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Sachsen seit dcM Jahre 1827
Obrigkeit erklärt werden müßte. Die übrigen Verhandlungen de« Landtag» liefcr-i ren nur wenige Ergebnisse, theil» weil die Vorarbeiten der Behörden noch nicht
ieil abgeschlossen waren, theil» weil die schwerfälligen Berathungsformen die Erledi-
i, gung hemmt,«. Die Stände wünschten eine gänzlich- Umwandlung der in ihren,
it, ^i*l Plane verfehlten BrgndversicherungSanstalt. Die Verordnungen über die Ergän-br, zung des Heers von 1825 und 1827 gaben ihnen Anlaß, auf den Grundsatz der
Stellvertretung und die Abkürzung der Dienstzeit anzutragen, und das Strafge-s-ljbuch für den sächsische» Ariegerstand ward einer strengen Beurtheilung unter-werfen. Es wurde auf die Aufhebung der Straßrnbausrohnen angetragen; aber. -dl.,,, dw wohlthätige Absicht der Regierung, die 1706 verordnete Beschränkung aufzu-heben, welche jungen Leuten aus dem Bauernstande die Erlernung eines Hand-?? ^iir, Werks verbietet, bis sie nach zurückgelegtem 14. Jahre vier Jahre bei der Land-t»iilch^ wirthschaft und davon zwei Jahre bei der GerichtSherrschaU gedient haben, fandwenig Unterstützung und das Sond-rintereff- der Ritterschaft wollt« die Ausfüh-rang vertagen. Zu andern zeitgemäßen Anträgen gehörten die Errichtung vonÄ Kreissparkassen zum Vortheil der Landleute, die Verbesserung der Lage der Land-schuliehrer und die Erhebung einer Abgabe zum Erfahr des Schulgeldes, die Ab-schaffung der Stolgebührcn der protestantischen Geistlichen; aber vor Allen wiesd,r ehemalige Kreishauptmann von WieterSheim auf ein Zeitbedürfniß hin, als erauf die Einführung einer allgemein-» Slädteordnung antrug, wobei er die über.rzriritnitzch zengung auSsprack), daß in dem nachtheitigen Einflüsse der altherkömmlichen stad-, jtbnrmh» tischen Verfassung au die inner- Verwaltung eine der Hemmungen de» AufblühensrickiM,, der Städte liege.
d Es ist nicht zu verkennen, daß die starke und zum Theil erfolgreiche Opposs-
iAli ulaji >wn der Stände die herrschende Macht des EabinetsministcrS, in welchem man denecht »bieg. enllchiedensten Verfechter der bestehenden VcrfassungSformen und VerwaltungS-cht, tiriirr grundsätze zu bekämpfen glaubte, zuerst erschüttert und auf die später» Ereignisse^l mNr.'.' einen bedeutenden Einfluß gehabt hat. Gewiß würde es günstig auf die verstimm-lN iiiLK- N-n Gemächer gewirkt haben, wenn man dem Volke Gelegenheit gegeben hatte,lln> Mb Verhandlungen der Stände zu folgen, die so mancher längst gefühlten Be-»it tbinM lchwrrde kräftige Worte gaben. Aber Alles blieb im alten Dunkel und der UnmulhKchut-r- ^ Volkes wirkte fort im S tillen bis zur Stunde des Ausbruchs. So konnte selbstIhn Lll'! Verminderung der directen Steuern, die seit mehr als 80 Jahren die Stände^ür möglich gehalten, kaum als ei» befriedigendes Ergebniß erscheinen, wäh-
> k'Kxeßr und so viele andere Belastungen fortdauerten, und hatte sich in den unter ständi-
sch» Aufsicht verwalteten Struerkassen seit 1824 ein müssig liegender ÜberschußS'„ vm 800,000 Thalern angehäuft, so gab dies nur einen Grund mehr gegen die" "zzmüldk !>'^Mmliche zu lange Bewilligungsjlit, und lieferte den Beweis, daß man sechs3ahre hindurch mehr als den StaatSbedarf von den Steuerpflichtigen erhoben halte,«er ssß es dringendes Bedürfniß war, den g,stammte» Staatshaushalt zu ordnen und'" "'i-gcf der Öffentlichkeit zu stelle». Man benutzte jenen Überschuß nun theils
^ Dmlchen an Privatpersonen auf kurze Fristen, theils zur Ausführung d>-S br-^ .2.ajd schiossenen Planes, die Zinsen der vierprocenlige» Staatsschuld herabzusetzen, aber^ """ ^"vste Üb>gen, ob jene, dem Umlauf so lange entzogene Summe im AolkS-
> Verkehr nicht wohlthätiger gewirkt haben würde.
,killt! ^ Die Stände hatten sich noch nicht getrennt, als unter ihren Augen die erst.»kir djU. ^ unruhigen Bewegungen hervortraten, welche die spätern entscheidenden Ereignissevorbereiteten. Es lag in den angedeuteten kirchlichen Verhältnissen und der a»st-jks ASS g.reglen Stimmung der Gemüther, daß die protestantischen Bewohner der Haapt-I Jubelfest der axgSburgischen Eonfesflon am 25. In», feierlich zu begehe»
§kr>«'" "unjchl-n; wahrend aber in mehren Städten des Lande« die Behörden den, Volks-'vunsche enlmrrlhig entgegenkamen und das Fest würdig gefeiert wurde, traten l»