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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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Tauchnitz

er bis zu stimm 35. Jahre in mehren vorzüglichen deutschen Ofsicinen gearbeitethatte, gelang es ihm endlich, sich eine kleine Buchdruckerei in Leipzig zu verschaffenwelche sich durch seine Regsamkeit. Pünktlichkeit und Umsicht unter begünstigendenäußern Umständen zusehends zu einem bedeutenden Geschäft ausdehnte. Nunblieb er bei der Buchdruckerei nicht stehen; er gründete 1800 seine Schriftgießereimit welcher er bald eine Verlagsbuchhandlung zu verbinden im Stande war.'Beide vereinigte er in einem sehr stattlichen Wohnhaus«, welche« er 18035 er-baute. Bon dieser Zeit an erwriterte sich sein Wirkungskreis bedeutend. SeinStreben ging nun unablässig dahin, seiner Schriftgießerei und Buchdruckerei durcheifrige Beireibung der Stcmpelschneidikunst einen hohen Schwung zu geben, in-dem er für Ausbildung geschickter Stempelschneider bemüht war, woran es inDeutschland damals so sehr fehlte. Die Erfindungen des vorgeschrittenen Aus-landes benutzte er zur Verbesserung der deutsche» Typographie. Die von den Eng-ländern verbesserten Formen der lateinischen Typen wurden durch seine Schriftgie-ßerei jetzt in Deutschland eingeführt und in Werken, die er für seinen eignen Ver-lag druckte, angewendet. Seine Bemühungen wurden mit dem glücklichsten Er-folg gekrönt, besonder« weil cr cS verstand, dieselben an gute buchhändlerische Un-ternehmungen anzuknüpfen, deren Gelingen wiederum auf typographische Mittelgegründet und für wesentliche Bedürfnisse berechnet war. Hierher geholt vor allen derglückliche Gedanke, eine für den allgemeinen Gebrauch bestimmte Sammlung derclassischen Autoren in wohlfeilen und compendiösen Ausgaben aufzustellen; eineseit 1808 begonnene und mit jedem Jahre gewachsene Unternehmung (zuletzt istder vollständige Aristoteles in 18 Bündchen erschienen), durch deren Ausbreitungdie elastischen Studien im In- und AuSlande, ja fast in allen Welttheilen auf eineunberechenbare Weise gefördert worden sind, und welche »och glücklicher von Stat-ten ging, seitdem er die Stereotypie auf diese Sammlung anwendete. T. errich-tete nämlich 1816 eine Stcrcotypengießerei, die erste in Deutschland, aus welcher,außer den erwähnten Classikern, mehre vorzügliche Werke für eignen und fremdenVerlag, besonders die schönen Bidelausgaden in deutscher, griechischer und hebräi-scher Sprache hervorgegangen sind. Nachher machte cr auch den Versuch, dieseStereotypie in die musikalische Literatur einzuführen, wovon die, durch FriedrichSchneider gefertigten und höchst billigen ClavierauSzüge des Mozart'schenDonJuan" und desTankred" von Rossini gelungene Proben sind. Die von ihmangewendete Steceotypirmelhode macht es ihm immer möglich, die oft schwer j»vermeidenden Fehler deS Satzes noch später zu verbessern und so hat auch T. anseiner Stcreotypausgade des Homer, bei welcher er mit seltener Liberalität fürAuffindung der Druckfehler eine» anständigen Preis aussetzte, etwas in seinerAn Vollendetes für ein großes Publikum geleistet. Die großen Fortschritte, welchedieser verdiente Typograph in der Ausbildung der Stempelschneidekunst, als derwahren Grundlage der Typographie, gemacht hat, hissen sich nicht besser erkennen,als wenn man seine 1825 erschienenen Schriftproben in Hinsicht auf Schönheit,Reichthum und Vollständigkeit mit denen von 1806 und 1816 vergleicht und er-fährt, daß derselbe sich noch in den lctztvergangenen Jahren durch Bildung orien-talischer Schriften (Hebräisch, Syrisch und Arabisch) ein neues Feld ruhmwürdigerThätigkeit eröffnet hat. Gewiß kann die Verbesserung und neue Bearbeitung derorientalischen, vorzüglich aber der syrischen und arabischen Lettern, wofür vondeutschen Typographen in neuerer Zeit wenig oder gar nichts gethan worden ist, fürdaS sich verbreitende Studium der orientalischen Literatur nicht anders, als forder-lich sein, und es ist zu hoffen, daß selbst aus T.'s Officin noch manches nützliche Werkin dieser Literatur erscheinen werde. Gegenwärtig erscheint eine neue Ausgabe deshebräischen Codex in klein Octav und eine vollständige vom Professor Flügel mMeisten besorgte Ausgabe des Korans. Mit der Wirkung, welche eine solche

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