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Vierter Band (1834) S bis Z
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634
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Tittmann (Johann August Heinrich)

amt auszubilden, überstieg er mit Riesenschritten die ausgetretenen Stufen de,Mittelmäßigkeit, wendete sich im Jun. 1792 nach Leipzig und babilitirte sichdort am 15, Mai 1793, zu welchem Behuf er die Abhandlungve cau-oos»pliilosopliarom veterum IN summ» Kollo clekniencko" (Leipzig 1795, 4,), schrieb.In einem Alter von 20 Jahren hatte er sich bereits eine so umfassende, gründlicheGelehrsamkeit zu eigen gemacht, daß es ihm leicht möchte gelungen sein, in jederHinsichtals der erste unter den Theologen seines Zeitalters zu glänzen, wenn ersich nicht zerstreut hätte und dadurch Störungen eingetreten wären, die ihm na-mentlich in spätern Jahren beim ernsten Studium vielfach hinderlich wurden.Schon 1795 ward er Baccalaureus der Theologie und Frühprediger an der Uni-versitätskirche zu Leipzig, erhielt 1796 eine außerordentliche Professur in der phi-losophischen und 1800 in der theologischen Facultät. Im I, 1805 ward erDoetor und vierter ordentlicher Professor der Theologie, rückte sodann 1809 in diedritte, 1815 in die zweite ordentliche Professur ein und ward 1818 erster Pro-fessor der Theologie, In dem Domstiste Meißen erlangte er endlich die Eustos-prälatur, eine Stelle, die einem gelehrten Domherrn nur sehr selten zu Theil wird.In Folge einer Krankheit, die er sich bei einer Visitation der erzgebirgischen Gym-nasien im 1,1828 zugezogen hatte, erkrankte er, gcnaß zwar wieder, aber seineKräfte schwanden seit dieser Zeit immer mehr.Die Summe meines Thun«ist nunmehr Schlafen Schlafen", sprach er am Abend vor seinem Tode undentschlief am 31. Dec, 1831 mit dem gewöhnlichen Schlußworte seines Kollegin8e>I kaec sulüciant, klnis! Kais! ill üclo," Als akademischer Lehrer war erwährend der langen Dauer seines Lehramtes in den theologischen Disciplinen, dieer vortrug, ganz heimisch geworden; nie band er sich an ein Heft und in manchenVorlesungen entbehrte er desselben ganz; durch Scharfsinn aber, gesundes Urtheil,Einfachheit und bewunderungswürdige Deutlichkeit, sowie durch ungesuchkenWitz erwarb er sich die Liebe seiner zahlreichen Zuhörer in hohem Grade. In sei-nen exegetischen Vortragen ließ er weder durch die Erklärungen anderer Exegeten,noch durch dogmatische Ansichten sich bestechen, sondern erklärte die Bibel aus ihrselbst. Die Reformationsgeschichte trug er pragmatisch vor; indem er Diejeni-gen, welche blos bemüht seien, Data in Massen aufzuhäufen, mit einem Sonder-linge verglich, der in allen Auctionen unnützes Gerille aufkaufe, um damit die fürdie Seinigen viel besser zu nützenden Zimmer zu füllen. Originell waren in derThat seine Vorlesungen über die christliche Moral, die er in einem höchst anziehen-den Gewände darstellte. In seinen Examinatorien über die Dogmatik, die er beialler Gelehrsamkeit auf die einfachsten Principien zurückführte, zeigte er sich insbe-sondere als einen gewandten Dialektiker und verstand es meisterkaft, seinen Oppo-nenten »ä »b-iu-elum zu führen. Die Zahl seiner Schriften ist zwar nicht bedeu-tend, allein sie sind «ine reiche Fundgrube für Mit- und Nachwelt. Als die vor-züglichsten erwähnen wir denGrundriß der Elementarlogik, nebst einer Ein-leitung in die Philosophie" (Leipzig 1795); dieEncyklopädie der theologischenWissenschaften" (Leipzig 1798);Theokles, ein Gespräch über deti Glauben anGott" (Leipzig 1799); dieIdeen zu einer Apologie des Glaubens" (Leipzig1799);Thron oder über unsere Hoffnungen nach dem Tode" (Leipzig 1801);daSLehrbuch der Homiletik" (BreWzz 1804); die unvollendete aber trefflichoPragmatische Geschichte der TheoloMMd Religion in der protestantischen Kirchewährend der zweiten Hälfte des 18(yDHrhunde^S" (Bd, 1., Breslau 180));die Ausgabe des/.orwras" (Leipzig 1^08); dieInstitutio spiydoiic» sen-lentiam ecclosiao erangelic-re" (Leipzig 1811); die ungleich beurtheilte Schrift tÜber Supranaluralismus, Rationalismus und Atheismus" (Leipzig 1816 );die Ausgabe derI-ibr! sxmbolici" (Leipzig 1817, 2, Allst,, 1827); die SchriftÜber Vereinigung der evangelischen Kirchen" (Leipzig 1818); die Ausgabe des

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