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Barnbüler
Gleiches gilt von dem Treffen bei Löchgau am 3. Nov., wo Ney von weiteremVordringen abgehalten und bald darauf zum Rückzüge gegen den Rhein genöthigtward. Zm Feldzug 1800 war N. Chef des GeneralstabS der 7000 Mann starkenwürtembergischen Division. Durch große Thätigkeit und scharfsinnige Beurthei-lung der damaligen Lage der Dinge, zeichnete er sich auch in diesem Fcldzuge aus.Sein höheres strategisches Talent beurkundet die von ihm herausgegebene Schrift:„Über den Feldzug der deutschen und französischen Armee in Deutschland, imSommer und Winter des Jahres 1800" (Tübingen 1801), welche voll lehr-reicher, interessanter Betrachtungen ist. Er wurde 1801 Major und schon 1805sahen wir ihn als Obersten und Genccalquartiermeister thätig zur zweckmäßigenOrganisation des würtembergischen Militairs mitwirken. Ihm verdankte Wür-tcmberg (1805) die Errichtung eines Mililairinstituts, in welchem für die sitt-liche und wissenschaftliche Bildung der sich dem Militairstande widmenden Zög-linge durch eine hinlängliche Anzahl Lehrer und Aufseher gesorgt wurde. DemFeldzuge 1805 wohnte V. als Chef des Generalstabs des würtembergischen Trup-pencorpS bei; als er aber im folgenden Jahre sich mit Freimüthigkeit in einerDenkschrift über die damals lästige Rccrutirungsweise äußerte, zog er sich die Un-gnade des KönigS zu, und nahm unter Berufung auf seinen geschwächten körperli-chen Zustand den Abschied.
Mit diesem Schritte beginnt ein neuer Zeitabschnitt seines Lebens. Inhäuslicher Zurückgezogenheit widmete sich sein rastloser Geist seht der Landwirlh-schast. Allein die Mittel, welche er anwendete, um überall Verbesserungen einzu-führen, ersoderten zu große Opfer, sodaß er in seinen Vermögensverhältnissen be-deutend zurückkam. Nach siebenjähriger Ruhe trat V., da ihm im Vaterlandeeine geeignete Anstellung verweigert wurde, zu Ende des Jahres 1813 als Oberstdes Generalquartiermeisterstabes in östreichische Dienste, und machte als solcher denFeldzug von 1814 mit. Im folgenden Jahre traf er mit König Friedrich zu Wienzusammen, und verließ auf dessen Anregung den östreichischen Dienst. Der Königentschädigte ihn durch Ernennung zum Generalmajor und Generaladjutanten. DemFeldzug von 1815 wohnte er in der Eigenschaft als Generaladjutant in dem Haupt-quartier des Kronprinzen bei, in welcher Stellung er neue Beweise seiner militairischenTüchtigkeit ablegte. Nach beendigtem Kriege ernannte ihn der König zum Gene-ralquartiermeister, und nun ergriff er wieder mit Eifer den schon früher gefaßtenPlan, eine Schule zur theoretischen uud praktischen Bildung tüchtiger General-stabsoffiziere zu gründen, den er glänzend ausführte, und dem er den Rest seinesLebens mit Liebe weihte. Nach dem am 30. Ort. 1816 erfolgten Tode des Kö-nigS Friedrich, ward V. von dessen Nachfolger mit einer Sendung nach Pe-tersburg beauftragt, um die Nachricht von der Thronveränderung zu über-bringen. Nach seiner Rückkehr ward er, wie in der Folge, bei allen wichtigernMilitairangelegenheiten zu Rathe gezogen; viele Verbesserungen wurden vonihm selbst in Anregung gebracht und hervorgerufen. Er wurde 1870 zum lebens-länglichen Mitgliede der Kammer der Standeshcrren ernannt, in welcher Ei-genschaft seine genaue Kenntniß des Vaterlandes dem Staate von großem Nutzenwar. Die auf seinen Vorschlag in demselben Jahre ins Leben getretene OfsizierS-bildungsanstalt, welche seiner unmittelbaren Leitung untergeordnet wurde, bliebfortwährend der Gegenstand seiner Fürsorge. Auch die alle zwei Jahre gehaltenengrößer» Kriegsübungen der würtembergischen Truppen, ein umfassendes Bildungs-mittel sowol für die Offiziere als für die Truppen, entstanden auf seinen Vorschlagund nach seinen Ideen. Ebenso thätig wirkte er zur gänzlichen Umarbeitung dervorhandenen Militairdienstvorschristen mit, und gab den ersten Anstoß zu einerzweckmäßigern Einrichtung der MilitairsträflingSanstalt und zur Einführung vonStrasrlassen in den Regimentern. Er begleitete 1823 im Auftrage des König»