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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
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Svanberg

lehrter war und mit den achtbarsten Gelehrten Deutschland«, namentlich Berlin!in Verbindung stand, mußte auch die Wissenschaft hoch achten und e« war da-her sein eifriges Bestreben, sie in ihrer Würde zu erhalten und mit echter Libera-lität der Gesinnung die großartigen Institutionen zu bewahren, die zur Erhabtung der Lehrfreiheit auf Preußen« Universitäten dienen sollen. Zugleich widma,er feine Aufmerksamkeit nicht blos einer einzelnen Schule oder Richtung, stndin,beförderte jede Richtung, wenn er glaubte, daß sie der Wissenschaft zu einign»Nutzen gereichen könnte. Für diese wissenschaftlichen Tendenzen wußte S, bei de»vielen Geschäften seines Amtes doch noch Zeit zu erübrigen. Seine eignen wisse»-schriftlichen Leistungen fallen besonders in die letzte Zeit seines Lebens, wo er grö-ßere Muße dazu fand, und zeugen von tüchtiger Gelehrsamkeit, von gebildetemGeschmacke und von einem freisinnigen, selbständigen Urtheile, das sich bei idmmit seltener Milde und Nachsicht gegen fremde Ansichten oder Abweichungen «,»seiner eignen Meinung paarte. In solchen Fällen hat man nie in ihm den hohenStaatsbeamten wahrgenommen. Seine Schrift überWallcnstein", die schon1806 zu Berlin erschien, ist aus dem eifrigsten Studium der griechischen Tragö-dien hervorgegangen und mit wahrer Begeisterung für den großen deutschen Dich-ter geschrieben, Durch Klarheit der Darstellung zeichnet sie sich vor vielen ander»ästhetischen Schriften und Beurtheilungen aus. Als Mitglied der Akademie z»Berlin fielt 1815) fand er sich zu manchen schriftstellerischen Arbeiten veranlaßt,Die erste derselben war die RedeÜber einige Äußerungen Friedrich s II,", da»»folgt die AbhandlungÜber den Kunstcharakter deS Tacilus", die mit einem sichernpolitischen Blicke, vielseitiger Kenntniß des Tacitus und echt philosophischem Geistein einer schönen Sprache verfaßt ist. Ein ganz anderes Feld betrat S, in seinenSchriftenÜber Aristophanes Wolken" (Berlin 1826), undÜber AristophanesDrama, benannt das Alter" (1827), In beiden hat er manche neue Ansicht, na-mentlich über das Verhältniß des Sokrates zum Aristophanes und zu den Sophi-sten aufgestellt und zuerst die Meinung geltend gemacht, daß Aristophanes in denWolken durch die einzelnen, handelnden Personen auf gewisse Individuen vor-zugsweise Rücksicht genommen haben möge. Einzelne Ausstellungen, wie sieMeier in Halle uud Ranke in Quedlinburg gemacht haben, werden der genanntenSchrift ihren eigenthümlichen Werth selbständiger Untersuchungen und sehr gründ-liche Kenntniß des griechischen Alterthums nicht streitig machen, Sie wird ihremVerfasser ein dankbares Andenken bei allen Denen erhalten, welche diese Studienlieben und pflegen,

Svanberg (Ions), Professor der Mathematik zu Upsala, geboren am6, Zul. 1771 zu Ncdercalix, einem Kirchsprcngel in Westcrbotten, wo sein Vaterein kleines Baucrgut besaß, zeigte in früher Kindheit eine entschiedene Anlage z"mathemarischen Beschäftigungen, und kaum 7 Jahre alt, ehe noch seine Mut!»ihn im Lesen unterrichtet hatte, löste er mit Leichtigkeit arithmetische Aufgaben,Als man ihm später den Euklid in die Hände gab, brauchte er einen Lehrsatz memehr als einmal durchzulesen, um den Inhalt zu fassen, und oft errieth er sogarden Beweis zum Voraus, Um seinem kinderreichen Vater Erleichterung zu gt'den, ward er von seinem Oheim a» Kindesstatt angenommen und in die Schule ;"Torneä geschickt. Als er, 16 Jahre alt, nach Upsala kam, stand Nordmark, ebenzum Professor der Physik und Mathematik ernannt, dort in großem Ansehen ""nahm sich S.'s als eines LandSmannS wohlwollend an, indem er die wissenschamlichen Beschäftigungen des Jünglings sorgfältig leitete. Ohne die humanifrM"Studien zu vernachlässigen, widmete sich S. mit angestrengtem Fleiße dem ^dium der alten Geomcter und mehrer vorzüglichen Werke neuerer Matheman <und besonders zog ihn Maclaurin's Werk über die Fluxionsrechnung so sehr an, "eer sich in seinem 22, Jahre vornahm, nach dessen Methode einen Commc" -