618
Thercmm
Nachdem er 1823 alsakademi'che Inauguraldissertation die Schrift: „voscriptiocvrücis m-rnurcripti rzur rersioneio keritrrteucki arrrbicam cnotinet" (BreSlau1823, 4.) herausgegeben hatte, erschienen als Fortsetzung des Dereser'schen Bibel-werkes „Die zwölf kleinem Propheten" (Leipzig 1828) und „Die fünf BücherMosiS", lehre Abtheilung (Leipzig 1831)- Seit Dcreser's Tode stand T. al-lein unter den katholischen Lehrern der Theologie in BreSlau mit seiner anti ultra-mvntanifchen Richtung da, und die frühern Angriffe erneuerten sich- Es ist zu be-dauern, daß sich T- bewogen fand, die Stelle eines akademischen Lehrers aufzu-geben und sich um das Pfarramt in PolSnitz bei BreSlau zu bewerben, wo er feitMicheliS>1830 den Privatsiudicn lebt. — Augustin T. ward 1804 zu BreS-lau geboren, und theilte in seiner Jugend die Schicksale des ältern BruderS- Erstudirte auf der Hochschule zu BreSlau zuerst Philologie- dann die Rechte, seinHauptstudium aber war der Kirchengcschichte und dem Kirchenrechte gewidmet, da-neben beschäftigte er sich emsig mit Erlernung orientalischer und neuem abendländi-schen Sprachen. Er bearbeitete 1828 aus Quellen das oben genannte Werk gegenden Eölibat, welches er jedoch vor der Herausgabe seinem Bruder, der sich auch ausdem Titel mit genannt hat, vorlegte. T. erlangte 182g die juristisch« Doctorwürdezu Halle und nachdem seine günstig aufgenommene Inauguraldissertation: „Oom-inorilstio ele ra,n»»»ruru pontilicum opistxiurum elacretuliurn aatiezuis collectio-nibu," (Leipzig 1829, 4.) erschienen war, trat er in demselben Jahre, von dempreußischen Ministerium d.S Unterrichts unterstützt, eine Reise durch Deutschland.England und Frankreich an. Seine neuesten Schrifr.n sind: „Luiut-Aiguun oulo «iöj-o (I'Orlöan- par Auil-r" (Paris 1832) und „über Jvo's vermeintlichesDecket" (Mainz 1832). Seit 1830 lebte er in Paris, soll sich aber im Sommer1833 nach Rom begeben haben, um die dortigen Bibliotheken und Archive zu be-nutzen. (77)
Theremin (Ludwig Friedrich Franz), Hos- und Domprediger und wirk-licher Oberconststorialrath in Berlin, geboren am 1S. März 1783 zu Gram-zvw in der Ukermark, der Sohn eines Predigers der französischen Eoloniege-meinde, erhielt seine erste Bildung durch den sorgfältigen Unterricht, welchensein Vater mehren Kindern in seinem Hause ertheilte. Er besuchte sodann dasfranzösische Gymnasium in Berlin und ging, um Theologie zu studiren, auf di-Unive.sttät zu Halle, wo er vornehmlich Knapp's Vorlesungen hörte, sich jedochauch durch Wolfs philologische Vortrage sehr angezogen fühlte. Um sich zu einemPredigte»»! an einer französischen Kirche vorzubereiten, ging er nach Genf, wo erein Jahr verweilte und 1805 ordinirl ward. Als Ancillon 1810 zum Erzieher d-SKronprinzen von Preußen berufen wurde, trat T. durch Wahl der Gemeinde an die«Stelle desselben als Prediger an der französischen Kirche auf dem Werder in Ber-lin. Sein lebhafter Wunsch, das Wort Gottes, welches er bisher in der seinenZuhörern immer mehr fremd werdenden französischen Sprache gepredigt hatte, indeutscher Sprache zu verkündigen, ward erfüllt, als 1815 der König, auf die Em-pfehlung des Bischofs Sack und des ScaatSrninisters von Schnck.nann, ihn zumPredigtamt an der Hof- und Domkirche berief. Er wurde 1824 zum Oberconst-storialrath und vortragenden Rath in der UnterrichkSabtheilung des Ministeriumsder geistlichen Unterrichts- und Medicinalangelegenheiten ernannt. Seine inder Geschichte der Homiletik Epoche machende Schrift: „Die Beredtsamkeit,eine Tugend, oder Grundlinien einer systematischen Rhetorik" (Berlin 1814)betrachtet die sittliche Gesinnung und Kraft als das eigentliche Talent drSRedners und sucht aus derselben die Hauptregrln der Ber-dtsamkeit adzuleiten-Wie er daS Bedürfniß gefühlt hatte, ein Princip für die Theorie der Beredtsamkeitzu finden, aus welchem sie sich systematisch entwickeln ließe, so fühlte er eben diese«Bedürfniß in Betreff der christlichen ÄlaubrnS- und Sittcnlehrc. Eine beide ver-
tziilÄ
. z, verfl
ö!>st ^
::lrs >H
Willi»
liuWl
jMchch
biüM
M,U:
sckW
fickchr
Milch
«!ßi«ch
»lW
Wip
^dlhtjl
N
' D
^l,l