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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
48
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46 Sachs.'«-Altknburg

nige sich verirrt hatten-, nur etwa 20 —30 Menschen gaben sich ali Ruhestörerrund. Mir seiner Zustimmung ordnete sich am 14. Abends die Bürgerschaft zurSladlbewachung, die aber bald von, Milirair übernommen wurde. Drei Haupr-frevler, fremd- Gesellen, wurden verhaftet und auf die Bergfestung Leuchtenburggeführt. Seitdem ist eure Störung der Ruhe in Alrenburg nicht wieder vorge-kommen, obgleich die nachmaligen einzelnen Wiederholungen im Nachbarland«auch dort neue, Besorgnisse erregten, und die Nichtanwendung der Waffen-gewalt wol hier und da bei KruWchligen die gefährliche Hoffnung der Ungk-strastheir eines weilern Beginnens nichr ganz vertilgt haben mochte. Die Landde-wohnet vectiarrren in standhatter Treue. Eine Aufwiegelung in einem Theile desAmtes Kahla wurde durch zweckmäßige Maßregeln sogleich unterdrückt, überhauptaber in allen Theilen der Verwaltung eine solche Energie entwickelt, daß die öffent-liche Ruhe wol kaum ernstlich gefährdet werden kann, während die SkaatSregie-rung fortwährend ihr ernstes Augenmerk auf die Abstellung einzelner Adelständerichtet. Um über die etwaige Verschuldung der am 13. Sepr. 1830 an Ehre undEigenthum verletzten Beamten klar zu sehen, wurde zur Angabe von Beschwerdengegen sie öffentlich aufgcfoderk und der ncugedildete provisorische Bürgerausschußwiederholt -u deren Be.dlinguug und Sammlung angewiesen. Nur gegen fünfBeami« gingen endlich Klagen ein. Von diese» machte der eine seinem Leben unddamit der für ihn wol nicht günstigen Untersuchung ein Ende. Die übrigen vierwurden 'reigelprochen. Gegen drei andere Opfer der Pödelwuth war gar kein«Beschwerde aa;ubringen gewesen; Beweis genug, daß Feigheit und Heimtückemeist Hand in aaand ,ehen, daß die gemeinste persönliche Rache sich gern unter da«Schild einer öffentlichen Meinung stell!.

Am 22. S'epk. 1>3V beging der Herzog Friedrich fein SOjährigeS RegierungS-jubiläum-,' -eil jenem Mona! nahm der Erprinz Joseph regelmäßigen und we-sentliche» Theil an den RegicrungSgeschäfren. Der verdienstvoll« Kanzler vonTrutzschler zoa sich an jenem Lage nach einem ösijährigen Bcamienleden zu-rück aus dem Staatsdienst, ohne scdoch dem LandeSherrn seinen Rath ganz zu ent-ziehen. Der am Zubüäu,» des Herzogs zum wirklichen Geheimrath mit Sitzuno Stimme im Ministerium ernannte talentvolle und geschästSgewandie von derGadelentz starb nur zu früh, ichon >,n März 1831, und so besteht daS Ministeriumjetztau« dem wirklichenGeueiairalh und Minister, Kammerpräsidenlen vonBraun,dem geheimen Eonserenzraih und Esiisistvrialvicepräsidenten von Wüstemann, unddem geheüu.n Ecnserenzralh und Regierungspräsidenten Hermann, von denen diezwei ersten früher im golhaischen Dienst und 1826 als Mitglieder de» hilddurg-hausischen Miulsteiiunis Mit dem Herzog nach Altendurg gekommen waren, derLetztere, eines der thätigsten Mitglieder des frühern R'egierungScollegimnS, imSexk. 18311 eingetreten war. Aus ihrer Feder sind die neuern organischen Gesetzegestaffelt und sie sind zugleich die ordentlichen Commiffarirn bei den Verhandlungenmit den Landstaiioe».

Seit dein Jahre 1826 ist das wichtigste Ergebniß in den äußern Drrtvsitnisii«n des Her;ogthu».'s Altenburg der 1828 eifolgte Beitritt zum mitteldeutschenund der jetzt bevorstehende Beitritt zum preußisch-deutschen HanbelSverein. Zm I.1832 erfolgte Mit Sachsen-Weimar eine gegenteilige Territorialausgleichunz.Betrachten wir die innern Verhältnisse, io ist die Wirksamkeit der Landständc in demHerzogtdum Altenbvrg auch sät der Auflösung de« deutschen Reich« nie unterbio-chen morden. Die Rechte der Landstände sowie ihre Pflichten beruhten »ach d«lSitte der frühern Zeit mehr auf der Gewöhnung in Anerkennung de« gegenseiti-gen Rechtsstandes und Bedürfnisse«. Das Grundgesetz vom.29. Apr. 1831')

, -) S. „.Europäische Verfassungen", Bd. 1, S. 8SS fg. Vergl. Pblitz'i „2m

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