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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
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ins Dunkle gestellt haben. T. folgte diesem Verhältnisse im Laufe der Geschichtemit seiner natürlichen Lebhaftigkeit nach, glaubte manche Begebenheiten der fol-genden Zeit aus diesem ungleichen Kampfe zwischen Normanne«! und Angelsach-sen erklären zu können und bearbeitete seineIlistoiro >Ie iu cvnguete ck'Angle-torrs pur los lüarmsncks" fZ Bde., Paris 1825), welche besonders aus dem ebenerwähnten Gesichtspunkte betrachtet und in der Stimmung eines die Rechte einesunterdrückten Volkes wiederherstellenden Geschichtschreibers und Menschenfreun-des geschrieben ist. Die anziehende Erzählung, die auffallende Neuheit der Be-trachtungen und Urtheile, die geschickte Benutzung der Quellen erwarben diesemWerke dielen Beifall. Schon im folgenden Jahre erschien eine zweite vermehrteAuflage in vier Bänden; der Verfasser hat aber bei der dritten Auslage an-gekündigt, daß es nunmehr unverändert bleiben würde. Das einzige, was erseitdem geliefert bat, ist eine Einleitung zu Earrel's-umv tie I'lllktnirvelVc-see". T. hat einen schwachen Körper und einige Zeit nach der Herausgabeseiner Geschichte der Eroberung Englands ward er fast blind. Er verließ nun Pa-ris und lebt seitdem auf dem Lande. Man nahm sich seines Schicksals sehr lebhaftin Paris an, in den Zeitungen und auch auf der Rednerbühne wurde die Regie-rung mehrmals aufgefodert, für den unbemittelten Gelehrten Sorge zu tragen.Unter der Regierung Karl X. wurde ihm eine Pension ausgesetzt und auch die jetzigeRegierung gibt ihm ein Zahrgeld. Die königliche Akademie der Inschriftenernannte ihn 1829 zu ihrem Mitglnde, er hat aber bisher ani ihren Arbei-ten keinen Theil nehmen können und nie ihren Sitzungen beigewohnt. SeineMutter hat seit vielen Jahren die Redaction eines Modejournals in Paris,Pe-tit llourrior lies ckaines". Sein Bruder, Amedee T., arbeitete vor der Ju-liusrevolutiori an freisinnigen Zeitschriften, legte sich ebenfalls auf Geschichte, undfolgte hierin dem System seines Bruders Augustin In der Sammlung der hi-storischenItäeumes" gab er 1825 einen Abriß der Geschichte der Provinz Guyenne.Seine Hauptarbeit aber ist dielki-toire ckes kllrnilnis" fei Bde., Paris >828).Er scheint die Absicht gehabt zu haben, die von den Römern unterdrückten Gallierebenso hervorzuheben, als sein Bruder, dem er dieses Weck auch gewidmet hat,die von den Normänncrn unterdrückten Angelsachsen hervorgehoben hatte Auchist die Völkergeschichte auf eine sehr anziehende Weise geschildert und zwar beständignach den Quellen. Auf neuere Forschungen der Gelehrten nimmt Amedee T. ebensowenig Rücksicht als sein Bruder. Zuviel Gewicht legt er auf Etymologien, undnimmt etwas willkürlich Abrheilungrn von gewissen Stämmen unter den Galliernan. Besonders stützt er sich sehr aus eine Abtheilung des gallischen Volkes inGallier und Cymri Galler. Als die Juliusrevolution ausgcbrochen war, wurdeihm seine Verbindung mit den Doctrinaires nützlich, die ihn zum Präfecten desSaonedepartements ernannten. Diele Steile bekleidet er noch jetzt. (25)Thiers (Adolphe), französischer Minister drr öffentlichen Bauten unddes Handels. Die Geschichte hat wenige Beispiele eines so schnellen Em-porsteigen« zu den höchsten Staatsärntern, als dasjenige dieses Mannes, undnur eine Revolution ist vermögend gewescn, sein Verdienst so früh in das ge-hörige Licht zu sitzen. T. ward um 18> 0 zu Aix in der Provence geboren-,studirte wahrscheinlich an einer Uninersikät des mittäglichen Frankreichs, undließ sich bann als Advokat am königlichen Gerichtshöfe seiner Vaterstadt auf-nehmen. Es knüpfte sich hier eine innige Freundschaft zwischen ihm und ei-nem ä dern Advokaten, Mignet, und beide Freunde blieben in der Folge bei-sammen . und hatten fast gleiche Schicksale und Beschäftigungen. So wie Mignetbei der königlichen Akademie der Inschriften in Paris einen Preis gewann, sowurde seinem Freunde T. ein Preis von der ak identischen Gesellschaft seiner Va-terstadt wegen einer Lobrede auf d-n philosophischen Schriftsteller Vauvenargues zu-