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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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Tittmann (Karl August)

Griechischen Neuen Testaments" (Leipzig 1824, 12.); die vergleichende Dar-stellung:Die evangelische Kirche im I. 1530 und 1830" (Leipzig 1830) unddas Schristchen:Über die Fixirung der Stoigcbühren und des Schulgeldes"

(Leipzig 1831), Seine bis auf wenige Bogen schon gedrucktePolemik" darfman gewiß hoffen, binnen Kurzem im Buchhandel zu erhalten. Eine Mengeinteressanter Gegenstände behandelte er in seinen zahlreichen Programmen undandern Gelegenhcitsschristen, die zum Theil in classischem Latein geschrieben sind.

Ein Theil derselben wurde nach seinem Tode unter dem Titel:Opasculu vuniargumenti, maximum pariern «logmutre!, upologetici ei lristorici", bevorwor-iet von Hahn herausgegeben (Leipzig 1833), und dieOe 8^n»n^mis inkiovoMstamento" von Becher (Leipzig 1832). Besondere Auszeichnung verdientT. auch als Geschäftsmann. Mit ungemeincr Leichtigkeit unterzog er sich denihm fremdartigsten Geschäften und führte sie zur allgemeinen Zufriedenheit aus.

Mit Gewandtheit und Unerschrockenheit sprach er mit Napoleon, der frühere De-putiere der Universität abgewiesen hatte, wie mit Alexander, und unterhandeltemit dem Fürsten Repnin in ziemlich ernstem Tone und mit Wittgenstein. Auchwährend seines Aufenthalts in Preßburg beim Könige Friedrich August gewann ersich dessen Wohlwollen in hohem Krade. Auf dem Eongreffe zu Wien, bei demer einige Zeit gegenwärtig war, sprach er mit Freimüthigkeit, namentlich für dieRealisirung seiner Lieblingsidee, das 6»rpus Lvangelicvrum von Neuem zu con-stituiren. Insbesondere zeichnete er sich auch 1830 auf dem Landtage als Ab-geordneter der Universität in der ersten Curie aus und übte oft durch sein geistigesÜbergewicht bedeutenden Einfluß, so viel es die hemmenden Formen der 'altenBerfassung gestatteten. Gemeinheit der Gesinnungen, kirchliche Intoleranz underschlaffende Indolenz erregten seinen Unwillen; Zweideutigkeit, Falschheit und z'Winkelzüge haßte er; mit seinen Collegen lebte er stets im schönsten Einverständ-nis. Schwer wurde es ihm, einem Bittenden etwas abzuschlagen und er hakVielen geholfen. Er besaß die seltene Gabe, die Herzen Hoher und Niederer ingleichem Grade und in wenigen Augenblicken zu gewinnen, und im geselligen Um-gänge so zu unterhalten, daß Niemand unbefriedigt ihn verließ. Bei feierlichenVeranlassungen, wie im engern Kreise, war er einer der gewandtesten Sprecher,namentlich in classischem Latein. So hielt er unter anderm beim Jubiläum Nie-meper's in Halle eine ausgezeichnete lateinische Rede, in welcher er auf die Redenaller Derer, welche vor ihm gesprochen hatten, Rücksicht nahm; wie er denn auchbei der Wahl zum Rcckor der Universität und zu andern akademischen Würden ge-wöhnlich gleich aus der Stelle die inbaltreichstcn Reden in Ciccronianischcm La-tein sprach. Ein Urtheil über ihn als Mensch zu fällen, mögen Die unterlassen,welche nicht Gelegenheit hatten, einen Blick auf das Ganze seines Thuns und We-sens zu werfen. Er selbst war mit sich und seinem Leben ebenso wie mit seiner Lehreim Reinen, was Jedem einleuchten wird, der ihm näher stand. Vergl.Rede amGrabe T.'s nebst einer biographischen Skizze T.'s von Wilhelm Theodor MoritzBecher" (Leipzig 1832). (70)

Tittmann (Karl August), Doctor der Rechte, sächsischer Hof- und Justiz-rath und Geheimer Referendar, geb. zu Wittenbcrg am 12. Sept. 1775, ward imälierlichen Hause nebst seinem vorerwähnten ältesten Bruder durch Hauslehrer undzuletzt in Dresden, durch Privatunterricht, namentlich des damaligen Cvnrectors derKreuzschule, Beutler, für die akademischen Studien vorbereitet, worauf er zu Ostern17-3 die Universität Leipzig bezog, um sich den Rechtswissenschaften zu widmen.

Nachdem er daselbst 17-5 seine AbhandlungI)e rteliciis in vires mentis tuuna-nae commissis" (Leipzig 1795, 4.), vertheidigt hatte, setzte er seit Michaelis ge-dachten Jahres seine Studien zu Göttingcn fort, wo 1796 die von ihm bei derPreisbewerbung eingereichte juristische Abhandlungve runlntu ei iüniiikus zuris