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Vierter Band (1834) S bis Z
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der Herzogin von Derri auf dem Schlosse zu Blaye getroffenen Sicherheit-maßregeln

waren wol grvßentheilS der besondern Wachsamkeit und Thätigkeit des lungm Mini-sters zuzuschreiben. DasPoliceiwesenmisfiel ihm jedoch bald, und er sehnte sich nacheinem angenehmem Posten; er tauschte also mit seinem Eollcgen dÄrgout, undnahm das Departement der öffentlichen Bauten und des Handel». Hier eröffnetestich für seine Thätigkeit ein neues Feld. Frankreich und die umliegenden Länder ge-nossen eines langen Frieden»; Handel und Gewerbe waren wieder belebt; die Ka-pitalisten hatten Gelder in Überfluß zu großen Speculationen. Das Beispiel Eng-land« feuerte den Wetteifer der Franzosen an. Es war dem Handelsminister einLeichtes, diesen allgemeinen Eifer für große und gemeinnützige Unternehmungen zubefördern. In der Sitzung von 1833 legte er den Kammern ein großes Projectvor, nach welchem 100 Millionen von dem Amortisationsfond zu großen BautenVerwendet werden sollten. Dieser Vorschlag wurde ohne viele Widerrede durch-gesetzt. Dann kam die Rede auf Anlegung von Eisenbahnen. Auch richtete ersein Augenmerk auf den auswärtigen Handel, und da da» Bedürfniß größererFreiheit der Einfuhr immer dringender wurde, ließ er im Aug. 1i,33 ein Umlauf-schreiben an sämmtliche Handelskammern des Königreichs ergehen, damit sie ihr«Meinung über die Zweckmäßigkeit der Veränderung der auswärtigen Handelsver-hältnisse angaben. Zn Paris selbst begannen noch im Sommer 1833 die großenBauten wieder, welche mehrentheils seit der Zuliusresolurion in Stocken ge-rathen waren. T.'s Thätigkeit, sein schnelles Auffassen der verwickeltstcn Verhält-nisse, seine jugendliche Lebhaftigkeit, alles, was ihm Natur und Erziehungmitgetheilt hallen, kam dem Minister auf seinem Posten zu statten; Dasje-nige, was ihm an praktischer Erfahrung abging, ersetzte er durch die theoretischenKenntnisse, die er sich als politischer Schriftsteller erworben halte.

T. hat als Minister einen harren Stand, und wird von zwei entgegengesetztenParteien mit Vorwürfen überhäuft. Die sogenannte ropalistische Partei wird es ihmnie vergeben, daß er zum Sturze des Thrones der altem Bourbons beigetragen, undmit so vielem Eifer die neue Regierung hat befestigen helfen. Besonders aber he-gen sie einen heftigen Groll wider ihn seit der Gefangcnnehmung der Herzogin vonBern, und der darauf erfolgten Niederkunft derselben in einem von ganz Frank-reich beobachteten Schlosse, wodurch diese Partei einen tödlichen Stoß erlitten hat.Aber auch die liberale Partei, zu welcher sich T. vor wenigen Jahren auf eine soentschiedene Art bekannte, machte ihm große Vorwürfe. Man begreift nicht, wieer bei seinem Freisinne sich zu einem Ministerium gesellt hat, in welchem dieDoctrinairepartci der herrschende Theil ist. Dies läßt sich jedoch großeothsilSaus der Freundschaft erklären, die sich unter der Regierung KarlX. zwischenden Doctrinaires und den entschiedenen Liberalen entsponnen hatte, als beideParteien zur Opposition gehörten, und von den damals mächtigen Ultraropa-listen gehaßt und verfolgt wurden. Daß T. ein seiner Hofmann geworden ist, fälltweniger auf, da er schon zuvor«» den Salons der reichen Bankiers in Paris sehrwohl gelitten, und seine« einnehmenden Wesens halber dort als ein angenehmerGesellschafter bekannt war. Nicht so leicht zu entschuldigen, wenigstens in denAugen der Freisinnigen, sind mehre Reden, die er bei wichtigen Gelegenheiten inder Deputirlenkammer gehalten hat, und die in der That mit seinen ehemals ge-äußerten Meinungen nicht wohl zu vereinigen sind. Vielleicht hat er als Staats-mann einiges in den Grundsätzen seines Journalistenlebens zu ändern gehabt,vielleicht ist dies eine natürliche Folge seiner jetzigen Lage; er wäre der erste Mini-ster nicht, der in einem constitutionnellen Staate anders geredet hätte, als zuverauf den Lppositionsbänken. Wenn aber je die französische Nation von einem Mi-nister berechtigt war zu verlangen, er solle im Sinne der Revolurion von 1830Handel», so war es gewiß T. Seine Grundsätze waren diejenigen, die seine eye-

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