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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
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Tydemann

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kieler Communalangelegenheiten, besonders im Armenwesen, rühmend zu geden-ken, worin er ein ausgezeichnetes administratives Talent bewährt hat. ( 21 )Tydeman (Hendrik Willem), geboren am 25. Aug. 1778 zu Utrecht,wo sein Vater, Meinard T., als Professor angestellt war, erhielt seine Borbil-dung im Athenäum zu Devcnter und widmete sich daraus dem Studium der Phi-losophie und der Rechte zu Groningen und vorzüglich zu Leiden, wo er sich untervan Kcessel dem römischen und holländischen Rechte und unter Kluit denStaats-wisscnschaften widmete, und 1799, nach Vertheidigung seiner Dissertation:vsrelbus jullicutis nein rescinclenclis", die juristische Doctorwürde erlangte. AumStaatsdienste bestimmt, aber der oranischen Partei ergeben, mochte er unter derentgegengesetzten Partei, die seit 1795 herrschte, nicht Beförderung suchen undwählte daher die Laufbahn eines Sachwalters. Er nahm jedoch 1802, da dieRegierung gemäßigtem Grundsätzen folgte, die Stelle eines FiScals in Indien an,als er aber im Begriff war, zu seiner Bestimmung abzureisen, ward er zum Pros. derRechte zu Deventer ernannt. Im folgenden Jahre erhielt er ein Lehramt auf derUni-versität zu Franecker, das er mit einer RedeOejure ro,nannj,i»tiiane» per beni-gnnm Lei prvvikientium all salulem z-eneris bumsni opportune inLtuurato" an-trat und mit großem Beifall verwaltete, bis jene Universität 1812 aufgehobenwurde. T. wollte wieder zum Sachwalterberufe zurückkehren und sich in Leuwar-den niederlassen, als er durch Cuvier's Einfluß in demselben Jahre bei der neuenEinrichtung der Hochschulen zum Professor der Rechte in Leyden ernannt wurde,wo er durch seine Ernennung vorzüglich auf das französische Civilrecht angewiesenwar. Als nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Hollands die Landesuni-versitäten 1815eine andere Einrichtung erhielten, und das Studium der Staatswif-senschasten mit den juristischen Facultäten verbunden wurde, wählte T. dieses Fach,und es wurden zuerst durch ihn Vortrage über die Encyklopädie und Methodologieder juridisch-politischen Wissenschaften und über Staatswirthschaft auf den nieder-ländischen Universitäten eingeführt. Auch ward eigentlich durch ihn die niederlän-dische Statistik in den Kreis der akademischen Studien aufgenommen, da Kluitnur eine Skizze derselben gegeben hatte. Als die Universität 1825 das 250. Jahrihrer Stiftung feierte, machte T. als Rector durch eine Redevoctrinos pnüticnsin neeulemüs Maxime belgstcis eese rlocenrlns" auf die Nothwendigkeit dieser Er-weiterung des akademischen Unterrichts aufmerksam. Er trat stets dem Absolutismusentgegen und bekannte sich freimüthig und offen zu gesunden und liberalen Grund-sätzen. Seine amtlichen Arbeiten und die hingebende Gefälligkeit, die er stets gegenseine Schüler und gegen inländische und ausländische Gelehrte bewies, hielten ihnnicht ab, seine Muße der Ausarbeitung mehrer Schriften zu widmen. Außer einigenÜbersetzungen,;. B. von Schlözer'sTheorie der Statistik", schrieb er, aufVeranlas-mng einer zu Göktingen aufgestellten Preisfrage, eine Abhandlung über die voinStaate anzuwendenden Mittel, dem durch den Krieg bedrängten Landmann aufzu-helfen, und 1814 eine historische Schrift über einen holländ. Ketzer des 12. Jahr-hunderts (VerlumrlelinAen over «len emrtsleetler Runobelz-n"). Zu den Schrif-ten der seeländischcn Gesellschaft der Wissenschaften lieferte er drei Abhandlungen:überAppollonius von Tyana, die er in Vereinigung mit seinem Freunde Lotze bear-beitete, über die Zwiste der Hocks und Kabeljaus und über die ehemaligen Gildenund Corporationen, zu den Denkschriften der Akademie der Wissenschaften zu Hartem

zwei Abhandlungen: über die Ursachen der Armuth und der Übervölkerung in Eu-ropa (gemeinschaftlich mit Scheerenberg bearbeitet) und Vertheidigung des Ge-brauchs der Maschinen in den niederländischen Fabriken. In Verbindung mitI. de Meyer gab er heraus:krieven over <Ie unnstsiule veckerlaiulsciie IVet-ßevin^" (6 Bde., 1814). Erwähnung verdienen auchOonsidernticn «vor äoeeuer Ltnutscommissien vorgelegte vrusgpunten betreüenlle «!e nellerlanu-

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