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die vornehmen Frauen weggeschickt habe, die nach dem Anfange der Belagern»durch ihr Klaggeschrei ihre Männer entmuthigt hätten. Ebenso wenig findet niDin jenem Bliche einen andern Umstand erwähnt, den man für eine geschieh,;^,Thatsache halten darf. Als nämlich der Krieg dem Ausbruche nahe war und d»schwedische Gesandte noch in Petersburg sich befand, ließen die Russen die nitzFinnland bestimmten Regimenter vor seiner Wohnung vorbeiziehen, in der Nachaber wieder in die Stadt einrücken, um sie am folgenden Tage zum zweiten Mchvorüberziehen zu lassen. Nach seiner Rückkehr sprach der Gesandte, Graf Stedinzkvon 100—120,000 gegen Finnland vorgerückten Russen; nach dieser Angachwurde in Schweden die Einrichtung zum Feldzuge gemacht, und während dejganzen KriegeS gab die Meinung, sehr überlegenen Streitkcäsren entgegenzustedwallen Unternehmungen den Charakter ängstlicher Behutsamkeit. Nach Beendbgung des KriegeS kam S. als Gesandter nach Stockholm, ward aber bald nachherin gleicher Eigenschaft nach Paris gesandt. Im Kriege gegen Frankreich 181ZK-gleitete er die norddeutsche Armee und war in der Schlacht bei Leipzig als Lsstzinan der Seite des Kronprinzen von Schweden. Nach dem Abschlüsse des Friedenskam er wieder nach Stockholm, wo er noch jetzt den GesandtschaftSpostea vermal-tek. In der russischen Armee ist S. bis zum General aufgerückt. Mit diplvma-tischen und militairischen Einsichten verbindet er vielseitige Kenntnisse, bescnderiin der Numismatik und der Literaturgeschichte und steht mit den berühmtesten Bi-bliographen Europas in Briefwechsel. Er ist im Besitz trefflicher Sammlungen.DaS von ihm gesammelte Münzcabinet, das zum Theil von Scsiini beschriebenworden ist, gehört jetzt der Akademie der Wissenschaften zu Petersburg. S-inrGemäldesammlung ist zwar nicht reich, aber erlesen; seine Bibliothek hingegen ge-hört zu den größten Privatsammlungen in Europa, wird auf 70,000 Bändegeschätzt und besteht größtentheilS aus Prachtwcrken, Seltenheiten und Handschrif-ten. Im Sommer lebt Graf S. auf einem Landsitze unweit des königlichen Lust-schlosses UlrikSdal, wo er einen Park angelegt hat, der auch viele seltene Pflanze»und Thiere besitzt. Der älteste Sohn de« Grafen, Paul van S. II. zeichnete sichim persischen Kriege sehr aus und starb als General, der jüngere, Konstantin,ist russischer Generalmajor. (6)
Sucre (Antonio Jose de), einer der ausgezeichnetsten südamerikanischenAnführer, wurde 1793 in der Hafenstadt Cumana an der Nordküste von Vene-zuela geboren und auf der Schule in CaraeaS erzogen. Kaum 17 Jahre alt, trater mit mehren andern vonFreiheitsliebe entflammten Jünglingen unter die patria-rischen Fahnen der von Miranda angeführten Truppen, zeichnete sich bald ebensas-hr durch Einsicht als persönliche Tapferkeit aus und erwarb sich dadurch dikFreundschaft des biedern Mulattengenerals Piar, in dessen Generalstab S «cn1811 an diente, den wichtigen Feldzug an dem Orinoco mitmachte und die Erobe-rung von Guayana 1817 vollenden half. Als Piar der Eifersucht Bolivar'S ge-opfert und am 1k. Oct. 1817 erschossen worden, trat S. in die Dienste des Be-freier« und nahm Theil an dem rühmlichen Feldzuge gegen Neugranada. Nachdem Siege bei Boyaca am 7. Aug. 1819 war er einer der Bevollmächtigten, welchemit dem spanischen General Morillo einen Waffenstillstand unterhandelten, aberunverrichteter Dinge wieder abziehen mußten. Nach der Eroberung der HauptstadtBogota am 10. Aug. und der Niederlage de« spanischen Heere« unter dem GeneralValdez, erhielt S. von dem General Sankander das Commando über ein schnellerrichtetes Armeccorps, in welchem auch Engländer und Deutsche dienten, und daibestimmt war, die Truppen des VicekönigS Samana, welche in die Anden von Po-poyan entflohen waren, zu verfolgen. S. rückte vor, besiegte die Spanier am28. Apr. 1820 bei la Plata, westlich von Popoyan, unternahm darauf einen merk-würdigen Seitcnmarsch westlich bergan, schiffte sich dann mit einer kleinen schar
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