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und deren Sammlung, welche man jetzt in einer Auswahl zu veranstalten IM Be-griff steht, ihm das schönste Denkmal setzen wird. Auf seinen Reisen durch Ita-lien, dessen Hauptvrte er mehrmals besuchte, durch Frankreich u. st w. hatte er,nebe» Befriedigung seiner Wißbegierde, den Zweck, seine Bibliothek und sein Fa-milienrnuseum durch literarischc und artistische Schätze zu bereichern. Erstere istaufsolche Weise sowol an gedruckten Werken als an Handschriften eine der ausge-zeichnetsten und sehenswürdigsten Italiens geworden. Durch seine Unterstützungund Freigebigkeit wurde in einem Lande, wo durch die Unsicherheit des literarischmEigenthums die Verhältnisse der Schriftsteller und Buchhändler sehr ungünstigsind, das Erscheinen mehrer wichtigen Arbeiten erleichtert, worunter Rosmini'S„Leben Francesco Filelso's" (t808) und dessen „Denkwürdigkeiten aus dem Lebendes Marschalls Johann Jakob Trivulzio" (1815), Mazzucchclli'S Ausgabe desGedichts über den Maurenkrieg unter Justinian von EreSconius CorippuS (1820)und dessen Sammlung der Briefe Annibale Caro's, zu welchen Werken meistHandschriften und Urkunden der Trivulzischen Bibliothek benutzt wurden. Er be-sorgte eine sehr schätzbare Ausgabe von Dante's Gastmahl (Onvito), worin erdurch Vergleichung der Drucke mit seinen eignen Handschriften und denen der be-rühmtesten Sammlungen Italiens, sowie durch glückliche Verbesserungen viel zurWiederherstellung des sehr verdorbenen Textes beitrug, wobei ihm Monti, der umdiese Zeit seinen Versuch über die Irrthümer im „Ouumto" (1823) schrieb, zurSeite stand. Auch die „Vita uuvvu" wurde von ihm mit verbesserter Lesart heraus-gegeben. Die Besorgung der übrigen Gedichte Dantc's, die auch nach Acrivabene'sAusgabe noch mancher Berichtigung und Sichtung bedürfen, wurde durch denTod unterbrochen. So wirkte T. ruhig, unbekümmert um äußere Ehrenbezei-gungen, ein glücklicher Familienvater und liebender Freund, gesucht und geehrtvon Allen, die ihm nahe zu kommen Gelegenheit hatten, und lebte ganz seinen li-tcrarischen und gelehrten Forschungen und Beschäftigungen, als eins schmerzhafteKrankheit am 9. März 1831 seinem Leben in der vollen Kraft und Thätigkeit sei-nes Geistes ein Ende machte und seine Familie und zahlreichen Freunde in die tiefsteTrauer stürzte. Mit einem würdevollen Äußern verband T. das Benehmen desWeltmannes und neben seinen geistigen Vorzügen die schönere Seite des Aristo-kratismus, die ihm von Manchen als Stolz angerechnet wurde, während Alle, dieihn näher kannten, sein offenes allen schönen Empfindungen zugängliches und inseiner Anhänglichkeit festes Gemüth hochachteten und liebten. (58)
Trommsdorff (Johann Bartholomäus), der Veteran der jetzigen Phar-maceuten, wurde geboren am 8. Mai 1770 zu Erfurt, wo sein Vater, WilhelmBernhard T., ordentlicher Professor der Arzncikunde und Apothckenbesitzer war.Er erlernte in Weimar die Apothekcrkunst, conditionirt« an verschiedenen Orten,widmete sich dann den Naturwissenschaften, vorzüglich der Chemie, und übernahmdie Apotheke-seines verstorbenen Vaters. Er wurde 1795 aus der Universität zuErfurt als Pros. der Chemie und Phpsik angestellt. Früher schon hatte er sich durchmehre chemische Abhandlungen in den damaligen chemischen Zeitschriften bekanntgemacht und ein „Systematisches Handbuch dcrPharmacie" geschrieben, das allge-meine Anerkennung fand und 1827 (Erfurt) in der dritten Ausgabe erschien. Seit1794 gab er auch das noch jetzt noch fortdauernde „Journal für Pharmacie" her-aus, das nicht wenig zur Vervollkommnung der Pharmacie beigetragen hat und dievorzüglichsten eignen pharmaceutischen und chemischen Entdeckungen T.'s ent-hält. Er errichtete 1795 mit Beihülfe mehrer Freunde eine pharmaceutisch-chemische Lehranstalt, welche über 33 Jahre lang ihren glücklichen Fortganggehabt hat, sich der besondern Aufmerksamkeit der Regierung erfreute und ausder viele wackere Chemiker und tüchtige Pharmaceuten hervorgegangen sind. Ob-gleich das Hauptbestreben T.'s war, den wissenschaftlichen Geist unter den