzte am 8.Eoimbra, das Miguel's Truppen bereits geräumt hatten. Am 9. Mai zog V. wei-ter südlich. Am 16. Mai schlug er das miguelistische Heer auf den Höhen bei Affei-rüra unweit Thomar. Er rückte am 19. Mai in Santarem ein, das Don Mi-guel's Truppen verlassen hatten. Es wurden Unterhandlungen angeknüpft, undDon Miguel und Don Carlos verpflichteten sich, Portugal zu verlassen. (7)Virtuosen. Wir folgen in diesem Artikel denselben Grundsätzen, die indem frühern Sänger und Sängerinnen uns geleitet haben, und verwei-sen daher auf Dasjenige, was wir dort in der Einleitung über die Schwierigkeitgesagt haben, vollständig und gerecht zu sein. Wie dort, und aus gleichen Grün-den, beschränken wir uns mehr auf das Vaterländische, zumal da solchen Virtuo-sen, deren Ruf aus dem Auslande bis zu uns gedrungen ist, fast immer ein eignerArtikel in diesem Werke gewidmet wurde. Angemessen scheint es uns, einige Worteüber den Zustand der Virtuosität im Allgemeinen vorauszuschicken. Wie dieDicht-"nd Schauspielkunst in einem nahen, obgleich nicht unbedingt nothwendigen Zu-sammenhange miteinander stehen und die Tiefe der dichterischen Hervorbringungen,lvrlche ein Zeitalter vorzugsweise bewegen (es ist grade nicht nothwendig, daß sie indemselben erzeugt seien), auf die theatralischen Leistungen den größten Einfluß hat,si ijt dies auch in dem Verhältniß der Componisten zu den Virtuosen der Fall.Aeemand wird es leugnen, daß die Productionen unserer Zeit sich vorzugsweisedurch die Vervielfältigung in der Anwendung äußerer Mittel auszeichnen. Den-hlben Weg ist die Virtuosität gegangen, indem die mechanische Entwickelung der-selben einen ungemein hohen Grad erreicht hat, und bei Vielen leider schlechthinM Hauptsache geworden ist. Dinge, welche die größten Virtuosen des vorigenslahrhunderts für völlig unausführbar und unmöglich erklärt haben würden, leisten^il Leichtigkeit. Dagegen aber muß man freilich auch von den auS- a, Meistern bekennen, daß sie sich nur äußerst selten zu einer wahrhaftll» "dsi Produktion erheben und der ganze Werth ihrer Leistungen hauplsäch-m nur in einer größer» Überwindung des Mechanischen besteht. Es ist freilich?r, daß Werke, welche vor 40 oder 50 Jahren den berühmtesten Virtuosen zur

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