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Vierter Band (1834) S bis Z
Entstehung
Seite
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^ Sachsen seit dem Jahre 1827

t, Bewies das Volk den Verhandlungen des Landtags nicht die Theilnahme,

die ihrer Wichtigkeit gebührte, so lag die Schuld besonders auch an dem Mangel^ Anregung, welche nur die Öffentlichkeit hatte geben können. Die unter stän-H'v« e'' ^ bischer Aufsicht herausgegebenenMittheilungen", welchen man die noch nicht ge->»!»'>! bannte Öffentlichkeiisscheu ansah, würden bei ihrer Unvollständigkeit keine klareÜbersicht der Verhandlungen gewährt haben, selbst wenn sie nicht plötzlich warenNk, ^ abgebrochen worden. Bei diesem Dunkel konnten Gerüchte über Reactionsver-suche um leichter Eingang finden, da die Volksstimmung, die in der Hauptstadtschonvor der Eröffnung des Landtags wieder ungünstig war, vonAufregrrn benutzt'isi- wurde, die im Sturm neuer Bewegungen ihre Entwürfe auszuführen hoffen könn->">' Viele Umstände vereinigten sich die Aufregung zu nähren. Der Jnnungs-gliff, der in Dresden wie in Leipzig bei dem ersten Ausbruche der Unruhen sich'" blildlbtz. laut genug in zeitwidrigcn Federungen angekündigt hatte, war durch die erlangten" ^ ti«j, Zugeständnisse crmuthigt worden, und cS zeigte sich, wie wenig das selbstsüchtige^ ""kjoi K. Zunflintereffe, an das alte System der Ausschließung und Beschränkung gewöhnt,faiih die Nothwendigkeit der Umwandlung begriffen hatte, die durch eine überall erweiterteE' sriiiltz Gewerbthätigkeit für die Jnnimgsverhältniffe herbeigeführt ward. In der Haupt-E hr stz,. stadt besonders war der Nahrungsstand theils durch die angedeuteten allgemeinen^ Einsiüsse, theils auch durch den z» sehr erleichterten Zudrang Unvermögcndcrzu meh-tk Ik» zunftmäßigcn Gewerben und das Zuströmen Arbeitloser und Arbeitscheuer aus

W Nch,z. andern Gegenden des Landes bedeutend gesunken, und es hatte sich unter dem nie-leffernHji, dem Gewerbstande ein böser Gährungsstoff gesammelt. Die Nachgiebigkeit, welchedie Regierung nach den eisten Stürmen in ihren Zugeständnisse» zeigte, weil siebet!,», M gegründeten Beschwerden abzuhelfen bereit war, hatte allerdings ihr Ansehen er-schultert und mochte als eine Schwäche gedeutet werden, die auch für kühnere undÄickiL twhigere Foderungee. Ungesteafthcit hoffen ließe. Und wie hätte nicht im Augen-blicke des Übergangs und im Zustande des Schwankens das gewohnte Band gesctz-Ä» licher Zucht sich lösen sollen. Wie treu auch die Regierung nach den ersten RechtS-tiiüjft,«,» gewährungen ihrem Wort« blieb, so mochten doch wol manche Beamte der bevor-'«liiM ltz, stehenden Umwandlung, die sie in ihren altgewohnten Kreisen stören sollte, nichtm üiiiA »usrichlig ergeben sein, ja selbst ihre Abneigung verrathen. Die nächste Beran-tildii M lassung zum Ansbiuche war die Stiftung eines VürgervercinS zu Dresden, derMreichen Zuwachs aus den Gewerbtreibenden, besonders dem Handwerkerständelrirriiikw uhieü, und es fehlte nicht an Leuten aus der gebildetem Classe, welche die aufge-«Nmitl« "i>e Menge mochten benutzen wollen. Der Verein lud die Gemeindevertrelcr öf-tbiüilki stullich zu seinen Sitzungen ein, um ihnen die Ansichten und Wünsche ihrer Mik-tirhmek ^rger darzulegen und gemeinsame Angelegenheiten mit ihnen zu berathen. Die-Ocki» Regierungsbehörde erließ am 26. März eine Verfügung, worin sie auf die Com-. miurrepräsentanten als die einzigen gesetzmäßigen Wortführer der Gemeinde hin-

wies, und dem Stadtrathe befahl, den Bürgervcrein in die Schranken eines ge-selligen Privatvercins zurückzuweisen. Die Vorsteher des Vereins aber verbreite-"»» w ^ wenige Tage nachher eine Auffoderung, welche als den Zweck ihrer Verbin-" / .j, düng ankündigte, sich über die Bedürfnisse und Beschwerden der Einwohnerschaft" zu besprechen und Abhülfe derselben zu erlangen. Am 6. Apr. befahl die Regik-""Iviiii!» eungsbehörde die Ausiösung des Vereins, der aber zwei Tage nachher eine zahl-^ kalt 'eiche Versammlung hielt, in welcher aufregende Gedichte und Aufrufe vorgelesenEi. und vertheilt wurden. Es geschah kein Schritt zur Vollziehung des Verbots, undin dieser Aufregung empfing die Einwohnerschaft den Beweis eines ancr-- bi!» ^U"'"den Vertrauens, atö am 10. Apr., dem Taustage des neugeborenen Pcin-j,it«> i zen Ernst, der Communalgarde die Bewachung des königlichen Schlosses überlas-wurde. Einige Tage nachher ward eine heimlich gedruckteConstitulion wieiitil'^ sie die Sachsen wollen" mit dem Motto tUnd wird sie nicht g-.'währt, so pochen