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Sachsen - Kvburg- Gotha
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dlisem täglich steigenden Übel, zugleich der nie versiegenden Quelle van Begünsti-lnmqen -liier Alt, entgegenzulreren. Das Hauptverdienst hierbei gebührte demKebeimra'h von' der Gabelcntz, Ein neues Gesetz von 181,9 that die erstenSchrille, die Armenvcrsorgung mit den Staatskassen nicht in unmittelbare Berüh-rung ui bringen; xxst 1tzZ8 aber wurde st-wieder den Gemeinden zur alleinigenObliegenheit überwiese» und nur die Unterstützung der Gemeinden, nicht der ein-zelnen Armen, in dringenden Fällen aus Landesmitteln vorbehalten. Durch dieseMaßregel wird die Thätigkeit der Einzelnen befördert, Verarmungsursachen durchLiederlichkeit und Trägheit entfernt und eine bessere Controle der Unterstützungs-mittel hergestellt,
Sachsen - Kobürg - G utha. Nachdem der Herzog Ernst (s, d.)durch den Staatsvertrag vom 15. Nov, 1826 gegen die Abtretung von Saatfeld !c,das Herzoglhmn Gotha ganz, blos mit Ausschluß der Herrschaft Kranichfeld(mit 2471 Einwohnern) erhalten hatte, legte er den Titel ein-S Herzogs vonSachsm-Koburg und Saalfeld ab, und nahm bin eines Herzogs von Sachsen-Koburg und Gotha an. Er ließ am 18, Nov, 1826 von Golha (damals mit88,600, jetzt mit 91,818 Einwohnern) Besitz ergreifen, und hielt am 25. Nov.seilten feierlichen Einzug in die zu seinem Empfange sehr festlich und geschmackvollgeschmückte Hauptstadt seines neuen Besitzthums, Er gewann die Gemüther seiner«um Unterthanen sehr bald durch seine ausgezeichnete Humanität, die ein natür-licher Ausdruck eines wchlwollenden Herzens ist, durch die Augänglichkeit seinerPerson für Jedermann, durch die Theilnahme, die er den Angelegenheiten auch desGeringsten seiner Unterthanen bewies, und durch die große Sorgfalt, die er allemNützlichen und'Schönen in dem neu erworbenen Lande zuwendete. Durch diesePersönlichkeit des Regenten wurde die Lösung der sehr schwierigen Aufgabe, die,Vorurtheüe und Besorgnisse, welche eine so große Veränderung !m Lande aufregenkenn», zu beschwichtigen und die Unterthanen für die neue Regierung zu gewin-ttk», Utigcmein erleichtert. Der Herzog bereiste das ganze ihm zugefallene Land,sah und hörte selbst und wurde dadurch seinen neuen Unterthanen, die sich ihmüberall vertraulich nähern dursten, persönlich bekannt, dadurch aber auch inden Stand gesetzt, nicht nur selbst den Sinn und Geist seiner Unterthanen und dieVerzüge und Gebreche» des Landes kennen zu lerne», sondern auch Das, wasben Andern darüber an ihn gelangte, richtig zu beurtheilen. Nachdem er sein vä-terliches Erbe, Koburg, in sehr schwierigen Verhältnissen übernommen und dieMerk Verwaltung des Landes nach Maßgabe der Fortschritte der Zeit und derWissenschaften in sinansteller, politischer und legislativer Beziehung sehr glücklichgeordnet hatte, so mußte er bei dem Erwerb von Gotha die doppelte Aufgabe lösen:theils beide Länder, so weit es ihre geographische Trennung erlauben würde, zulitten, organischen Ganze» zu verbinden, theils auch die mnereVerwaltungdcSHer-jogthumS Gotha nach den Grundsätzen, welche sich in Koburg und in andern Länderndurch die Erfahrung bewährt hatten, umzugestalten und auch dadurch beide Län-der einander näher zu verschwistern. Sehr viel ist für die Erreichung dieses doppel-ten Ziels geschehe», und obgleich so durchgreifende Veränderungen, wie dies inder Ralur der Sache liegt, bei Einzelnen Unzufriedenheit erregten, so erkanntedoch das Land die wohlthätigen Absichten der ebenso umslchlt'gen als thätigen Re-gierung an, und jeder Unbefangene mußte gestehen, daß nicht nur geändert, son-dern auch gebessert werde.
Das Erste war, daß der Herzog sein Ministerium durch ein Rescrixt vor»36, Nov, 1826 neu gestaltete, Zum dirigicenden Minister ernannte er den Ge-hunrralh Anton von Carlowitz, der aus königlich sächsischem Staatsdienst kurzvorher in seine Dienste getreten war, ebenso ausgezeichnet durch Talent, Eharak-ter und Kenntnisse als durch unermüdliche Thätigkeit. Zugleich wurde neben dem