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Sue
Am 26. Fcbc. 1829 lieferte er den Peruanern eine Schlacht, die unentschiedenblieb, aber die Friedenspräliminarien von Tarqui zur Folge halte, die Bolivar o,-nehmigte, der gegen ihn äußerst erbitterte Prästdent von Peru, Lamar, hingetverwarf. Nur eine gewaltthätige Regierungsveränderung in Lima selbst hindert,den Wiederausbruch der Feindseligkeiten und der neue Präsident Gamarra schloßnach längerm Waffenstillstand am 22. Sept. 1829 Frieden, nach welchem dazGebiel beider Freistaaten unverändert blieb. Um diese Zeit waren bedenkliche Be-wegungen gegen Bolivar in Antioquia ausgebrochen, die ihn nöthigten, schleunignach Bogota, wo sich im Jan. 1830 der Congreß versammeln sollte, zurückzukeh-ren. S., sein treuster Freund und ergebenster Anhänger, begleitete ihn auf der G,-birgsreise und suchte die Gemüther der Einwohner der Stadt Quito, die ihn zuihrem Congreßmikgliede gewählt, günstig für Bolivar zu stimmen. Unterwegs er-fuhren sie die durch Pacz in Venezuela bewirkte Revolution und trafen am 11. Im.1830 in Bogota ein. Vier Tage spater wurde S. zum Präsidenten des constitui-renden Congreffes erwählt und widersprach in dieser Eigenschaft der Abdankungs-botschaft Bolivar's, indem er erklärte, der Congreß könne seine Amtsentsagungnicht annehmen. Unter S.'s Vorsitz wurden die Grundlagen der neuen Constitu-tion am 12. Febr. einmüthig bestätigt; dann ging er als Bevollmächtigter nachMerida, um die Zwiste mit Venezuela friedlich auszugleichen. Die Unterhand-lungen scheiterten und als S. nach Bogota zurückkehrte, war hier bereits für Bo-livar Alles verloren, der sich zur Abdankung genöthigt sah und nach Cartagena ab-reiste. S., aus dessen unerschütterliche Treue er bauen konnte, erhielt von ihm denschwierigen Auftrag, die Südarmee zur Bewirkung einer Gegenrevolution in Bo-gota zu gewinnen. ES gelang S., durch die gegen Bolivar sehr erbitterten Trup-pen des Generals Ovando in Pastos zu kommen; doch hinter diesem Orte fandman ihn in dem Gehölze von Bcrucas ermordet; sein Körper war von fünf Ku-gel» durchbohrt und neben ihm lag sein durch zwei Kugeln getödtetes Maulkhicr.So bezahlte S. seine Anhänglichkeit für den Dictator mit dem Tode; so endeteder Held von Apacucho, den Soldaten und Volk gleich sehr vergötterten. DenRuhm, den er als einer der tapfersten, umsichtigsten und glücklichsten FeldherrenSüdamerikas errungen, konnte er als Staatsmann nicht festhalten; sein persön-liches Benehme» war weder rauh und abstoßend, noch unfreundlich und despotisch,aber es fehlt« ihm die Weisheit und Seelenruhe, die Bildung und das Talent,welche ersodert werden, um einen neuen, aus verschiedenartigen Elementen beste-henden, aus den Banden hundertjähriger Knechtschaft gelösten Staat zu bilden undzu leiten. (29)
Sue (Eugene), Sohn des vor wenigen Jahren im hohen Alter gestorbenenProfessors der Anatomie S. in Paris, wurde um 1800 geboren. Er legte sich inseiner Jugend aus Literatur und auf Malerei, hakte grosse Neigung zum Seewesen,und unternahm eine Reise nach Amerika. Diese Reise ist nicht ohne Einfluss aufseinen Geist geblieben, und seine spätern Werke tragen deutliche Spuren der Wir-kung, welche der Anblick des Meers, das Leben der Seefahrer, die Behandlungder Sklaven in Amerika aus seine glühende Phantasie ausgeübt haben. Nach sei-ner Rückkunft erbte er von seinem Vater ein beträchtliches Vermögen und er bringtseitdem seine Zeit bei seiner Familie mit schriftstellerischen Arbeiten und mit derKunst zu. Zuerst gab er kleine Aufsätze in verschiedenen pariser Zeitschriften, be-sonders in der „?s)'cl>e". Der Kupferstich in den „8v,röes clo vvalter Scott" wurdenach einer Zeichnung S.'s gestochen. Erst 1831 trat er als Romandichter ausindem er seine erste Erzählung unter dem sonderbaren Namen „kille ot klob" er-scheinen ließ. Dieses Buch enthält zwei nicht zusammenhangende kleine Romane„LI 6it-rno", Geschichte eines Zigeuners und Schleichhändlers auf der spanischenKüste, welcher zuletzt in einen eisernen Käfig geschlossen und dann gehängt wird;
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