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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
675
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Twesten 675

Twcsten (August Delle» Christian), Professor der Theologie und Philoso-phie in Kiel, der eine ehrenvolle Stelle unter den Theologen unserer Zeit einnimmt,ward am 11. Apr. 1789 zu Glückstadt geboren, besuchte er die lateinische Schule sei-nes Geburtsortes, studicte dann Theologie und Philologie zu Kiel, und erlangte da-selbst 1812 die philosophische Doclorwürde. Hierauf ging er nach Berlin, wo erhauptsächlich mit Schleiermacher in Verbindung kam, der auf seine theologischeRichtung wesentlichen Einfluß erhielt. Er wurde in Berlin noch in demselbenJahre Lehrer am Friedrichswerderschen Gymnasium, und 1813 Jnspector amJoachimslhaler Gymnasium. Schon 1814 aber verließ er Berlin und seinen bis-herige» Beruf als Gymnasiallehrer, da er als außerordentlicher Professor der Theo-logie und Philosophie nach Kiel berufen wurde, wo er 1819 zum ordentlichen Pro-ststor der Theologie, mit Beibehaltung seiner außerordentlichen Professur der Phi-losophie, ernannt wurde. Von der theologischen Facultät zu Bonn wurde er 1826zum Doctor ernannt, in demselben Jahre ward er Ritter von^ Danebrogordenund 1827 inländisches Mitglied der Gesellschaft der Wissenschaften in Kopenhagen.Mehre Berufungen nach andern Universitäten, namentlich nach Bonn und Göt-tingen, lehnte er ab, und blieb mit Gehaltszulage in Kiel. Seine nicht sehr zahl-reichen Schriften erstrecken sich auf Philologie, Theologie und Philosophie. Phi-lologischen Inhalts ist nur seineOommenintio criticu eie Hesioili cnruiine cpiaelinscribitur Opera et Dies" (Kiel 1815). In der Theologie bearbeitete er früherdie Symbolik, indem erDie drei ökumenischen Symbole, die augsburgischeConfession und die kepetiti« ennkessionis Auz-ustunue" (Kiel 1818) und danngemeinschafilich mit HarmsDie ungeänderte augsburgische Confession, sowiesie Anna 1530 übergeben worden >r. deutsch und lateinisch" (Kiel 1819) her-ausgab. Sein Hauptwerk im Gebiete der Theologie sind aber unstreitig seineVorlesungen über die Dogmatik" (1. Thl., Hamburg 1826), die zwar bisjetzt nur die Einleitung in die Dogmatik enthalten, aber doch mit großer Gründ-lichkeit und Ausführlichkeit die allgemeinen Grundsätze über die Behandlung dieserWissenschaft darstellen. T. geht hier von einem ähnliche» Standpunkte aus wieSchleiermacher in seinemChristlichen Glauben", indem auch er als Aufgabe derevangelischen Dogmatik nur die Darstellung und wissenschaftliche Auffassung derkirchlich geltenden Lehre betrachtet, mithin den rationalistischen Grundsatz der freienKritik der Kirchenlehre verwirft und die darauf ruhende höhere Aufgabe der Dog-matik, die religiöse Wahrheit selbst für den Gebrauch der evangelischen Kirche zuermitteln, also nicht blos der Darstellung, sondern auch der Fortbildung der kirch-lichen Lehre zu dienen, ganz verkennt. Obgleich T. sich noch strenger als Schleier-macher an die historische Basis der evangelischen Kirchenlehre, wie sie in den Schrif-ten der Reformatoren und den symbolischen Büchern gegeben ist, anzuschließenscheint, so darf man ihn darum doch keineswegs den blindgläubigen Buchstabiernoder den mystischen Schweblern zugesellen, vielmehr ist eine freie und klare Bewe-gung des Denkens im Auffassen und Beurtheilen der kirchlichen Lehre überall sicht-bar. Als klar und scharf denkender Philosoph hat sich T. übrigens auch ausdrück-lich bewährt durch seineLogik, insbesondere die Analytik" (Schleswig 1825).Seine letzt« Schrift ist dieNachricht von dem zu Gallysburg in Pensylvanien zuerrichtenden theologischen Seminar der deutschen evangelisch-lutherischen Kirchen"(Hamburg 1826). Außerdem ist er als Mitherausgeber der von 181519 er-schienenenKieler Blätter" thätig gewesen. Neben seiner literarischen Wirksamkeitund seinen Verdiensten als akademischer Lehrer, ist auch seiner Leistungen in den

in tbs Dlnst, tbe nevv nllwinistrntion ok l-reoce etc." (kondon 1033).«lade prophezeit, vom militaiiischea und aristokratischen Gesichtspunkte aus ur-theilend, d.n Fall der Türkei. Urguhart vertheidigt Mahmud's Reformen undhofft von ihnen den besten Ertötn.

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