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Vierter Band (1834) S bis Z
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Türkei seit dem Frieden zu Adrianopel

erklärte es sogleich für unecht, weil die Eroberung der Festung Chaiber in dasfünfte, Moavia's Übertritt auf die Seite des Propheten aber in das neunteJahr der Hegira siele, und Saad schon im fünften Jahre dieser Zeiirechnunagestorben sei. Durch diese sich widersprechenden Angaben bewies er, daß besag-tes Document keinen Glauben verdiente, und zwang die hierdurch überrasch-te» Juden zum Geständniß, daß sie selbes verfälscht hatten". Überzeugtvon dem Nutzen der Geschichte, widmeten ihr alle islamitische sowol als anbei«Regierungen von jeher ihre Aufmerksamkeit, und die geistreichen und treff-lichen Geschichtsschreiber Jbn Äesflr, Jman Suputi, Jbn Dschewsi, Kasi B,i-sawi u. A. verfaßten zu diesem Ende ihre Werke. Vorzüglich widmete die hob!Pforte diesem Gegenstände immer die größte Sorgfalt, und ernannte eigne Rcichs-historiographen, die man in den ersten Zeiten: Schechname-chon und späterWakaj miwis nannte. Alle im Verlauf von 28 bis 38 Jahren gesammelte Bege-benheiten wurden, einem alten Gebrauche gemäß, durch den Druck öffentlich be-kanntgemacht, und so entstanden die Werke von Raima, Raschid, Srrbhi Jzziund Wassif. Wenn jedoch die täglichen Begebenheiten der Gegenwart nicht zurZeit ihres Geschehens öffentlich kund gemacht werden, und somit ihre wadren Ur-sachen verborgen bleiben, so pflegen die Menschen, nach dem Sprüchwort: derMensch ist Feind Dessen, was er nicht kennt, Allem, dessen Veranlassung und Zu-sammenhang st« nicht begreifen, zu widerstreben. Und so geschah es bisher auch,daß das Volk alle innere und auswärtige Angelegenheiten, Amtsveränderunginund andere Verfügungen der hohen Pforte, gleichsam als räthselhaft betrachtend,ihnen oft einen von der eigentlichen Absicht der Regierung ganz verschiedenen Sinnunterlegte. Wiewol nun hierin das Volk einer allen Menschen angeborenen Nei-gung folgt, und daher gewissermaßen Entschuldigung verdient, so macht doch dieseitle Gerede den Unwissenden zuvörderst seine Urheber verdächtig und strafwürdigerscheinend, und kann überdies die Gemüthsruhe und Richtigkeit der Ansichtender Unterthanen der hohen Pforte gefährden. Es ist demnach der innigste WunschSr. Hoheit, unsers gnädigen, erhabenen, durch alle trefflichen Eigenschaften aus-gezeichneten Monarchen und Herrn, auch in diesem Stücke die allgemeine Ruhezu sichern und fein Volk von dem grundlosen Argwohn und den bangen Zweifelnzu befreien, die bisher durch falsche Gerüchte und eitles Gerede veranlaßt wurden.Zu diesem Ende wurde vorliegender Gegenstand in der hiezu versammelten Eonfe-renz in Berathung genommen und beschlossen, durch schnelle öffentliche Bekannt-machung alle auf die innern und äußern Angelegenheiten der hohen Pforte sich be-ziehenden Ereignisse, und durch Angabe ihrer wahren Ursachen und sonstigen Erso-dcrniffe, dem Volke eine richtige Anficht von demselben zu verschaffen, und es zu-gleich vor jener Unruhe zu sichern, in die es bisher durch willkürliche Auslegungenund falsche Gerüchte verseht zu werden pflegte. Da aber nebstdem auch Alles, wasauf neue Erfindungen, schöne Künste, Preise der Lebensrnittel und Waaren undden Handel überhaupt B-zug hat, zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden soll,so liefert dieses gemeinnützige, für Stadt und Volk gleich ersprießliche Unternehmeneinen neuen und sprechenden Beweis der Milde, Gerechtigkeit und weisen Für-sorge unseres erhabenen Beherrschers, und seines ernsten Sterbens, die allgemeineWohlfahrt und Zufriedenheit zu befördern. In Betracht jedoch, daß eS schwierig rwäre, alle dergleichen Nachrichten schriftlich dekanntzumachen, fand man es ange-messen, einen eignen Druckverlag zu bestimmen, in welchem eine neue Zeitung mverschiedenen Sprachen erscheinen wird. Da nämlich unser großmüthiger und er-habener Monarch nicht nur ein milder und gnädiger Herrscher gegen seine Unter-thanen, sondern auch ein aufrichtiger Freund aller mit der hohen Pfortechm Verhältnissen stehenden Mächte ist, so ist eS wünschenswerlh, die Heraus-gabe dieses Blattes durch Beidruckung anderer Sprachen noch gemeinnütziger zu

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